Anerkennung möchte ich auch aussprechen für das Fahrpersonal, das sich aktiv für Fahrgäste einsetzt, die sich von anderen Fahrgästen belästigt fühlen. Als lobenswertes Vorbild ist mir in diesem Zusammenhang ein Fahrer in Erinnerung, der Alkohol trinkende Fahrgäste aufgefordert hat, sofort den Alkoholkomsum zu beenden, ansonsten "dürften" sie an der nächsten Haltestelle aussteigen. Vorangegangen war meine Aufforderung an diese Fahrgäste, während ihres Alkoholkomsums die Flaschen zu schließen, weil es schon im ganzen Bus abartig nach Alkohol stank.
Dienstag, 29. September 2009
Lob für das Fahrpersonal der Solinger Stadtwerke
Anerkennung möchte ich auch aussprechen für das Fahrpersonal, das sich aktiv für Fahrgäste einsetzt, die sich von anderen Fahrgästen belästigt fühlen. Als lobenswertes Vorbild ist mir in diesem Zusammenhang ein Fahrer in Erinnerung, der Alkohol trinkende Fahrgäste aufgefordert hat, sofort den Alkoholkomsum zu beenden, ansonsten "dürften" sie an der nächsten Haltestelle aussteigen. Vorangegangen war meine Aufforderung an diese Fahrgäste, während ihres Alkoholkomsums die Flaschen zu schließen, weil es schon im ganzen Bus abartig nach Alkohol stank.
Samstag, 26. September 2009
Wie viel Schmerz kann Freundschaft ertragen?
Das ist leichter gesagt als getan, aber durchaus möglich. Nun gibt es in der Entwicklung einer Freundschaft Zeiten, in denen die gemeinsamen Grundlagen leicht gepflegt werden können. Es gibt aber auch Zeiten, in denen diese Pflege höchst schwierig werden kann aus den unterschiedlichsten Gründen. Und solche Gründe können Entwicklungen oder Ereignisse sein, die tief unter die Haut gehen und verletzen, weil man den Freund / die Freundin mag und nicht verlieren will. Und auch wenn Verlust gar nicht zur Debatte steht, so können diese Entwicklungen oder Ereignisse dennoch verletzen. Und in meinem Leben habe ich solche Verletzungen schon mehr als einmal über- oder auch durchstanden - so genau kann ich das nicht unterscheiden, wahrscheinlich war es immer eine Mischung.
Wie kann man mit solchen Verletzungen umgehen? Ein Patentrezept oder eine Patentlösung gibt es dafür nicht, weil es so viele Möglichkeiten gibt wie es Menschen gibt. Ein- und dasselbe Gefühl nimmt jeder Mensch aus seinen ureigenen persönlichen Erfahrungen wahr.
Ganz wichtig für mich ist die Fähigkeit, dem Anderen auch dann noch echter Freund zu sein, wenn seine bzw. ihre Entscheidung nicht in das eigene Lebens-, Gefühls- und Wunschbild passt - in meinen Augen eine unabdingbare Voraussetzung für die Pflege und Stabilisierung der Freundschaft. Nicht nur über die Freuden in einer Freundschaft sollte man sich in allen Möglichkeiten der Kommunikation austauschen, sondern gerade auch über die Schmerzen. Auch wenn wir uns sehr intensiv und in vielen Facetten kennen (so zumindest meine Erfahrungen), so kennen wir nicht alle Facetten in unseren Mitmenschen - ganz zu schweigen davon, dass ich mich oftmals in meinen eigenen Facetten nicht auskenne.
Meinem geachteten und geschätzten Mitmenschen meinen Schmerz mitzuteilen, befreit mich nicht von diesem Schmerz, aber es erleichtert ihn. Und es ist eine sehr schöne Erfahrung, auch in meinem Schmerz als liebenswerter Mensch angenommen zu werden. Nur muss ich für mich einen Weg finden, diesen Weg "in meinem stillen Kämmerlein" so zu verarbeiten, dass ich die Kraft des Schmerzes umwandeln kann in noch mehr Kraft für die Freundschaft.
