Spuren im Sand verwehen,
Spuren in der Seele bleiben.




Mittwoch, 25. Januar 2012

Nächtliches Essen auf dem Herd


Vor etwas über einer Stunde stellte ich in meiner Wohnung einen sehr unangenehmen Geruch fest, den ich nicht einordnen konnte. Er kam vom Treppenhaus, denn dort war der Geruch sehr stark. Nach anfänglichem Zögern habe ich die Polizei verständigt. Die Beamten konnten diesen Geruch ebenfalls nicht zuordnen und haben daher die Feuerwehr angefordert.

Die Feuerwehr fand dann heraus, dass im Erdgeschoss die Mieter bereits schliefen, währenddessen ihr Essen immer noch auf dem eingeschalteten Herd stand. Da konnte ich den Geruch wieder zuordnen. Der Beamte versicherte mir, dass ich richtig gehandelt hätte.

Im Augenblick laufen noch die Geräte der Feuerwehr, die die betreffende Wohnung vom stärksten Geruch befreien sollen. Wenn der Geruch schon so unangenehm in meine Wohnung durch die geschlossene Wohnungstüre gedrungen ist, wie muss dann die entsprechende Wohnung wohl stinken.

Trotz der kühlen Nacht habe ich alle Fenster aufgerissen, aber ganz verschwunden ist Geruch immer noch nicht. Ich hoffe, ich werde ruhig schlafen können. Die Feuerwehr wird wohl in einigen Minuten wieder abrücken. Sie packen gerade zusammen.

Die Feuerwehr und die Polizei haben jetzt gerade noch mit mir gesprochen, mir bestätigt, dass ich richtig gehandelt habe und in künftig ruhig sofort Feuerwehr oder Polizei verständigen solle. Und sie haben mich nachdrücklich gebeten, in meiner Wohnung einen oder zwei Rauchmelder anzubringen.

Der Geruch wird noch einige Zeit im Haus hängen bleiben. Aber Hauptsache, es ist wieder alles in Ordnung.

Dienstag, 24. Januar 2012

Der Blick vor die Stirn


Eigentlich müsste ich von dem Blick bis zur Stirn reden. Denn sehr viele Menschen - so meine Erfahrungen - schauen nicht weiter. Sie wollen nicht wissen, was sich wirklich hinter meiner Stirn verbirgt. was ich tatsächlich denke und fühle. Sie hinterfragen nicht, sie kommen nicht von selbst mit Fragen - fast immer warten sie, bis dass ich auf sie zukomme. Auch wenn dieses Halbinteresse mich bei manchen dieser Menschen schmerzt, so kann und will ich ihnen nicht böse sein, auch wenn ich es tief in meiner Seele häufig bin. Und auch mein Selbstschutz spielt dabei eine Rolle. Das zeigt sich auch daran, dass es Kontakte sind, denen Beständigkeit fehlt. Einen Menschen kann ich doch nur kennen lernen, wenn ich regelmäßig und zugewandt mit ihm im Gespräch bleibe. Im Gespräch lassen sich zwar auch viele Gefühle rüber bringen, aber müssen denn Gefühle immer nur ausgesprochen und dürfen sie nicht gelebt werden?

Ich schließe nicht aus, dass das Leben von Gefühlen oftmals wohl nur in innigen und authentischen Freundschaften und Liebesbeziehungen möglich ist. Und auch dort nicht immer, weil ich auch auf mein Gegenüber acht geben will. Vielleicht braucht er/sie mein Einfühlungsvermögen, meine Worte, meinen Trost im Augenblick ja mehr als ich.

Ich würde nicht ausschließen, dass ich zu der aussterbenden Art von Mensch gehöre, die die - auch gelebten - Werte meiner Jugend nicht vermissen wollen: Loyalität, Zuverlässigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit, Warmherzigkeit, Zugewandtheit, Konfliktfähigkeit, Solidarität, positive Beständigkeit, Unbestechlichkeit, Rechtschaffenheit, Vertrauenswürdigkeit.

Ich habe keine Kinder und habe auch nie mit Kindern gearbeitet. Können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken, dass unsere Kinder nicht politisch konservativ werden, aber konservativ in gelebten menschlichen Werten?

