Donnerstag, 16. Mai 2013

Welche Menschen sind für Euch Freunde?


Sind es Eure Kolleginnen und Kollegen, mit denen Ihr Euch gut versteht? Sind es - sofern Ihr in einem sozialen Netzwerk unterwegs seid - all die Menschen, die Euch folgen und Eure Beiträge mehr oder weniger klug kommentieren? Sind es Eure Kneipenbekanntschaften, mit denen Ihr so gut einen drauf machen könnt? Sind es Eure Brüder und Schwestern aus dem Wanderverein? Oder welche Menschen empfindet Ihr als Freunde?

Ich würde mich freuen und Euch bitten, mir das kurz (oder ruhig auch länger) in einem Kommentar zu verraten. Darüber würde ich mich sehr freuen.

Für mich sind Freunde Menschen, die mir nicht nur in Worten zeigen, dass sie Freunde sind, sondern auch in ihren Taten. Für mich sind Freunde Menschen, die nicht nur vorgeben, mich zu kennen, sondern die mich tatsächlich kennen und es mir mit Worten und Taten beweisen. Freunde sind für mich Menschen, die nicht warten, bis dass ich auf sie zugehe, sondern die auch auf mich zugehen, mich ansprechen, mich einladen, mich hinterfragen und mich in ihr Leben einbeziehen und nicht auf meine Initiative warten. Solche Menschen (die auf meine Initiative warten) empfinde ich nicht als Freunde, sondern als Bekannte, die mich zwar kennen, denen ich aber als Mensch und Freund nicht wichtig bin.

Wie ist das in Eurem Leben?

Montag, 6. Mai 2013

Rauchende Mütter


Soweit ich es mit bekomme, wird immer wieder behauptet, dass Mütter (dasselbe gilt wohl auch für Väter) ihre Kinder über Alles lieben würden. Ist dem tatsächlich so? Das wäre eine schöne, heile Welt. Dazu möchte ich gerne zwei Beobachtungen und Erfahrungen in die Diskussion einbringen:

Will eine Mutter für ihr Kind wirklich "nur" das Beste, wenn das Beste daraus besteht, dass das Kind so werden soll wie die Mutter? In den ersten Jahren mag das noch unumgänglich sein, wenn das Kind noch nicht (in vollem Umfang) für sich selbst entscheiden kann. Aber in späteren Jahren artet das oft in Er"zieh"ung aus - nämlich das Kind in die von der Mutter vorbestimmte Richtung zu "ziehen". Glücklich dürfen sich da die Kinder schätzen, die eigene Entscheidungen treffen dürfen und bei Misserfolgen nicht von den Eltern verurteilt werden, sondern mit denen die Eltern im Gespräch auf Augenhöhe bleiben.

Ganz schlimm und geradezu rücksichtslos empfinde ich es, wenn Mütter und Väter in Anwesenheit ihrer (kleinen) Kinder rauchen und auf diesem Weg ihren Kindern schaden. Im Grunde genommen müsste es ebenfalls ein absolutes Rauchverbot geben, wenn Kinder anwesend sind. Doch leider scheint es in unserer Gesellschaft immer noch so zu sein, dass Eltern selbst dann über ihre Kinder verfügen dürfen (was schon schlimm genug ist), wenn sie ihnen schaden.

Dienstag, 30. April 2013

Mein Opa


An meinen Opa mütterlicherseits erinnere ich mich immer gerne wieder. Die nachhaltigste Erinnerung ist an eine kleine grüne Gießkanne, die er mir mal geschenkt hat. Diese Erinnerung hat sich mir vermutlich deshalb so eingebrannt wegen ihrer Symbolkraft Ich nehme dich aktiv wahr. Leider ist dieser Opa (mein Opa väterlicherseits lebte bei meiner Geburt schon nicht mehr) sehr früh von mir gegangen. Ich glaube, ich war bei seinem Tod etwa fünf Jahre jung. Seinen Charakter würde ich bezeichnen mit "Rauhe Schale und weicher Kern". So habe ich außer diesen warmen Gefühlen für ihn keine weiteren Erinnerungen. Doch sind diese "wenigen" Erinnerungen für mich weitaus wertvoller als die Erinnerungen an so manch einen anderen Menschen.