Vor vielen Jahren hat mich mal ein Mensch gefragt: "Sag mal, fällt Dir nach so vielen Trennungen nicht jede Trennung leichter?" Mit einem verdutzten Gesicht habe ich diese Frage verneint. An Schmerzen kann ich mich nicht gewöhnen, zumal wenn es seelische Schmerzen sind. Ich kann und versuche nur jedes Mal aufs Neue, den Schmerz anzunehmen und aus ihm neue Kraft zu schöpfen. Und das ist immer wieder eine neue Herausforderung, die ich bisher - und auf die Zukunft gesehen bin ich da sehr zuversichtlich - immer wieder in der ein oder anderen Form gemeistert habe. Die "Ergebnisse" entsprachen zwar nicht immer meinen Wünschen, haben aber dennoch meinen positiven Energiehaushalt bereichert.
Mittwoch, 23. September 2009
Meine größten Ängste
Ich habe keine Angst vor dem körperlichen Terror;
doch ich habe Angst vor Sozialabbau und Hartz IV.
Ich habe keine Angst vor dem Alleinsein unter Menschen;
doch ich habe Angst vor innerer Leere und Einsamkeit.
Ich habe keine Angst davor, von einem Zug oder Auto überfahren zu werden;
doch ich habe Angst davor, menschlich unter die Räder zu kommen.
Ich habe keine Angst vor Eis, Frost und sehr kalten Wintern;
doch ich habe Angst vor menschlichem und sozialem Eis und Frost.
Ich habe keine Angst vor körperlicher Gewalt;
doch ich habe Angst vor Gewalt an meinen Gefühlen.
Ich habe keine Angst davor, Verantwortung zu übernehmen;
doch ich habe Angst vor Menschen, die mir nicht antworten.
Ich habe keine Angst vor weiterer Arbeitslosigkeit;
doch ich habe Angst vor weiteren Ausgrenzungen.
Ich habe keine Angst vor den Herausforderungen meines Lebens;
doch ich habe Angst vor Fremdbestimmung, Zwang und Willkür.
Ich habe keine Angst vor tiefen und ehrlichen Gefühlen;
doch ich habe Angst, mit meinen Gefühlen an die Wand gefahren zu werden.
Ich habe keine Angst vor Enttäuschungen;
doch ich habe Angst, vorsätzlich ent- und getäuscht zu werden.
Ich habe keine Angst zu suchen;
doch ich habe Angst, nichts – außer Leere – zu finden.
Ich habe keine Angst vor der Angst;
doch manches Mal habe ich Angst, meine Angst anzunehmen
und ihr in die Augen zu schauen.
Dienstag, 22. September 2009
Mein Lieblingsessen
In einem Interview hat der als Liedermacher, Musiker, Autor, Produzent und Komponist und Sänger von Kinderliedern bekannte Rolf Zuckowski auf die Frage nach seinem Lieblingsessen unter anderem geantwortet:
Wer nur eines hat, ist doch arm dran (wer nicht satt wird, noch viel ärmer).
Quelle: Lebenshilfe-Journal, Zeitung der Lebenshilfe Solingen, Ausgabe 3/2009, Seite 2)
Montag, 21. September 2009
Alphabetisierung der Gefühle
Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir – kaum eine Aussage ist so inhaltsleer wie diese. Ich kenne kaum einen Menschen, der in der Schule etwas fürs Leben – für den tagtäglichen Alltag und oftmals Überlebenskampf – gelernt hat. Und warum wird Lernen mit der Schule verbunden? Lernen wir nicht schon mit dem Augenblick der Geburt?
