Dienstag, 21. Oktober 2014

Gelebte Erfahrungen


Möglicherweise habt Ihr auch schon mal diese Erfahrung gemacht: Da versucht jemand (es kann natürlich auch andersherum sein), Euch wiederholt etwas zu erklären, das zwar in Euren Köpfen ankommt, aber von Euch nicht in Taten umgesetzt werden kann, weil Ihr es zwar vom Kopf her verstanden habt, aber nicht von Euren Gefühlen her. So erging es mir beispielsweise viele Jahre, in denen mir immer wieder erklärt wurde, was Nähe und Abstand im Leben bedeuten, ich es verstanden habe, es aber nicht umsetzen konnte - es war nur bis in meinen Kopf vorgedrungen. Dann machte mir mal ein Therapeut das Thema Nähe und Abstand mit einer Übung auch für mein Gefühl klar:

Ich habe mich bis fast auf Körpernähe im gegenüber gesetzt und er fragte mich: "Was siehst du jetzt?" Meine Antwort: "Deine Augen". Dann bat er mich, wieder unseren gewohnten Abstand einzunehmen und fragte mich: "Und was siehst du jetzt?" Meine Antwort: "Deine ganze Person". Ein gesundes Mittelmaß zwischen Nähe und Abstand bekomme ich zwar immer noch nicht hin, aber nicht nur mein Kopf weiß darum, sondern auch mein Gefühl.

Es ist zwar ein krasser Vergleich, aber ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen, die dem Tod schon einmal die lange Nase gezeigt haben, sehr intensiv von dieser Erfahrung geprägt werden. Bei meinen Überlegungen zu diesem Artikel habe ich mich gefragt, welchen Gewinn ich ziehen könnte, wenn ich dem Tod von der Schippe springen würde. Ich könnte mir vorstellen, dass ich anschließend auch gefühlsmäßig "wüsste", dass all meine innere Unruhe überflüssig und schädlich waren und ich in einer echten inneren Ruhe und Ausgeglichenheit ankommen würde.

Dem Tod die lange Nase zu zeigen, ist ein reines Gedankenspiel, das ich nie erleben möchte. Der Wunsch, in innerer Ruhe und Ausgeglichenheit anzukommen, ist echt. Der Weg das Ziel.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Bilder, die mich sprachlos und wütend machen


Ein packender Film über den fast aussichtslosen und dennoch engagiert geführten Kampf gegen Ebola in Liberia. Der Film geht mir sehr stark an meine Nerven. Ich konnte ihn nur mit Pausen ansehen, in denen ich meine Tränen trocknen musste.



Aufmerksam gemacht hat mich dieser WDR-Bericht von Jörg Schieb.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Privatheit, die gar nicht so "privat" ist


In verschiedenen Beiträgen habe ich mich mit dem Thema der Privatheit in meinem öffentlichen Gedankenbuch beschäftigt. Wobei mir so richtig nicht der Unterschied klar ist zwischen "privat" und "persönlich" – ich glaube, beide Begriffe überschneiden sich. Heute bekam ich von einer langjährigen Bekannten eine Mail, die einige Aussagen enthält, die mir nicht so neu sind. Darum möchte ich einige davon zitieren und meine persönlichen Gedanken und Gefühle dazu äußern.
"Es berührt mich tief, dass du immer wieder versuchst, den Kontakt mit mir aufzunehmen."
Es war mir schon immer zu eigen, um Menschen zu kämpfen, die ich schätzen und achten gelernt habe. Inwiefern ich da manches Mal zu sehr kämpfe, das vermag ich gar nicht richtig einzuschätzen. Möglicherweise ist auch der Begriff "kämpfen" überzogen und der Begriff "mich bemühen" wäre angesagter.
". . ., dass ich dir nicht das geben kann, was du von mir erwartest."
Da kommt mir als Antwort spontan die Frage: Was meinst du denn, was ich von dir erwarte? Immer wieder erlebe ich, dass Mitmenschen der Überzeugung sind, sie könnten meine Gedanken lesen und diese Überzeugung für Realität halten. Wir Menschen können uns sprachlich austauschen, Gedanken und Gefühle klären und im Gespräch bleiben. Das ist oft schwieriger als "Gedankenlesen", aber auch weitaus fruchtbarer für das lebendige Miteinander.
"Ich bin ausgelaugt und fühl mich gestresst."
Das ist auch bei mir der Fall. Doch macht es das auch leichter, im Miteinander Stress Stress sein zu lassen, die Probleme humorvoll zu sehen und miteinander entspannt und zufrieden zu sein. Probleme werden geringer, wenn man ihnen nicht mehr so viel Raum gibt. Und möglichst viel Entspannung und Ruhe hilft (zumindest mir), meine Probleme nicht mehr so wichtig und vorrangig zu sehen und zu empfinden.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Tage ohne Fernsehen