Samstag, 21. Januar 2012

Die Naturfilme von Andreas Kieling . . .


. . . sind für mich immer wieder ein besonderer Genuss. Ich schätze seine Fachlichkeit, sein menschliches Wesen, seine ruhige Art des Erläuterns und seine Liebe zu und seine Achtung vor der Natur und all seinen Lebewesen.

Doch mit tausend Worten und mehr kann ich niemanden von Euch dazu anregen, bei Andreas Kieling mal "rein zu schnuppern". Darum möchte ich es der Worte gerne genug sein und Andres Kieling selbst und eine kleine Auswahl seiner Filme sprechen lassen.

Sein Internetauftritt: http://www.andreas-kieling.de/
und ein paar Ausschnitte aus seinen Filmen:
http://www.youtube.com/watch?v=vpFSHLXT9tQ
http://www.youtube.com/watch?v=3TMzn-3FZHA
http://www.youtube.com/watch?v=T0EzTDEnWWE&feature=related

Viel Freude beim Ansehen - und vielleicht kann ich ja den ein oder die andere neue Anhängerin von Andreas Kieling gewinnen.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Eine Anregung für Erwerbslosen-Gruppen


Diese Protestaktion der Angestellten und Moderatoren des Österreichischen Staatsfernsehens in einem öffentlichen Youtube-Video ist eine weitere begrüßenswerte Protestform im Zeitalter des Internet, der ich an dieser Stelle erstmalig begegnet bin - eine Protestform, die Schule machen sollte.

Als Anregung möchte ich sie an die vielen Gruppen in unserem Land weiter geben, die sich den Kampf gegen die Menschen verachtenden und zynischen Hartz-Gesetze auf die Fahne geschrieben haben. Ich glaube zwar kaum, dass eine dieser Gruppen oder Macher(innen) in diesen Gruppen mein Blog lesen, aber vielleicht erreicht sie meine Anregung doch auf dem ein oder anderen Weg.

* weitere Ausführungen siehe auch hier

Montag, 16. Januar 2012

Gefühl und Verstand


Wenn ich alle meine Lebenserfahrungen, meine Kenntnisse, mein Wissen und meine sozialen Fähigkeiten, die ich im Laufe meines Lebens gewonnen habe und gewinnen durfte, und die verhältnismäßig klar in meinem Kopf sind, auch gefühlsmäßig umsetzen - sprich: leben - könnte, dann wäre ich ein zufriedener und in mir ruhender Mensch mit jeder Menge aufbauender Energien. Und von diesen Energien könnte ich für lange Zeit mir lieben und von mir geachteten und geschätzten Menschen abgeben und mich darüber freuen, dass ich diesen Menschen ein großes Geschenk machen kann. Zudem wäre dieser Energievorrat so umfangreich, dass auch ich lange Zeit davon zehren könnte, ohne von anderen Menschen neue Energien geschenkt zu bekommen.

Samstag, 14. Januar 2012

Süße Früchte


"Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere" - dieses Kinderlied (vor allem der Refrain) liegen mir schon seit Stunden als Ohrwurm in meinen Ohren und auf meiner Zunge. Und weil ich dieses Lied locker, flockig und entspannt finde. möchte ich es gerne mit Euch teilen.

Ein zorniger und autenthischer Mensch


Georg Schramm ist für mich einer der großen Kabarettisten unserer Zeit: Er spricht aus, was er denkt und fühlt. Und in allem ist er absolut authentisch. Er ist ein hervorragender Beobachter, ein scharfsinniger Denker, ein zorniger und leidenschaftlicher Mann, dem ich nicht nur diese Gefühle glaube. Er ist es für mich immer wieder wert, in meinem Gedankenbuch erwähnt zu werden. Aus diesem Grunde möchte ich mit den folgenden Links Georg Schramm meine Anerkennung zollen und Menschen auf ihn aufmerksam machen, die ihn noch nicht kennen.

