Spuren im Sand verwehen,
Spuren in der Seele bleiben.




Montag, 28. Juni 2010

Der Vulkan Tavurvur lebt


Der Vulkan Tavurvur ist eine der aktivsten - wenn nicht gar der aktivste - Vulkan unserer Mutter Erde. Zuletzt brach er am 07. Oktober 2006 aus und schleuderte seine Aschewolke bis zu 18 km hoch in die Stratosphäre. Seitdem ist er ununterbrochen aktiv.

Die Fotografin und Abenteurerin Ulla Lohmann besucht den Tavurvur und seine Menschen regelmäßig seit 2001. Ihr Besuche hält sie in faszinierenden Bildern fest.

Eine ganz kleine Auswahl ihrer beeindruckenden Bilder und ein Interview mit ihr werden auf dieser Seite angeboten.

Sonntag, 27. Juni 2010

Ein Tag im Mittelalter


Einige Stunden im Mittelalter leben. Das konnten wir heute bei wunderbarstem mittelalterlichem Sommerwetter auf Schloss Hülchrath. Bei absolut gelöster und entspannter Stimmung haben wir die Atmosphäre auf uns wirken lassen und viele Gespräche mit unseren "Vorfahren" geführt.

Vor allem hat mich die Handwerkskunst fasziniert. Diese Menschen verfügen noch über handwerkliche Fähigkeiten, die heute schon so gut wie ausgestorben sind. Und ihre Waren liegen in der Qualität wesentlich höher als sehr viele maschinell oder auch manuell gefertigte Erzeugnisse aus Billiglohnländern, die in unseren Läden und Warenhausketten feil geboten werden zu wesentlich höheren Preisen als auf dem Mittelaltermarkt.

Umzüge, Vorführungen und Einführungen in die verschiedenen Handwerkskünste vervollständigten das Programm ebenso wie Möglichkeit, selbst Einiges auszuprobieren wie Axtwerfen, Bogenschießen und anderes mehr.

Und es gibt noch einige optische Eindrücke in dieser Bildergalerie.

Dienstag, 22. Juni 2010

Das Kind beim Namen nennen


In seiner Festrede beim Prix Pantheon 2010 hat Georg Schramm mit sehr viel sprachlichem Geschick und sprachlicher wie inhaltlicher Begeisterung und Überzeugung die Übeltäter und Übeltäterinnen unserer Zeit beim Namen genannt. Ein gedanklicher Hörgenuss für alle Menschen, die sich ihr soziales Gewissen und ihre Denkfähigkeit erhalten haben und weiterhin erhalten wollen:

Georg Schramm - Teil 1/2
Georg Schramm - Teil 2/2

Ebenso sprachlich hervorragend und ein Genuss ist die Lobrede für Georg Schramm von Piet Klocke - dem Meister der unvollendeten Sätze.

Frei von Gedanken

Denke ich zu viel? Vor kurzem schrieb mir eine Frau nach dem Lesen meines Gedankenbuches, ich käme vor lauter Denken gar nicht zum Leben. Meine Nachfrage, woran sie das festmache, blieb (bisher?) unbeantwortet. Die Antwort würde mich schon sehr interessieren, um eine neue Sichtweise kennen zu lernen.

Zu viel denke ich bestimmt nicht; vielmehr ist es manchmal so, dass sich meine Gedanken im Kreis drehen und ich Mühe habe, diesen Kreis zu durchbrechen. Das liegt nicht nur daran, dass mir der entsprechende Austausch fehlt, sondern auch an manchen Wiederholungen, die zu durchbrechen mir schwer fällt.

Ein denkender Mensch war ich schon immer. In gewisser Weise bin ich denksüchtig so wie andere Menschen arbeitssüchtig sind. Und Denken macht mir viel Spaß, weil ich an Vielem interessiert bin, Vieles beobachte, wahrnehme und darüber nachdenke oder mir so meine Gedanken mache.

Und es wäre ein Irrtum zu glauben, ich käme vor lauter Denken nicht zum Leben, weil
  • Denken Leben ist,
  • Leben mehr ist als Unternehmungen,
  • Sport zwar entspannt, aber auch Denken erfordert,
  • sich in der Natur bewegen alle meine Sinne und mein Denken anregt und bewegt,
  • kulturelle Ereignisse ohne Denken nur Zeitverschwendung sind.
Was mir sicherlich fehlt, ist ein gewisses Gleichmaß zwischen körperlicher, seelischer und geistiger Bewegung.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Der letzte Leser meines Gedankenbuchs


Mit diesem Bekenntnis mache ich mich wohl zum letzten Leser meines Gedankenbuchs (schluchz-schluchz):

Ich bin kein Fußball-Fan!
Ich bin froh, wenn die WM vorbei ist, weil ich
dann keine Lärmbelästigungen durch Tröten, Vuvuzelas
und hupende Autofahrer mehr ertragen muss!