Darum finde ich es äußerst wichtig, Grundlagen für ein zwischenmenschlich möglichst konfliktfreies und konfliktfähiges Miteinander zu schaffen. Dazu gehören, dass man bereits bei kleinen Jungen und Mädchen wie bei deren Eltern für eine Alphabetisierung der Gefühle sorgt. Dabei lernen die Jungen und Mädchen schon im Kindergarten, Gesichtsausdrücke, Gesten, Mimik, Gemütszustände zu lesen und in Worte zu fassen. In Gruppen beobachten sie die Körpersprache von Babys und erfahren, wie ungemein wichtig Zuneigung, Zärtlichkeit und Wertschätzung für die Reifung eines Menschen sind. So sinkt dramatisch der Grad an Aggressivität bei den Kindern. Eine solche Früherziehung – wäre sie dann flächendeckend – könnte im Laufe der Zeit die Haftanstalten entvölkern.
In Kanada, Neuseeland und den USA laufen bereits solche Maßnahmen unter dem Namen Roots of Empathy sehr erfolgreich. Und da geht unsere Industriekanzlerin Angela Merkel hin und fordert mehr Polizei gegen Jugendgewalt. Auf den Gedanken, mehr Polizei gegen soziale Gewalt wie Hartz IV, Rentenabbau, Privatisierung des Gesundheitswesens, Abbau von Arbeitnehmerrechten & Co. zu fordern, kommt Frau Merkel erst gar nicht, weil einer der ersten Schritte in diese Richtung ihre eigene Verhaftung und eine Klage u.a. wegen Veruntreuung von Steuergeldern zur konsequenten Folge hätte.
Weder der Ruf nach Härte noch harte Strafen führen zum Erfolg, das beweisen schon allein unsere übervollen Haftanstalten. Wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist, ist es nicht nur schwierig, es wieder aus dem Brunnen zu ziehen (wobei es sich weitere Verletzungen zuziehen kann), sondern nicht minder schwierig, es ohne Folgen wieder gesunden zu lassen. Wir dürfen nicht warten, bis dass der Fall in den Brunnen eintritt, sondern müssen weit im Vorfeld dafür sorgen, dass es gar nicht erst so weit kommt.
Noch ein anderes Vorbild möchte ich abschließend erwähnen: das skandinavische Jugendhilfe- und –strafrecht, wo man auf therapeutische Maßnahmen setzt, die den Jugendlichen die Chance bietet, ihren Reifeprozess systematisch wieder aufzunehmen und zu entwickeln.
Freitag, 18. September 2009
Der Einzelne, seine Umwelt und unsere Mutter Erde
Ich fordere Offenheit - bin ich immer offen?
Ich fordere Ehrlichkeit - bin ich immer ehrlich?
Ich fordere Demut - bin ich immer demütig?
Ich fordere Zivilcourage - bin ich immer zivilcouragiert?
Ich fordere Frieden - bin ich immer friedlich?
Ich fordere Authentizität - bin ich immer authentisch?
Ich fordere Vertrauenswürdigkeit - bin ich immer vertrauenswürdig?
Ich fordere Wehrhaftigkeit - bin ich immer wehrhaft?
Ich fordere Solidarität - bin ich immer solidarisch?
Ich fordere Konfliktbereitschaft - bin ich immer konfliktbereit?
Ich fordere Wahrhaftigkeit - bin ich immer wahrhaft?
Ich fordere Loyalität - bin ich immer loyal?
Anspruch und Wirklichkeit - Kopf und Bauch
Berechtigte Ansprüche - berechtigte Ziele
menschlich und sozial lohnenswerte Ziele - viele lohnenswerte Wege
Donnerstag, 17. September 2009
Entscheidungen fürs Leben
- Da ist der an Leukämie erkrankte Mann, für den sich ein Knochenmarkspender fand. Und als er das Schlimmste überstanden hatte, wurde er plötzlich blind. Über 160.000 blinde und mehr als eine halbe Million hochgradig sehbehindete Menschen in Deutschland meistern ihren Alltag. Und dieser Mensch geht gelassen an sein Schicksal: "Und jetzt ist es einer mehr" und sein Leitspruch wird "Nutze die Nacht".
