Spuren im Sand verwehen,
Spuren in der Seele bleiben.




Samstag, 31. Dezember 2011

Ein zerrissenes Jahr


Mein Jahr 2011 begann mit einer großen Enttäuschung. Und es endete mit einer großen Enttäuschung. Dazwischen gab es viele zwischenmenschliche Enttäuschungen. Es gab auch schöne Erlebnisse und angenehme Menschen; jedoch nur hin und wieder, es fehlte und fehlt die Beständigkeit und die Sicherheit zu Menschen, auf die ich mich verlassen kann. Ich fühle mich schon seit langem wie ein Arzt, der seine Praxis in jeder Hinsicht alleine führen und am Laufen halten muss. Ich habe Helferinnen und Helfer, die jedoch aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen für mich da sind. Aber nur, wenn sie gerade Zeit für mich haben.

Zeit meines Lebens bin ich ein Steh-auf-Männchen, nicht unter zu kriegen und unkaputtbar. Das wird auch so weiter gehen, und ich hoffe, bis zu meinem Tod. Doch wäre ich eine Maschine, würde ich sofort (und nicht erst am Neujahrstag) den Knopf Innere, äußere Ruhe und ganz viele liebe Menschen (ein echter lieber und loyaler Mensch würde schon reichen) bis ans Lebensende drücken.

Ich wünsche in erster Linie mir - da bin ich ganz egoistisch - und allen Menschen mit einer tief empfindenden Seele inneren und äußeren Frieden, eine stabile körperlich-seelische-geistige und soziale Gesundheit, den noch Arbeitenden eine langfristige Stelle, Glück, Zufriedenheit und Zeit für sich und andere.

- Weitere Kommentare findest Du hier.

Freitag, 30. Dezember 2011

Wünsche, die bleiben


Diesen Eintrag habe ich bereits vor ziemlich genau zwei Jahren geschrieben. Diese Wünsche - und ich könnte diese Liste erweitern - sind für mich auch noch heute von sehr großer Bedeutung. Aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle diesen Eintrag nochmals verlinken, obwohl das ansonsten nicht mein Ding ist.

Ich drücke Euch die Daumen, dass auch Euch Eure ganz persönlichen Wünsche im neuen Jahr zumindest ein Stück weiter begleiten als sie es bisher tun.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Mein sehnlichster Traum für 2012


Wenn auch nur ein Teil dieses Traumes in Erfüllung ginge, würde ich mich sehr freuen und ruhiger leben können. Diesen Traum vom Frieden träume ich nicht nur im gesamtgesellschaftlichen Rahmen, sondern vor allem im zwischenmenschlichen.

Hannes Wader "Traum vom Frieden"

Montag, 19. Dezember 2011

Mein Glaube


Als Kind glaubte ich so an (den) Gott (der Kirche), dass ich Messdiener war. In dieser Zeit wuchs in mir der Wunsch, später Priester zu werden. Priester war mir aber zu wenig und so wollte ich Bischof werden. Dass ich erst Priester werden müsse, bevor ich Bischof werde, wollte mein kindlicher Kopf nicht begreifen. Und so antwortete ich mit dem Satz: "Dann werde ich eben Priesterbischof." Eine kindliche Denkweise, nach der ich mich heute manches Mal zurück sehne.

Dann kam für mich eine Zeit, in der ich viel unter Rheuma gelitten habe. In dieser Zeit habe ich viel um Heilung gebetet und Gott hat mir nicht beigestanden. Letztlich habe ich mich mit eigenem Denken und selbstverantwortlichem Handeln selbst geheilt. Das hat mir dann gezeigt, dass ich mich auf Gott nicht verlassen kann und dass ich meine Gesundheit (nicht nur die körperliche) selbst in Hand nehmen muss. In dieser Zeit meines Rheumas - um Nachhinein denke ich, es waren nur Wachstumsstörungen - habe ich mich unbewusst darin geschult, einen feinfühligen Kontakt zu meinem Körper aufzubauen und in der weiteren Folge dann auch zu meinem Geist und meinem Körper - also zu mir als einzigartigem Menschen.

Mit vierzehn Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Meine Mutter reagierte einzig und allein mit der Bemerkung: "Wo wir dich doch so christlich erzogen haben!". Schluss, aus und vorbei - über dieses Thema wurde nie wieder gesprochen. Kommunikation im Sinne von geistigem Austausch hat es in unserer Familie nie gegeben - vielleicht waren meine Eltern von ihrer Sozialisation und ihren Kriegserlebnissen dazu gar nicht in der Lage. Über ihre persönlichen Geschichten habe ich trotz mehrerer Nachfragen nie etwas erfahren. Irgendwann habe ich es dann aufgegeben.

Ob ich heute glaube? Ich denke ja. Aber nach wie vor nicht an den Gott, der von der Kirche gepredigt wird. Beim Betrachten und Genießen der vielfältigen Erscheinungen der Natur stehe ich oft vor der Frage "Woher kommt das alles? Welche Kräfte stehen dahinter? Nach welchen Regeln lebt, stirbt und gebärt die Natur?". Ich weiß es nicht, ich staune, genieße und freue mich an den Wundern der Natur. Mein persönliche Glaube ist vielschichtig: Manchmal glaube ich an mich selbst, wenn ich gut drauf bin und mich stark fühle. Manchmal glaube ich an die Wunder der Natur. Manchmal glaube ich an liebens- und achtenswerte Menschen. Manchmal glaube ich an die Vögel, die mir schöne Lieder singen. Manchmal glaube ich an den Regen, der auf meine Fenster plätschert. Manchmal . . .