http://www.youtube.com/watch?v=qtFJfOTAfOM
http://www.youtube.com/watch?v=c1WIJQOaMsI
http://www.youtube.com/watch?v=MVRauiWsfB0
dazu: http://www.youtube.com/watch?v=f6dxXP5D3VE&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=xzXqlncOvJM

Donnerstag, 12. Januar 2012

Winter-Blues


Der November des vergangenen Jahres war ein Monat nach meinem Geschmack, auch wenn er letztlich zu trocken war. Die viele Sonne hat nicht nur meinen Geist aufgehellt, sondern vor allem auch meine Seele. Zur Zeit fühle ich mich wie in einer Höhle, in der es von der Decke tropft und die Sicht auch nicht gerade vom Feinsten ist. Und da ich ohnehin Probleme damit habe, wenn mir meine Bewegungsfreiheit genommen wird - im übertragenen Sinne wird sie mir derzeit genommen -, komme ich gar nicht so recht "zu Potte". Ich kann es kaum abwarten, dass die Tage wieder länger hell bleiben (aber bitte so, dass ich es auch sehen kann), es trockener wird und die Sonne mir die Seele wieder häufiger erhellt und wärmt.

Eigentlich würde ich jetzt auch gerne mit einem Live-Lied von Konstantin Wecker abschließen, in dem er den Blues besingt. Aber ich finde es weder in meinem Blog wieder (ich bin sicher, ich hatte es mal hier eingestellt) noch auf YouTube. Möglicherweise kann mir eine(r) von Euch auf die Sprünge helfen.

In diesem Sinne: Verziehen wir uns in einen kurzen Winterschlaf und verpassen nicht die zurück kehrende Sonne. Sie hat uns bestimmt nicht vergessen.

Samstag, 31. Dezember 2011

Ein zerrissenes Jahr


Mein Jahr 2011 begann mit einer großen Enttäuschung. Und es endete mit einer großen Enttäuschung. Dazwischen gab es viele zwischenmenschliche Enttäuschungen. Es gab auch schöne Erlebnisse und angenehme Menschen; jedoch nur hin und wieder, es fehlte und fehlt die Beständigkeit und die Sicherheit zu Menschen, auf die ich mich verlassen kann. Ich fühle mich schon seit langem wie ein Arzt, der seine Praxis in jeder Hinsicht alleine führen und am Laufen halten muss. Ich habe Helferinnen und Helfer, die jedoch aus meiner Sicht und meinen Erfahrungen für mich da sind. Aber nur, wenn sie gerade Zeit für mich haben.

Zeit meines Lebens bin ich ein Steh-auf-Männchen, nicht unter zu kriegen und unkaputtbar. Das wird auch so weiter gehen, und ich hoffe, bis zu meinem Tod. Doch wäre ich eine Maschine, würde ich sofort (und nicht erst am Neujahrstag) den Knopf Innere, äußere Ruhe und ganz viele liebe Menschen (ein echter lieber und loyaler Mensch würde schon reichen) bis ans Lebensende drücken.

Ich wünsche in erster Linie mir - da bin ich ganz egoistisch - und allen Menschen mit einer tief empfindenden Seele inneren und äußeren Frieden, eine stabile körperlich-seelische-geistige und soziale Gesundheit, den noch Arbeitenden eine langfristige Stelle, Glück, Zufriedenheit und Zeit für sich und andere.

- Weitere Kommentare findest Du hier.

Freitag, 30. Dezember 2011

Wünsche, die bleiben


Diesen Eintrag habe ich bereits vor ziemlich genau zwei Jahren geschrieben. Diese Wünsche - und ich könnte diese Liste erweitern - sind für mich auch noch heute von sehr großer Bedeutung. Aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle diesen Eintrag nochmals verlinken, obwohl das ansonsten nicht mein Ding ist.

Ich drücke Euch die Daumen, dass auch Euch Eure ganz persönlichen Wünsche im neuen Jahr zumindest ein Stück weiter begleiten als sie es bisher tun.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Mein sehnlichster Traum für 2012


Wenn auch nur ein Teil dieses Traumes in Erfüllung ginge, würde ich mich sehr freuen und ruhiger leben können. Diesen Traum vom Frieden träume ich nicht nur im gesamtgesellschaftlichen Rahmen, sondern vor allem im zwischenmenschlichen.