- Da gibt es die Mutter, die lange auf ihren Sohn gewartet hat, der als Obdachloser durch die Welt geirrt ist. Bis dass ein Brief aus Stuttgart kam, dass ihr Sohn dort in einer kalten Nacht erfroren sei. Sie trauert ihm nach, aber die Angst ist jetzt weg.
- Und da ist auch der zähe Kämpfer, den die Ärzte schon dreimal aufgegeben hatten und den drei Lebertransplantationen vor dem Tod bewahrt haben. Die letzte Operation dauerte mit Unterbrechungen drei Tage. Es gab innere Blutungen und er bekam mehr als 130 Blutkonserven. Es stand lange nicht gut um diesen Mann - und nichtsdestotrotz entschied er sich auch dieses Mal wieder fürs Leben.
- Auf dem Weg von einer Baustelle zur nächsten kollidiert er unverschuldet mit einem Audi, der ihm mit 100 Stundenkilometer frontal ins Auto fährt. Er weigert sich, sich ein Bein amputieren zu lassen. 26 Operationen und von den Behörden als Sozialschmarotzer abgestempelt - ohne seine Freundin, die ihn auch mit den kaputten Beinen mag, hätte er es nicht geschafft.
- Er war mehr als zehn Jahre schwer Heroin abhängig. Und als er ganz unten war, hat er sich zurück gekämpft in ein Leben ohne Drogen. Heute kämpft er als Suchthelfer gegen diesen Wahnsinn.
- Der schwerstbehinderte Mann und die schwerstbehinderte Frau, die sich in einem Heim kennen und lieben gelernt haben, das für sie Endstation sein sollte. Sie wollten ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen; doch die Heimleitung stellte sich quer. Doch sie haben nicht aufgegeben und Erfolg gehabt. Heute leben sie mit Unterstützung des Projekts "Insel" ein weitgehend eigenständiges Leben in einer behindertengerecht ausgebauten Wohnung. Als nächstes wollen sie gemeinsam einen längeren Urlaub machen.
- Krebs im Endstadium, die Ärzte schicken ihn wieder nach Hause. Doch der Unbeugsame macht sich auf seine letzte Reise zu sich selbst. Auf einer mehr als zehnmonatigen Reise in seine Vergangenheit durchwandert er 3.350Kilometer. Er hat darüber ein Buch geschrieben. Es erscheint am selben Tag, als er dem Krebs erliegt.
Wer noch über seinen egoistischen Tellerrand schauen kann und die Zeit und Lust zum Lesen hat, dem möchte ich dieses Buch sehr gerne empfehlen. Es hat den Titel "Und plötzlich ist alles ganz anders. Ungerade Lebensläufe" und ist erschienen 2009 im Verlag Klöpfer und Meyer, Tübingen.
Mittwoch, 16. September 2009
Bundestagswahl
Und es sind Hunderttausende, die tagaus, tagein ihrer Arbeit nachgehen und nach einer harten Arbeitswoche doch noch aufs Amt müssen und Hilfe nach Hartz IV beantragen.
Jedoch kein Wort davon, dass die Gewerkschaft diese antisoziale Politik mit zu verantworten haben und bis heute unfähig und zu feige sind, zu dieser Verantwortung aktiv zu stehen. Sein Aufruf an alle ver.di-Mitglieder:
Geben wir unsere Stimme . . . für eine Politik, der die Zukunft der Menschen in unserem Land mehr gilt als die seelenlose Freiheit des Marktes.
Gut gebrüllt, Herr (Kollege) Bsirske! Welche Parteien meinen Sie denn nun?
Die Grünen, die schon lange zu einer Partei des Sozialabbaus mutiert sind und die auch nach der Wahl weiterhin aktiv im Dienst der unbegrenzten Freiheit des Marktes stehen und den Sozialabbau weiter vorantreiben werden?