Nun hat mein betagter Röhren-Fernseher endgültig seinen Geist aufgegeben, Nachdem in den letzten Monaten immer mal wieder das Bild verschwunden war, aber nach einiger Zeit zurück kam, bleibt das Bild jetzt dauerhaft verschwunden. Und das ist doch irgendwie nicht der Sinn eines Fernsehers. Gerne würde ich jetzt zu einem Flachbildschirm-Fernseher wechseln, kann aber nicht einfach mal eben ein neues Gerät kaufen, weil ich wenig Geld habe, mir diesen Alltags-Luxus zu leisten und daher einen Kompromiss zwischen Geld und Qualität finden muss. Zudem fehlen mir die entsprechenden technischen Grundlagen in Theorie und Praxis. Darum würde ich auch einen Neukauf bevorzugen.

Dennoch habe ich eine Bekannte aus der Sozialberatung angesprochen, ob sie einen Klienten kennt, der ein Fernsehgerät abgeben kann. Doch geht das nur bei Tod oder Wohnungsauflösung und da sind verständlicherweise erst mal die Angehörigen zu fragen. Einige Tage werde ich jetzt warten, ob sich da eine Möglichkeit ergibt, aber ich glaube, es werden nicht allzu viele Tage werden. Auch wenn ich im Augenblick eine intensive Lesephase habe, so tritt da bestimmt auch wieder eine Pause ein. Fehlen werden mir in der Zwischenzeit meine beliebten Krimis und vor allem Naturdokumentationen. Auf mein Laptop könnte ich bestimmt nicht so gut für einige Tage verzichten.

Freitag, 10. Oktober 2014

Tschüss Google+


Schon als ich vor Jahren begann, bei Google+ mitzumachen, hatte ich so meine Zweifel. Diese Zweifel haben sich nun bestätigt.

In einer Umfrage habe ich meine 172 Follower auf Google+ gefragt, wer wie regelmäßig meine Blogeinträge liest, die ich jeweils aktuell nach ihrer Veröffentlichung auch auf Google+ veröffentlicht habe. Ich kann mich nicht entsinnen, je einen Kommentar erhalten zu haben. Das habe ich schon immer als Desinteresse an meinem Gedankenbuch gedeutet. Das beweist auch das Ergebnis dieser Umfrage:



Auch die Statistiken in meinem Besucherzähler zeigen, dass ich bei Google+ so gut wie keine Leser meines Gedankenbuches habe. Das heißt jetzt für mich, dass ich meine aktuellen Blogeinträge - dieser Eintrag wird der letzte sein - nicht mehr auf Google+ veröffentliche. Mein Google+ Profil will ich nicht löschen, dafür war ich dort schon zu aktiv, um meine Aktivitäten im Nirwana verschwinden zu lassen.

Für diejenigen unter Euch, die mein Gedankenbuch regelmäßig oder hin und wieder lesen, heißt das, dass Ihr mein Gedankenbuch in Eure Lesezeichen aufnehmen oder per Email oder per RSS-Feed lesen müsst.

Auf Kommentare zu diesem Blogeintrag werde ich hier auf Google+ nicht eingehen. Bitte schreibt Sie mir direkt in meinem Gedankenbuch. Ich danke Euch.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Ein langfristiger Wunsch


Es war schon immer mein Wunsch, nicht so früh zu sterben, sondern ziemlich alt zu werden. Und was heißt für mich "alt"? Ich habe mein Wunschalter vorläufig mal auf 120 Jahre angepeilt - es könnten auch ein paar Jahre weniger oder mehr werden. Natürlich möchte ich diese ganze Zeitspanne geistig, seelisch und körperlich bis zum letzten Atemzug bei bester Gesundheit sein. Da ich gerade davon spreche: "bis zum letzten Atemzug" heißt dann selbstredend, dass ich mich abends ins Bett lege, morgens nicht mehr aufwache und von der Zeit dazwischen nichts mit bekomme.