Erst viele Jahre später habe ich meine Trauer über seinen Tod richtig gespürt, weil er für mich ein Mensch war bzw. hätte gewesen sein können, der mich mit seinen Lebenserfahrungen freundschaftlich und loyal durch mein Leben hätte begleiten können. Und der sich für mein Leben genau so ernsthaft interessiert hätte wie ich mich für sein Leben. Der mir kein Zeigefinger-Erwachsener hätte sein können, sondern ein lebenserfahrener Mensch, von dem ich durch Zuhören, Austausch auf Augenhöhe und sein gelebtes und erlebtes Leben hätte sehr Vieles lernen können. Seitdem habe ich mir immer wieder einen solchen Menschen gewünscht, aber keinen gefunden. Und zu den wenigen Menschen, die einige Jahrzehnte älter waren als ich und zu denen ich mir eine solche Freundschaft gewünscht hätte, war der Aufbau einer solchen vertrauensvollen Freundschaft - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich.

Mittwoch, 24. April 2013

Meine Lebenslage aus anderer Sicht


Inge Hannemann, Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Hamburg-Altona, mit der Fähigkeit, sich in erwerbslose Menschen hinein zu fühlen und mit dem Mut, das auch in Worten und Taten offen und öffentlich zu beweisen, hat in einem Offenen Brief an die Kolleginnen und Kollegen unter anderem den folgenden Satz geschrieben, der mich als Betroffenen sehr stark anspricht und mich tief berührt:

"Es fehlt die Kraft zum Aufstehen und Licht in die Seele zu lassen."

Dienstag, 23. April 2013

Ein authentisches Vorbild


Mein erstes authentisches Vorbild war Herr Meyer, mein langjähriger Klassenlehrer während meiner Schulzeit auf dem Konrad-Heresbach-Gymnasium in Mettmann. Er war nicht nur ein Mensch des Wortes, sondern auch ein Mensch der Tat. Er stand konsequent auch in Taten zu seinen Worten. Ihm habe ich geglaubt, ihm habe ich vertraut, er war für mich weniger Lehrer als vielmehr Mensch, von dem ich auch menschlich sehr viel lernen durfte.

Wenn ich mal wieder den Unterricht störte und Herr Meyer - er war ein sehr geduldiger Mensch - mich in meine Grenzen verwies, so habe ich das sofort umgesetzt, weil ich genau wusste, dass er andernfalls die angedrohte Konsequenz auch wahr machen würde. Bei einer anderen Gelegenheit hatte die Klassenkonferenz ihn als meinen Klassenlehrer beauftragt, meinen Eltern zu empfehlen, mich von der Schule zu nehmen, weil ich für die Schule nicht mehr tragbar sei. Er hat das auf eigenes Risiko nicht getan, weil er der Überzeugung war, das wäre der falscheste Schritt, den die Schule überhaupt gehen konnte. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar. Erfahren habe ich davon erst Jahre später.

Sehr geehrter Herr Meyer, gleich an welcher "Anschrift" Sie diese Worte erreichen: Ich möchte Ihnen ein herzliches Dankeschön sagen für die Jahre, die Sie mich mehr als Mensch denn als Lehrer durch mein Leben begleitet haben. Es war wunderbar für mich - auch wenn ich das damals noch nicht so empfunden habe -, Ihnen vertrauen zu dürfen und zu können.

Montag, 22. April 2013

Eine Jugend ohne Stress


Gerade während meiner Busfahrten bekomme ich immer wieder Gespräche zwischen Schülern mit, in denen sie sich über all ihre Aktivitäten austauschen: eine Schulzeit, die jedem Arbeitnehmer zur Ehre gereichen würde, dann noch Schularbeiten, in den Sportverein, zum Musikunterricht oder zu einem anderen "Hobby". Und wo bleibt da die Freizeit? Wo können sich diese Schüler von der Schule erholen? Wo bleibt die nötige Zeit, Freundschaften ohne Schulstress zu pflegen?

