Die aktuelle Staatsverschuldung in Deutschland (siehe Kopfzeile) beträgt aktuell rund 1.600.000.000.000 Euro. Sie wächst in jeder Sekunde um 4.439 Euro. Auf jeden Bundesbürger vom Säugling bis zum Greis entfallen 19.447 Euro Verschuldung. Und das sind nur die reinen Zahlen ohne jede Aufschlüsselung und ohne jeden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Hintergrund.
Doch es gibt auch Ausnahmen: So habe ich es trotz meiner langjährigen Arbeitslosigkeit geschafft, meine Schulden abzubauen und lebe seit über fünf Jahren schuldenfrei! Herr Steinbrück & Co, Sie dürfen gerne bei mir in die Lehre gehen. Von mir können Sie noch eine ganze Menge lernen. Ich gebe Ihnen gerne drei Monate Probezeit. In dieser Zeit müssten Sie mir ernsthaft beweisen, dass Sie tatsächlich von mir lernen wollen. Andererseits müssten wir uns wieder trennen. Bei Übernahme in eine dauerhafte Beratung fielen für Ihre Bundesregierung allerdings meine Beratungshonorare an. Das aus Fairness-Gründen zu Ihrer Kenntnisnahme.
Ich will mich weder in den Himmel loben und noch weniger behaupten, dass ein Leben mit Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich als Hartz IV bezeichnet) problemlos möglich ist - ist es nicht!!! Ich muss es mir regelrecht "erkaufen" durch mannigfaltige Einschränkungen. Letztlich möchte ich hier vor Allem eine Tatsache hervorheben:
Arbeitslose sind keine Faulenzer, die auf Kosten der Allgemeinheit leben - das machen schon unsere Politik- und Wirtschaftsmanager. Mit Leistungen unterhalb der Armutsgrenze schuldenfrei sein Leben zu regeln und zu bewältigen zeugt von außerordentlich hoher Leistungs- und Organisationsfähigkeit.
In der Geschichte unseres Heimatplaneten Erde hat es schon sehr viele entwicklungsgeschichtlich einschneidende Phasen gegeben - Eiszeiten, jahrelange Regenfälle, Einschläge von Meteoriten (um nur einige zu nennen). Lebewesen entstanden und wurden wieder vernichtet. Und nicht immer überlebten die Größten und Stärksten. Ich erinnere nur an das Aussterben der Dinosaurier. Und ich erinnere an die vielen Kleinstlebewesen unter unseren Füßen, die den Boden unter uns für unser Überleben pflegen.
Unsere Erde war von unserer Zeitrechnung her schon sehr alt, als wir kleine Menschenkinder in Erscheinung traten und die Welt in wahnsinnig kurzer Zeit derart nachhaltig veränderten und immer noch verändern, dass viele unserer Zerstörungen dauerhaft bis unumkehrbar sind. Man stelle sich einmal vor, wir würden unsere leiblichen Mütter derart verletzen und töten - ein Großteil der Erde müsste zu einem Gefängnis umgebaut werden.
Es ist eine der großen in unsere Köpfe getrichterten Manipulationen, dass nur die Menschen überleben, die sich anpassen können - anpassen an die veränderten Entwicklungen, die wir uns von einer Minderheit aufzwingen lassen. Gehört es denn auch zum Überleben, dass wir rücksichtslos, egoistisch, zuerst mit den Ellbogen nach vorne statt mit dem Kopf, den Mitmenschen nur als Mittel zum eigenen Zweck und unsere Umwelt - also auch unsere Mitmenschen - nach den verheerenden kaufmännischen Gesichtspunkten von Gewinn und Verlust sehen müssen, um in dieser Welt über die Gegenwart hinaus eine Zukunft zu haben?
Wenn es Das ist, dann verweigere ich mich dem Überleben und lebe lieber. Und ich bin davon überzeugt, damit nicht so ganz alleine da zu stehen. Lieber bleibe ich Mensch und Außenseiter, als mich diesen Normalitäten anzupassen und sie möglicherweise auch noch selbst zu leben. Selbst wenn ich es wollte, ich könnte es gar nicht, weil ich Mensch bin und es auch bleiben werde. Dann sterbe ich lieber dereinst als einsamer und verachteter Dinosaurier des 21. Jahrhunderts.