In früheren Jahren entstand dieser Wunsch aus einem ausgefüllten Leben heraus, das ich möglichst lange gestalten und genießen will. Heute ist es mehr aus dem Gefühl vieler "verlorener" Jahre heraus, weil ich den Wunsch und das starke Bedürfnis habe, diese Verlusten noch in meiner (im wahrsten Sinne des Wortes) zweiten Lebenshälfte in Gewinne umwandeln zu können. Das ist nicht finanziell gemeint, sondern im Sinne von intensiver und lang anhaltender Lebensqualität.

Und das ist möglich, wie einige Beispiele beweisen. Und ich möchte auch nach meinem Leben zu den Menschen gehören, die sehr alt an Lebenserfahrung und Lebensqualität geworden sind.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mein neues "altes" Gästebuch


Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ich habe hier in meinem Gedankenbuch wieder ein "altes" Gästebuch aktiviert. Es handelt sich dabei um das Gästebuch, das wie ein gewöhnlicher Blogeintrag verfasst ist. Eure Einträge in dieses Gästebuch schreibt bitte in die Kommentare. Da dieses Gästebuch über einen längeren Zeitraum inaktiv war, ist auch der letzte Eintrag "frohes Osterfest" alles andere als aktuell. Vielleicht hat ja jemand von Euch Lust, einen wirklich aktuellen Eintrag zu hinterlassen.

Grund für diesen Wechsel ist mein Wunsch, den letzten Eintrag in meinem Gästebuch an das Layout des darunter angesiedelten Gadgets "Letzte Kommentare" anzupassen.

Meine anderen Gästebücher findet Ihr hier und hier.

Ich wünsche Euch viele Anregungen, Gedankenanstöße oder einfach nur Freude beim Lesen meines Gedankenbuches.

Herzlichen Gruß
Gerhard

Mutters schweres Los


Wenn ich an jedem Arm meinen Wochenendeinkauf nach Hause schleppe und mir dabei fast die Arme bis auf den Boden gezogen werden, muss ich häufig an meine Mutter denken. In meiner Kindheit und Jugend musste sie für fünf Köpfe einkaufen. Und dann schleppte sie die Taschen mühsam und kräftezehrend nach Hause. Und sie hatte einige hundert Meter mehr Weg zu tragen als ich und musste noch einen Berg hinauf gehen. Damals hatte sie noch kein Auto. Das kam erst Jahre später.

Darüber habe ich mir damals keine Gedanken gemacht - Hauptsache, man wurde "versorgt". Nebenbei bemerkt: So denken heute auch noch viele Erwachsene im zwischenmenschlichen Bereich. Was heißt das eigentlich - "erwachsen"?

Gerade bei meinem Wochenendeinkauf ärgere ich mich immer wieder über die Preise: Grundnahrungsmittel wie Käse und Brot haben astronomische Höhen erreicht. Die Armut wird weiter zunehmen. Das müsste dann im Grunde genommen heißen, das der Einzelhandel immer weniger Umsatz macht. Aber dem ist wohl nicht so. Es gibt offensichtlich noch genügend Menschen, die sich diese Preise leisten können.

Samstag, 20. September 2014

Kleine Kinder und Hunde


Was haben kleine Kinder und Hunde gemeinsam? Sie fragen nicht Was machst du beruflich? Sie fragen nicht Wie verbringst du deine Freizeit? Sie fragen nicht Bist du motorisiert? Sie fragen nicht Kannst du finanziell mit mir mithalten?

Sie lassen schlicht ihre großen und weiten Kinder- und Hundeherzen sprechen. Wo sind die großen und weiten Herzen der Erwachsenen geblieben?