Ich möchte hier einen Spruch mit langem Zopf anführen: "Früher war alles anders bzw. besser." In dieser Allgemeinheit gilt dieser Spruch bestimmt nicht, weil es zu allen Zeiten Menschen gab und bedauerlicherweise auch geben wird, die in ihrem Leben leider(!) mehr Leid ertragen müssen als Freude empfinden zu dürfen und zu können. Doch in einem Punkt gilt dieser Spruch uneingeschränkt: für meine Schulzeit. Um 13:05 Uhr war zu meiner Zeit auf dem Gymnasium Schulschluss für alle Klassen! Für heutige Schüler wahrscheinlich unvorstellbar. Und selbst Hausaufgaben hatten wir oft nicht auf oder sie hielten sich in einem Rahmen, in dem wir noch sehr viel Freizeit hatten, um raus zu gehen, was zu unternehmen, durch die Natur zu streifen und Freundschaften ohne Stress pflegen zu können.

So weit ich das beurteilen kann, fehlt den Schülern heute sehr viel Zeit zur Muße, zum Innehalten und zum Durchatmen. Sie werden auf ein leistungsorientiertes Verhalten im Beruf vorbereitet und nicht auf ein Leben, in dem es neben dem Beruf auch noch das Leben gibt, in dem man all die Dinge - zumindest weit gehend - tun und machen kann, die einem selbst und den Mitmenschen Spaß machen. So gesehen denke ich sehr gerne an meine Jugend zurück und möchte manch einem Schüler von heute ein Stück davon schenken.

Samstag, 20. April 2013

Gefühle auch mal stehen lassen


Viele Jahre meines Lebens war ich so verkopft, dass ich meine und die Gefühle anderer Menschen immer wieder hinterfragt habe, weil ich wissen wollte, warum ein Mensch so fühlt, wie er nun mal gerade fühlt. Für mich war das mein Bemühen um Verständnis, was leider oft dazu führte, dass Gefühle zerredet wurden oder mein hartnäckiges Nachhaken zum Streit führten. In jener Zeit fand ich einfach keinen Mittelweg.

Und ich würde auch nicht schwören, dass ich diesen Mittelweg heute gefunden habe. Ich hinterfrage nach wie vor Gefühle, aber wenn ich merke, dass der andere darüber nicht sprechen will oder kann, dann lasse ich auch los. Oft sind ein Lächeln, eine freundliche Mimik, Humor, Blicke wesentlich ausführlichere und unter die Haut gehende Erklärungen eines Gefühls als viele Worte. Auch auf Grund meines Alters bin ich heute wesentlich gelassener imstande, Gefühle nicht zu hinterfragen und sie stattdessen zu fühlen, zu genießen, zu leben - auch wenn ich manches Mal ein mich schmerzendes Gefühl aushalten muss.

Wenn sich früher Menschen von mir getrennt haben, so habe ich ebenfalls versucht, das zu diskutieren. Mittlerweile habe ich mir den Spruch zu eigen gemacht "Wer mit mir nichts (mehr) zu tun haben will - aus welchen Gründen auch immer - soll gehen". Ob das mit oder ohne klärendes Gespräch geschieht, ist mir mittlerweile ziemlich gleichgültig: Wer sich gegen mich entscheidet bzw. entschieden hat, hat eine Entscheidung getroffen, die ich akzeptieren muss und will. Dafür weiß ich aber auch um so mehr die Menschen zu schätzen, die mich mögen und achten.

Montag, 8. April 2013

Auch Mörder gehören mit 90 Jahren noch hinter Gitter


Die Vorermittlungen gegen etwa 50 mutmaßliche Nazi-Kriegsverbrecher durch die Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg zeigt - neben den zahlreichen NSU-Pannen -, dass Deutschland seine Geschichte auch fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch nicht aufgearbeitet hat. Auch wenn die Verdächtigen mittlerweile alle um die 90 sind, so darf nicht wieder das geschehen, was in der Vergangenheit schon zu häufig geschehen ist: die Einstellung der Verfahren auf Grund der gesundheitlichen Einschränkungen von ehemaligen Nazi-Kriegsverbrechern.