Oder meinen Sie gar die SPD - die eigentliche Heimat vieler Gewerkschaftsfunktionäre und -führer, die sich lieber Posten und Pfründe in der Partei sichern, deren Politik sie als echte Gewerkschafter aufs Heftigste bekämpfen müssten!?! Die SPD ist in einer heimlichen Großen Koalition mit der CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP aktiv an der Zerschlagung unseres Sozialstaates beteiligt - und diese Große Koalition wird ihre Arbeit im Auftrag der Wirtschafts- und Industriebosse auch nach der Wahl "engagiert" fortsetzen.
"Jede Stimme zählt" - das mag ja durchaus richtig sein. Ein Schuh wird aber erst daraus, wenn auch jede Stimme sich nach der Wahl lautstark - in welcher Form auch immer - beständig zu Wort meldet. "Einen Finger kann man brechen, fünf Finger ergeben eine Faust. Eine Faust ist nicht zu brechen!" Melden wir uns immer wieder und sehr lautstark zu Wort, damit die einzelne Stimme - der einzelne Mensch - nicht in der grauen Masse untergeht!
Montag, 14. September 2009
Humor
Erklärt wird dieser Begriff als die "richtige Mischung der Körpersäfte, die zu einer guten Stimmung verhilft". Das hat nichts damit zu tun, schlechte Gefühle, Ängste, Niedergeschlagenheit und Ärger mit Lachen zu übergehen. Vielmehr müssen diese Gefühle nach meiner Sichtweise und meinen Erfahrungen ebenfalls ge- und erlebt werden. Ohne schlechte Gefühle sind gute Gefühle nicht möglich. Wenn ich den kalten Winter nicht kenne, kann ich den warmen Sommer nicht wahrnehmen, weil ich ihn dann gar nicht kenne. Und wenn ich keine geweinten Tränen kenne, kenne ich auch nicht die befreiende Wirkung des authentischen Lachens - des natürlichen Lachens aus dem Bauch heraus.
Humor ist für das menschliche Leben das, was Humus für unsere Böden ist. Humor kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Feuchtigkeit und Saft. Es ist eine gedanklich-gefühlsmäßige Grundlage, die wir uns durch bewusstes Leben aneignen oder (sofern man ihn mit der Muttermilch aufgesogen hat) täglich pflegen müssen. Menschen mit authentischem Humor sind "Steh-auf-Menschen", die gelernt haben und imstande sind, auch Krisen so für sich zu verarbeiten, dass ihr Leben konstruktiv und kreativ weiter geht und nach wie vor Sinn macht und Freude bereitet.
Optimismus würde ich als den Bruder von Humor bezeichnen, weil beide einander bedingen und sich ergänzen.
Dienstag, 8. September 2009
Hartz IV verletzt ganz klar die Menschenwürde
Als vom täglichen Leben großenteils ausgeschlossener Mensch ist die Bewahrung und der Kampf um meine menschliche Würde mein täglicher Begleiter. Doch innere Werte sind über kurz oder lang ohne äußere Werte genauso viel wert wie Sonne ohne Regen, Winter ohne Sommer, Trauer ohne Freude, Frau ohne Mann, Stadt ohne Natur oder wie Yin ohne Yang.
Das Symbol in der Grafik gehört zu den Warnhinweisen für gesundheitliche Stoffe oder Bereiche und kennzeichnet konkrete biologische Gefahrenpunkte, die eine Gefahr für Menschen und Umwelt darstellen. Und das gilt sowohl im übertragenen wie wörtlichen Sinn für Hartz IV - Hartz IV gefährdet und zerstört die Existenz von Menschen und ihre Umwelt (Freunde, Familie, Bekannte).
Samstag, 5. September 2009
Gebrochener Lebenslauf
Doch das ist für Arbeitgeber mit ihrem Perfektheits-Anspruch ohne Belang. Ihre Untergebenen (es gibt auch Ausnahme-Arbeitgeber, die ich bisher nicht das Glück hatte kennen zu lernen) haben fehlerfrei zu sein und frei von persönlichen Schwächen - zumindest dürfen diese Schwächen und Krisen nicht ins Berufsleben ausstrahlen. Angeblich soll es Menschen geben, die sehr klar und konsequent zwischen Beruflichem und Privatem zu trennen wissen. Mir fehlt hier jedoch der Glaube, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass beispielsweise ein Mann privat der fürsorgliche Ehemann und Vater sein soll und beruflich der sachliche Mitarbeiter, den die privaten Sorgen und Nöte seiner Kolleginnen und Kollegen (Untergebenen?) kalt lassen.