Mittwoch, 17. September 2014

Zuzahlungsbefreiung für Medikamente ausgehebelt


Der Ursprungsgedanke für die Befreiung von der Zuzahlung zu Medikamenten ist, auch armen Menschen den Zugang zu für sie notwendigen Medikamenten möglich zu machen. Doch im Rahmen von Sozialabbau, Hartz IV und Rentenkürzungen versucht nun auch hier die Bundesregierung an den Armen zu sparen. Ein ganz krasser Fall dieses Sozialbetrugs - etwas anderes ist es nicht und Betrug ist dem Grunde nach strafbar - habe ich heute selbst erleben müssen.

Seit etwa zwei Jahren muss ich Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen. Eins davon sind Votum 20 Filmtabletten, für die ich bisher vollständig von der Zuzahlung befreit war. Nun hat der Gesetzgeber in seinem allumfassenden Wohltätigkeitsdenken beschlossen, einen wichtigen Inhaltsstoff dieses Medikament ab dem 1. Juli 2014 aus der Zuzahlungsbefreiung heraus zu nehmen. Das heißt konkret: Für dieses Medikament muss ich jetzt trotz Zuzahlungsbefreiung 69,23 Euro für die 98-er Packungssgröße selbst bezahlen. Das ist für mich absolut unmöglich.

Für mich ganz persönlich kommt noch hinzu, dass ich mit diesem Medikament und dem zweiten Medikament nach mehreren Untersuchungen meines Hausarztes hervorragend eingestellt bin. 

Und es ist ein Skandal, über den die großen Medien - seien es die öffentlich-rechtlichen oder die privaten - nicht berichtet haben und auch nicht berichten.

Die Politiker und die Pharmamanager sind von der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht betroffen und somit gehen diesen Leuten die Schicksale von armen Menschen zynisch am Arsch vorbei. Sie sehen nur zu, dass ihnen "ihre" Bürger und "ihre" Kunden genug Geld in ihre Taschen spülen.

Freitag, 29. August 2014

Der Antikriegstag am 1. September und der Niedergang gewerkschaftlicher Friedenspolitik


Am 1. September wird alljährlich der Antikriegs- bzw. Weltfriedenstag begangen. Bei aktuell mehr als 40 Kriegen ist er notwendiger denn je. Am 29. August 2014 veröffentlichen die Nachdenkseiten dieses informative Interview zu diesem äußerst wichtigen Tag. Auf den Rückzug der Gewerkschaften aus ihrer aktiven Friedenspolitik wird hier ausdrücklich eingegangen. Das ist umso bedauerlicher und beschämender, weil der DGB und seine Gewerkschaften zumindest zahlenmäßig die größte Organisation in Deutschland sind, inhaltlich jedoch nicht nur in der Friedenspolitik versagen.

Kritisch anmerken möchte ich zu diesem Interview, dass Krieg nicht nur der Krieg mit physischen Waffen ist, sondern auch der Krieg, den die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden gegen den einfachen Bürger führt: Deutschland ist seit Jahrzehnten drittgrößter Waffenlieferant weltweit und verweigert seinen eigenen Bürgern - ich behaupte "vorsätzlich" - ein Menschen würdiges Leben. Ein solches Leben ist weder mit Sozialhilfe noch mit Hartz IV noch mit Minirenten noch mit Niedriglöhnen noch mit befristeten Tätigkeiten möglich. Auch in diesem Krieg sind die Gewerkschaften leider auf dem Rückzug.

Montag, 25. August 2014

Das Wunder Mensch fasziniert mich immer wieder


Immer wieder bin ich überrascht und begeistert über die Vielfältigkeit, die uns Milliarden auf unserer Mutter Erde verteilte Menschen auf mich ausüben. Nicht nur, dass nach meiner Überzeugung Alles, was wir Menschen bisher erschaffen haben und noch erschaffen werden, ein Abbild unserer Selbst ist. Vielmehr ist es die Tatsache, dass die Verbindung einer Samenzelle mit einem Ei - beide mit dem bloßen Auge überhaupt nicht erkennen - derart viele seelisch, geistig und körperlich vielfältige und komplexe Lebewesen erschaffen kann, wie ich es mir mit meinem Kopf gar nicht vorstellen kann. Wie viel Leben ist also schon in Samenzelle und Ei vorhanden - darüber kann ich immer wieder nur mit großen Augen staunen und fasziniert sein.