Diese NS-Kriegsverbrecher und NS-Schergen mögen heute noch so krank und hinfällig sein, sie gehören für den Rest ihrer Jahre hinter Gitter ohne irgendwelche Vergünstigungen. Diese Männer haben Kinder, Männer und Frauen aus niederen Beweggründen zur Schlachtbank geführt und auch selbst geschlachtet. Sie hatten mit diesen von ihnen ermordeten Menschen nicht das geringste Mitleid und haben wahrscheinlich noch Freude über ihr Tun empfunden. Und selbst das Argument, sie würden ihre Taten heute "bereuen" und sich dafür "entschuldigen", wären nichts Anderes als blanke Lügen. Sie haben vorsätzlich gemordet und können sich auch nicht auf "Befehlsnotstand" zurück ziehen.

Völkermord verjährt nicht. Und so gehören diese etwa 50 mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrecher auf die Anklagebank und im Falle ihrer Verurteilung ins Gefängnis - und selbst wenn sie dort den Rest ihres Lebens in Krankenbetten, Rollstühlen, unheilbar krank, von Medikamenten abhängig oder an Schläuchen verbringen müssten. Ihre mehr als eine Million Opfer im Konzentrationslager Auschwitz hatten es nicht "so gut" - sie wurden in den Gaskammern grausam ermordet.

Sonntag, 24. März 2013

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: Unglaubwürdige Kritik an Hartz IV


Jede DGB-Einzelgewerkschaft hat ihre Mitgliederzeitung - so auch ver.di. In ihrer aktuellen Ausgabe "ver.di PUBLIK" 02/2013 äußert sich der Vorsitzende Frank Bsirske mit klaren Worten zu den Zielen der Agenda 2010 - berühmt-berüchtigt auch als Hartz IV:
". . . Das war die eigentliche, die politisch gewollte Zielsetzung der Agenda 2010: den Druck auf die Löhne und auf die Menschen zu erhöhen. Hartz IV macht Angst, ist eine ständige Bedrohung für Erwerbslose und für Beschäftigte. Menschen, die nach vielen Arbeitsjahren ihren Arbeitsplatz verlieren, etwa weil der Betrieb geschlossen wird, bekommen dank Agenda 2010 meist gerade noch ein Jahr Arbeitslosengeld, dann rutschen sie ins Hartz-IV-System. Und wer sich weigert, jede auch noch so minder qualifizierte Arbeit anzunehmen, dem droht die Kürzung des ohnehin zu niedrigen Hartz-IV-Satzes. . ."
Klare Worte, aus denen sich klare Schlussfolgerungen ergeben müssten. Doch dann muss ich feststellen, dass ver.di zwar in klaren Worten reden, aber keine klaren nachdrücklichen Taten folgen lassen kann oder vielleicht sogar will:
". . . Weil das anders werden muss, fordert ver.di seit vielen Jahren einen gesetzlichen Mindestlohn. Und weil es bald anders werden muss, wird ver.di sich auch im Bundestagswahlkampf zu Wort melden: für einen Kurswechsel am Arbeitsmarkt, für gute Arbeit zu fairen Löhnen."
Wie - und das ist dann alles? Nur Worte, nur Theorie an die Politiker? Sind vielleicht zu viele Gewerkschaftsbosse zu sehr mit der Arbeitgeberseite verzahnt? Oder sind vielleicht auch zu viele Gewerkschaftsbosse in den Parteien, deren Politik sie im Grunde nicht nur in Worten verurteilen, sondern sogar bekämpfen sollten?

Warum wird nicht die Macht, die Kampfkraft und -fähigkeit von über 6.000.000 DGB-Gewerkschaftsmitgliedern in die Waagschale geworfen und der Kampf für einen Kurswechsel am Arbeitsmarkt, für faire Arbeit zu fairen Löhnen, gegen Sozialabbau und gegen die zynische und Menschen verachtende Agenda 2010 auf die Straße getragen? Denn die Straße ist der Ort, an dem diese mehr als berechtigten Forderungen am wirkungsvollsten vertreten und durchgesetzt werden können.