Ich kann nicht einerseits ("privat") ein in Zusammenhängen denkender und hinterfragender Mensch sein und andererseits ("beruflich") ein nicht über den Tellerrand schauender und gehorsam-funktionierender Mensch sein. Das funktioniert bei mir einfach nicht, weil ich beruflich wie privat ein- und derselbe unteilbare Mensch bin.
Durchgemachte Krisen, Wendungen und Katastrophen - und das müssen Arbeitgeber noch lernen! - sind Chancen auch für Mitarbeiter zu wachsen und im Unternehmen mit persönlichen und zwischenmenschlichen Erfahrungen konstruktiv mitzuarbeiten. Nicht alle arbeitenden Menschen haben in ihrem Beruf Kundenkontakte, aber alle haben im Kollegenkreis mit Menschen zu tun. Und dort werden oft sehr hohe Anforderungen an Teamfähigkeit gestellt, die sehr Vielen fehlen - für die Arbeitgeber ein vermeintlicher Vorteil, weil sie dann nach dem Motto Teile und herrsche ihre Mitarbeiter gegeneinander ausspielen können anstatt das Klima für ein gemeinsames Miteinander zu schaffen, dass menschliche Zufriedenheit als Grundlage für ein gemeinsames Miteinander zum dauerhaften Wohl des Unternehmens schafft.
Ich habe oben darauf hingewiesen, dass es auch die Ausnahme-Arbeitgeber gibt; doch sind diese Menschen die absolute Ausnahme. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Erfahrung auch Menschen mit mir teilen, die Arbeitslosigkeit glücklicherweise am eigenen Leib bisher nicht erfahren mussten. Und ich wünsche diesen Menschen aus meiner tiefsten Seele, dass es für sie auch bis zu ihrem wohl verdienten Ruhestand so bleiben möge.
Neid auf die Menschen, die sich mit ihrer Arbeit noch ein zufriedenes Leben gestalten können, kenne ich überhaupt nicht. Es macht mich "nur" so manches Mal traurig, verzweifelt und wütend, dass mir von der Spezies der Arbeitgeber (unterstützt vom Staat) konsequent die Grundlage verweigert wird, mein Leben so zu gestalten, dass auch ich wieder längere Zeiträume mit Zufriedenheit und Entspannung erfahren und leben darf.
Mittwoch, 2. September 2009
Wasser, das den Menschen fehlt

Manchmal sagen Bilder mehr als viele Worte.




Da muss mensch sich ja schämen, auch nur ein Blatt Papier auszudrucken oder eine Tasse Kaffee zu trinken oder einen Apfel zu essen. Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks UNICEF sterben jeden Tag 4.000 Kinder, weil ihnen sauberes Trinkwasser fehlt. Wie vielen Kindern könnte ich helfen, wenn ich jeden Tag ein Blatt Papier weniger ausdrucken, eine Tasse Kaffee weniger trinken und einen Apfel weniger essen würde - diese Kinder hätten dann täglich 300 (in Worten: dreihundert) Liter Wasser mehr zur Verfügung. Wie vielen Kindern könnte ich mit diesem für mich kleinen Verzicht dauerhaft ein großes Geschenk machen?!?
Dienstag, 1. September 2009
1. September - Antikriegstag
haben - und Kriege im Großen wie im Kleinen haben wir leider nach wie vor in der Welt und auch in unserem Land.
Nicht allein Ermordung, Verstümmlung, Folterung und Vergewaltigung ist Krieg, sondern auch die sogenannten Hartz-Gesetze, die die existentielle, gefühlsmäßige und moralische Vernichtung von Menschen zum Ziel haben.