Hannes Wader "Traum vom Frieden"

Montag, 19. Dezember 2011

Mein Glaube


Als Kind glaubte ich so an (den) Gott (der Kirche), dass ich Messdiener war. In dieser Zeit wuchs in mir der Wunsch, später Priester zu werden. Priester war mir aber zu wenig und so wollte ich Bischof werden. Dass ich erst Priester werden müsse, bevor ich Bischof werde, wollte mein kindlicher Kopf nicht begreifen. Und so antwortete ich mit dem Satz: "Dann werde ich eben Priesterbischof." Eine kindliche Denkweise, nach der ich mich heute manches Mal zurück sehne.

Dann kam für mich eine Zeit, in der ich viel unter Rheuma gelitten habe. In dieser Zeit habe ich viel um Heilung gebetet und Gott hat mir nicht beigestanden. Letztlich habe ich mich mit eigenem Denken und selbstverantwortlichem Handeln selbst geheilt. Das hat mir dann gezeigt, dass ich mich auf Gott nicht verlassen kann und dass ich meine Gesundheit (nicht nur die körperliche) selbst in Hand nehmen muss. In dieser Zeit meines Rheumas - um Nachhinein denke ich, es waren nur Wachstumsstörungen - habe ich mich unbewusst darin geschult, einen feinfühligen Kontakt zu meinem Körper aufzubauen und in der weiteren Folge dann auch zu meinem Geist und meinem Körper - also zu mir als einzigartigem Menschen.

Mit vierzehn Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten. Meine Mutter reagierte einzig und allein mit der Bemerkung: "Wo wir dich doch so christlich erzogen haben!". Schluss, aus und vorbei - über dieses Thema wurde nie wieder gesprochen. Kommunikation im Sinne von geistigem Austausch hat es in unserer Familie nie gegeben - vielleicht waren meine Eltern von ihrer Sozialisation und ihren Kriegserlebnissen dazu gar nicht in der Lage. Über ihre persönlichen Geschichten habe ich trotz mehrerer Nachfragen nie etwas erfahren. Irgendwann habe ich es dann aufgegeben.

Ob ich heute glaube? Ich denke ja. Aber nach wie vor nicht an den Gott, der von der Kirche gepredigt wird. Beim Betrachten und Genießen der vielfältigen Erscheinungen der Natur stehe ich oft vor der Frage "Woher kommt das alles? Welche Kräfte stehen dahinter? Nach welchen Regeln lebt, stirbt und gebärt die Natur?". Ich weiß es nicht, ich staune, genieße und freue mich an den Wundern der Natur. Mein persönliche Glaube ist vielschichtig: Manchmal glaube ich an mich selbst, wenn ich gut drauf bin und mich stark fühle. Manchmal glaube ich an die Wunder der Natur. Manchmal glaube ich an liebens- und achtenswerte Menschen. Manchmal glaube ich an die Vögel, die mir schöne Lieder singen. Manchmal glaube ich an den Regen, der auf meine Fenster plätschert. Manchmal . . .

Freitag, 16. Dezember 2011

Der Jahreswechsel


Das Jahr hat kaum begonnen und ist auch schon wieder fast zu Ende. Manchmal möchte ich die Zeit nicht nur anhalten, sondern auch ein Stück zurück drehen und so manch einen Lebensabschnitt anders leben. Doch das ist eine Utopie. Und das ist auch gut so.

Ich wünsche Euch friedliche, ruhige und besinnliche Weihnachtstage im Kreise lieber Menschen und einen wunderbaren Übergang in das neue Jahr 2012.

Für das neue Jahr wünsche ich Euch Frieden, Zufriedenheit, Glück, Gesundheit, Zuversicht, Herzenswärme, loyale Freundinnen und Freunde, Lebenskraft und Lebensfreude.

Einigen von Euch habe ich in den letzten Jahren zum Jahreswechsel meine Wünsche mit der guten alten Schneckenpost zukommen lassen. Leider ist mir das aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht möglich. Dafür bitte ich Euch um Verständnis.