Freitag, 16. Dezember 2011

Der Jahreswechsel


Das Jahr hat kaum begonnen und ist auch schon wieder fast zu Ende. Manchmal möchte ich die Zeit nicht nur anhalten, sondern auch ein Stück zurück drehen und so manch einen Lebensabschnitt anders leben. Doch das ist eine Utopie. Und das ist auch gut so.

Ich wünsche Euch friedliche, ruhige und besinnliche Weihnachtstage im Kreise lieber Menschen und einen wunderbaren Übergang in das neue Jahr 2012.

Für das neue Jahr wünsche ich Euch Frieden, Zufriedenheit, Glück, Gesundheit, Zuversicht, Herzenswärme, loyale Freundinnen und Freunde, Lebenskraft und Lebensfreude.

Einigen von Euch habe ich in den letzten Jahren zum Jahreswechsel meine Wünsche mit der guten alten Schneckenpost zukommen lassen. Leider ist mir das aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht möglich. Dafür bitte ich Euch um Verständnis.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Georg Schramm im Interview - privat und doch hoch politisch

Ein äußerst sehenswertes Video für alle Freundinnen und Freunde des politischen Kabarettisten Georg Schramm. Dieses Interview zeigt aus meiner Sicht und Überzeugung die enge Verzahnung zwischen dem Privaten und dem Politischen.

http://www.youtube.com/watch?v=xzXqlncOvJM

Sonntag, 11. Dezember 2011

Die Endlichkeit meines Lebens

In diesen Wochen denke ich verstärkt über die Begrenztheit meines Lebens nach. Mit knapp 61 dürfte ich wohl die Hälfte meines Lebens überschritten haben. Und ich blicke zurück. Blicke ich zurück auf ein bisher glückliches Leben, ein zufriedenes Leben, ein erfülltes Leben? Lebe ich gerne? Ich denke, das sind berechtigte Fragen. Aber sie lassen mich auch ein ganzes Stück an meinem Leben zweifeln. Die schönste und schöpferischste Zeit meines Lebens war meine Jugend, als ich noch in Gemeinschaften zwischenmenschlich und sozial eingebunden war. Seit Beginn meiner Arbeitslosigkeit in 1990 ist das alles langsam und sicher den Bach hinunter gegangen. Dafür bin ich mit verantwortlich, aber nicht allein verantwortlich. Die Unbeschwertheit und das Lachen meiner Jugend haben stark abgenommen; und dennoch sind mir meine Lebensfreude und mein Lebensmut geblieben. Ein Widerspruch? Vielleicht – aber Widersprüche sind auch eine Bereicherung des Lebens.

Nach zwanzig Jahren intensiver Bemühungen und Kämpfe um meinen Wiedereinstieg ins Berufsleben stehe ich in diesem Bereich zu meiner völligen Niederlage mit allen Schlussfolgerungen. Was hätte ich in diesen zwei Jahrzehnten mit all meinen verschwendeten Energien alles auf die Beine stellen können? Aber hinterher ist mensch ja immer klüger und weiser. Auf die Auswirkungen dieser Niederlage auf meinen menschlichen und zwischenmenschlichen Bereich möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Ich will mehr loslassen – vor allem von meinem Kämpfen. Wird mir das überhaupt möglich sein? Wohl kaum. Ich war und bin nun mal eine Kämpfernatur und werde auch in meinem weiteren Leben kämpfen (müssen). Aber ich möchte weitaus eher loslassen können. Die politischen und sozialen Kämpfe meiner Jugend bereue ich ganz und gar nicht, weil sie mir menschlich sehr viel gebracht haben. Und ich bin dankbar dafür, weil ich auch Solidarität leben und erleben durfte.

Gefühlt habe ich in meinem Leben jetzt Halbzeitpause. Und ich hoffe für meine zweite Halbzeit auf mehr Lebendigkeit und weniger Spannung – körperlich, geistig und seelisch.

Samstag, 10. Dezember 2011

Mein Blog und Google+


In einem Eintrag auf Google+ fragt Robert Basic, wie wichtig Bloggern ihr Blog ist – so formuliere ich jetzt mal ganz frei. Ich habe dazu meine Gedanken und meine Einstellung und Überzeugung für mein persönliches Blog mit diesen Worten geäußert:

Mein Blog werde ich weiterhin wie schon seit vier Jahren trotz und Dank Google+ pflegen.

Mein Blog gestalte ich nicht nur vom Text her sehr persönlich, sondern auch vom Layout. Die Angebote für meiner Leserinnen und Leser in der Seitenspalte meines Blogs und ein persönliches Layout kann ich auf Google+ nicht umsetzen.

Das Google+ Layout ist nicht nur als Blog-Ersatz kalt und unpersönlich. Meine Einträge gehen auch in der Menge der Einträge unter. Meine virtuelle Heimat ist nun mal mein Blog. Vor die Alternative gestellt, mein Blog oder Google+ zu verlassen, würde ich mich, ohne auch nur den Bruchteil einer Sekunde nachdenken zu müssen, für mein Blog entscheiden.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Über die persönliche Offenheit in sozialen Netzwerken . . .

. . . möchte ich Euch gerne auf diese Diskussion in meinem Google+ Profil aufmerksam machen. Über weitere Meinungen von Euch – in meinem Blog und/oder in meinem Google+ Profil – würde ich mich sehr freuen.