Samstag, 23. August 2014

Tränen gelacht


Vor dem Schlafengehen letzte Nacht bin ich noch mal durch die Fernsehprogramm gezappt und im RBB-Fernsehen beim zweiten Teil von Ist das ein Witz? hängen geblieben. Ich habe selten so viele Tränen gelacht. Offensichtlich ist dieser Teil online noch nicht verfügbar. Doch der erste Teil vom 12.02.2013 steht dem zweiten Teil in nichts nach.

Viel Genuss beim Ansehen und Anhören.






Sonntag, 3. August 2014

Flucht vor Grundsicherung bzw. Sozialhilfe


Offenbar erhalte ich zu meiner kleinen Rente keine Grundsicherung, sondern lediglich "Hilfe zum Leben" (eine äußerst treffende Bezeichnung), weil es Grundsicherung angeblich erst ab dem 65. Lebensjahr gibt. Und das dauert noch bis Ende nächsten Jahres.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt empfinde ich diese Abhängigkeit vom Sozialamt als schlimmer und erniedrigender als meine letzten Jahren beim Jobcenter. Und eins ist mir klar: Ich will raus aus dieser Abhängigkeit. Das geht aber nur mit einer 450-Euro-Stelle - und die ist leider nicht so einfach zu finden. Gerade auch im kaufmännischen Bereich, in dem ich bevorzugt arbeiten möchte. Denn leider werden auch im Niedriglohnbereich schriftliche Bewerbungen erwartet. Und dazu bin ich nicht bereit. Damit käme ich wieder in dieselbe missliche Situation wie zuvor: schriftlich bewerben und Absagen erhalten. Zudem darf das monatliche Einkommen von 450 Euro nicht schwanken, weil ich nicht einen einzigen Monat wieder auf Grundsicherungs-/Sozialhilfeniveau absinken will. Ein guter Geschäftsführer bzw. eine gute Personalabteilung muss in der Lage sein, meine Fähigkeiten auf Grund eines persönliches Gesprächs einschätzen zu können anstatt sich auf schriftliche Dokumente zu "verlassen". Nach einer Einstellung wäre es für mich selbstverständlich, die entsprechenden Papiere nach zu reichen.

Erst einmal muss ich jetzt überlegen, wie ich vorgehen will, ohne mich zu verzetteln. Eine Möglichkeit sind die Angebote auf der Seite der Arbeitsagentur und auf kalaydo.de habe ich auch schon rein geschaut - gerade letztere Seite ist nicht das Gelbe vom Ei. Die Stellenangebote in der Regionalpresse - ich werde rein schauen, habe zu diesen Angeboten aus Erfahrung jedoch kein besonderes Vertrauen. Über weitere Möglichkeiten muss ich noch nachdenken, weil mir im Augenblick nichts Sinnvolles und nichts Effektives einfällt.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Sozialamt ist schlimmer als NSA, BND & Co.


Gestern habe ich beim Sozialamt meine Unterlagen für die Bewilligung von Grundsicherung abgegeben. In den zwanzig Jahren meines Arbeitslosengeldbezugs habe ich mich weder von der Arbeitsagentur noch vom Jobcenter derart entwürdigt gefühlt. Was diese "Sozial"-behörde alles von mir wissen will, ist haarsträubend. Das Amt hätte genau so gut ein Sonderkommando schicken können, dass alle meine Akten mit nimmt und unter dem Teppich und unter meinem Bett nach verstecktem Vermögen gesucht hätte.

Das Durchforsten und Abfischen meiner Internet-Aktivitäten durch den einheimischen BND, die amerikanische NSA und all die anderen befreundeten und nicht befreundeten Staaten sind gegen die Durchforstung meines Lebens durchs Sozialamt harmlos. Und ich kann mich nicht einmal dagegen wehren, weil ich dann keine Leistungen bekäme.

Diese innerdeutsche Sozial-Spionage sollte man nie aus den Augen verlieren, wenn man wieder einmal dazu neigt, mit dem Finger auf die anderen Bösen zu zeigen und das eigene Böse im Inneren damit verdrängt.