Eine Anmerkung zu den hupsüchtigen Autofahrern:

Hupkonzerte durch aufmerksamkeitsbedürftige Hochzeitspaare und ihre Fans sind mir ebenso zuwider. Wobei ich mich bei solchen Hochzeitspaaren frage, ob sie auch ihre Scheidung derart öffentlichkeitswirksam zur Schau stellen oder ob sie diesen Mut nicht haben. Wahrscheinlich das letztere - ansonsten würde man ja öffentlich das Scheitern der Ehe bekunden (und was wäre so schlimm daran?).

Samstag, 5. Juni 2010

Datenschutz: Bundesregierung schlimmer als Google


Das Misstrauen gegen die Datenkrake Google ist sicherlich berechtigt. Doch ist es auch ein Ablenkungsmanöver gegen die zahlreichen Datenschutzskandale und -verbrechen hier in Deutschland. Ich erinnere stellvertretend an die Telekom, die Bahn, den Handel mit Konto-und Adressdaten, die Steuer-ID und Elena. Bei all diesen Skandalen geht es nicht um das Sammeln von Daten zwecks Verarbeitung zu Werbezwecken, sondern hier wird massiv und vorsätzlich in die Persönlichkeitsrechte von Menschen und deren Privatsphären zugunsten egoistischer Unternehmerinteressen eingegriffen - dagegen ist Google StreetView ein harmloses Sandkastenspiel.

Ein Bekannter schrieb mir zu dieser Thematik:

Über Google mache ich mir zur Zeit die wenigsten Sorgen, mich interessieren zukünftig mehr die (staatlichen) Gewaltsmonopol-Träger und die Firmen, die völlig unbekannt das Web crawlen und mit der entsprechenden Software die Analysen durchführen, vor denen viele Angst haben und diese Informationen wirklich verkaufen etc.
Die hat nämlich überhaupt keiner auf dem Radar . . .

Da bekämpft die Bundesregierung derzeit Google StreetView und bereitet zugleich ein Gesetz vor, das Arbeitgebern erlaubt, Bewerber und Mitarbeiter mit Hilfe "sozialer" Netzwerke, Scannen der Emails, dem Abgleichen von Konten und dem Durchkämmen von Mitarbeiterdaten auszuspionieren.

Das ist ein weiterer Schritt des Bündnisses "Politik arbeitet für Wirtschaft" im gemeinsamen Abbau von Menschenrechten und sozialen Mindeststandards. Und es geht kein Aufschrei durchs Land ("Es war ja schon immer so", "Was sollen wir denn schon machen?") und kein Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) mobilisiert gegen den nicht einmal mehr schleichenden, sondern offen sichtbaren und spürbaren Abbau von Menschenrechten und Menschenwürde.

Donnerstag, 3. Juni 2010

WDR-Inhalte werden gelöscht


In meinen Gedankenbuch-Einträgen verwende ich gerne Inhalte des Westdeutschen Rundfunks (WDR) als Quellen und Belege, die ich dann als Link einfüge. Das wird künftig in dieser Form nicht mehr möglich sein, weil der WDR (und die anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten) ab diesen Monat 80 bis 90 Prozent seiner Internet-Inhalte löschen muss. Hintergrund dieser kosten- und personalaufwändigen Maßnahme ist der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, mit dem die privaten Medien erfolgreich die seriöse Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien zugunsten ihrer überwiegend einseitigen Berichterstattung zurück drängen konnten. Und das wieder einmal - wie bei den Privatisierungen von Gemeineigentum üblich - mit Hilfe der Politiker, die vom Volk gewählt wurden und dennoch nicht im Auftrages dieses ihres Volkes arbeiten und entscheiden.

Für meine Einträge bedeutet das, dass ich WDR-Beiträge nicht mehr als aktuellen Link einbinden kann (in dem die beinhaltenden Links ebenfalls angeklickt werden können), sondern nur noch als Bild (Aktualität identisch mit dem Datum des entsprechenden Eintrags).

Mittwoch, 2. Juni 2010

Solingen unter Öl


Wenn BP sein Öl vor meiner Haustüre ausgekippt hätte, dann wäre ich schon im Öl ertrunken, genauso meine Nachbarn, viele Holländer und auch die Eifel wäre nur noch eine Schlammwüste. Und nicht nur die Menschen in diesem Gebiet wären tot oder schwer verletzt, auch die Natur wäre über sehr viele Jahrzehnte zerstört.

Und genau wie in den USA würden auch hier die Steuerzahler - das sind in der Regel wir einfachen Menschen - die Schäden in jeglicher Hinsicht bezahlen müssen. Denn auch hier herrschen die Mächtigen aus Industrie und Wirtschaft und die Politiker lassen sich in voraus eilendem Gehorsam zu deren Bütteln machen.