Donnerstag, 21. März 2013

Welttag des Down-Syndroms


In einem früheren Blogeintrag habe ich mich zweifelnd zu Gedenktagen geäußert. Dem Grunde nach stehe ich auch heute noch voll und ganz zu meinen Äußerungen. Eine gewisse Änderung meiner Denkweise hat der heutige Welttag des Down-Syndroms in mir verursacht: Wir haben heute derart viele wichtige und unwichtige Gedenk- und Welttage, dass Welttage wie der heutige auch eine Erinnerungsfunktion haben - uns daran zu erinnern, dass es Menschen und Menschengruppen gibt, deren Schicksal wir immer wieder in unsere Köpfe holen sollten, weil wir in der Informationsflut der heutigen Welt zwangsweise Vieles verdrängen müssen.

Das Jahr hat 365 Tage und der heutige 21. März verzeichnet allein zehn solcher Tage. Doch brauchen wir diese bzw. solche Tage wirklich alle? Oder dient nicht vielmehr manch einer dieser Tage dem politischen und/oder wirtschaftlichen Marketing?

So ist beispielsweise der Antikriegs- bzw. Weltfriedenstag am 1. September ein überragend wichtiger Gedenktag, weil auch heute noch Regierungen in vielen Ländern unserer Mutter Erde Kriege gegen das eigene Volk führen (den Themenkomplex der Sozialkriege will ich hier außen vor lassen). Aber wenn die Katholische Militärseelsorge von Frieden spricht, so kann ich das nur als kaltblütigen Zynismus sehen - Militär hat noch nie in der Weltgeschichte Frieden erreicht, sondern immer nur Unterdrückung und Tote, die meisten davon Zivilisten.

Und einen der schlimmsten Gedenktage der vergangenen zehn Jahre möchte ich nicht unerwähnt lassen: Gestern jährte sich der Krieg der USA und ihrer Verbündeten zum zehnten Male. Es war und ist ein Krieg, der mit Lügen begonnen wurde und der das irakische Volk bis heute nicht hat zur Ruhe kommen lassen. Ein Krieg, den man ruhigen Gewissens als Massenmord in Regierungsauftrag bezeichnen kann. Mörder kommen allein schon für einen Mord lebenslänglich hinter Gittern. Aber die mächtigen Männer in der US-Regierung und ihre Hintermänner aus Banken, Industrie und Wirtschaft, die für diesen Massenmord verantwortlich sind, laufen auch heute noch frei herum.

Samstag, 16. März 2013

Bewerbung als Schöffe


Im Frühjahr 2013 findet die nächste Schöffenwahl für die Amtsperiode vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2018 statt. Da ich die Tätigkeit eines Schöffen für mich als große soziale und persönliche Herausforderung sehe, in die ich meine Lebenserfahrungen einbringen und an der ich weiter wachsen kann, habe ich mich heute bei der Stadtverwaltung Solingen für dieses Amt beworben.

Über das Ergebnis meiner Bewerbung und wie es bei meiner Annahme als Schöffe weiter gehen wird, werde ich hier in meinem Gedankenbuch berichten.

Daumendrücken für meine erfolgreiche Bewerbung als Schöffe sind ausdrücklich erwünscht - und dafür ein Dankeschön vorab.

Eine mutige Jobcenter-Mitarbeiterin


Es ist schon mehr als skandalös und makaber, dass man in unserer Demokratie mutig sein muss, um sich für Menschlichkeit, Achtung und Würde seiner Mitmenschen einzusetzen. Das muss zur Zeit Frau Inge Hannemann vom Jobcenter Hamburg erfahren, die sich sowohl in ihrer Arbeit mit Leistungsberechtigten wie auch auch öffentlich gegen Sanktionen und Ungerechtigkeiten im Hartz IV-System engagiert.

Die gegen-hartz.de-Redaktion hat ein Gespräch mit Frau Inge Hannemann geführt, dessen Lektüre ich jedem demokratisch und menschlich denkenden und handelndem Leser wärmstens empfehlen möchte: "Eine Jobcenter-Mitarbeiterin kämpft gegen Hartz IV"