Wir haben keine Wirtschaftskrise, weil es der Wirtschaft nach wie vor gut bis blendend geht. Und die Wirtschaft ist auch kein namenloses Gebilde, sondern hat Namen, Anschriften, Telefonnummern, Email-Adressen, eigene Häuser und hoch bezahlte Anwälte. In der Krise leben die armen und unter bezahlten Menschen in diesem Land, die mangels Kapital keine gute Beziehungen zu einflussreichen Politikern und unserem Justizapparat haben, die sich keine eigenen Häuser leisten können und auch keine Rechtsanwälte. Und die ihre Probleme auch nicht "mal eben" mit einigen Euro oder sonstigen Begünstigungen lösen können.
Und dennoch können es sich die Wirtschaft und auch der Einzelhandel und die Gastronomie leisten, ihre Preise zu erhöhen: hier mal 10 Cent mehr, dort mal 30 oder 50 Cent mehr - es sind nicht die einzelnen Beträge, sondern die Gesamtheit aller Preiserhöhungen, die uns Langzeitarbeitslosen das Leben schwer machen. Es ist schon schwierig genug, als Langzeitarbeitsloser über die Runden zu kommen. Und das in einer Zeit, in der Armut und ein Leben an der Armutsgrenzen für sehr viele Menschen ein alltägliches Problem ist, das sehr belastend ist.
Diese Preiserhöhungen zeigen doch klar und eindeutig, dass es diesen Selbständigen blendend geht, weil es im Dienstleistungsgewerbe doch immer wieder heißt, es sei von seinen Kunden und Gästen abhängig. Offensichtlich ist das auch nur ein gern verbreitetes Gerücht: Mit Preiserhöhungen hält man keine Gäste und keine Kunden, zumindest nicht die armen und wenig verdienenden Gäste und Kunden.
Doch sind diese Menschen nicht schon lange durch Niedriglöhne, Rentenkürzungen, kaum noch bezahlbare Gesundheit und Abbau von sozialen Leistungen bei gleichzeitigen Milliarden-Subventionen für die Wirtschaft abgeschrieben und in der Müllverbrennungsanlage für "Sozialen Sondermüll" entsorgt?!?
Ich wünsche, ich würde mich irren!!! Stirbt die Hoffnung wirklich grundsätzlich zuletzt???
Treue, zuverlässige und vertrauenswürdige Weggefährtinnen und Weggefährten zu finden, wird in unserer ichbezogenen und hektischen Zeit immer schwieriger, weil die meisten Menschen so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie für andere Menschen kaum und für Freundschaften keine Zeit haben. Zudem sind die noch Berufstätigen oft in ihrem Beruf so sehr überfordert, dass sie froh sind, wenn sie für sich selbst und ihren Haushalt noch genügend Zeit und Kraft haben. Diese Umstände erschweren Freundschaften erheblich. Freunde sind zugleich immer auch Weggefährten, auf die man sich verlassen kann.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele Menschen heute nicht mehr bereit sind, sich auf neue Freundschaften einzulassen mit niveauvollen, nicht immer leichten, offenen, ehrlichen und vertrauenswürdigen Menschen. Unsere Zeit ist so schnelllebig, dass man sich oft die Zeit für sich selbst nehmen muss, um die Verbindung mit sich Selbst nicht zu verlieren.
In diesem Zusammenhang fällt mir die Aussage ein Einen Finger kann man brechen, fünf Finger sind eine Faust. Diese Worte sind ganz und gar keine Aufforderung zur Gewalt, sondern besagen nichts anderen als dass jeder Finger für sich stark ist, aber alle fünf Finger gemeinsam sehr viel stärker sind als die Summe aller fünf einzelnen Finger.
So müssen Menschen, die alleine stehen, sehr vieles bedenken, mit sich selbst besprechen, mit sich selbst unternehmen, sich selbst motivieren, sich selbst kritisch hinterfragen und auf die kleinen Schönheiten des Lebens aufmerksam machen - sie müssen die Fäden ihres Lebens nicht nur selbst in die Hand nehmen, sondern daraus auch ein eigenständiges und bewegliches Lebensmuster gestalten und auf dieses Lebensmuster selbst acht geben.
Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte! Dann könnte ich um die verarmte Lady S. trauern und weinen. Aber leider bin ich mit anderen Projekten schon mehr als ausgelastet. Und das Geld für die vielen Taschentücher kann ich gar nicht aufbringen.
Da hat die millardenschwere Lady S. viele Millionen verloren und jammert jetzt, sie müsse angeblich von 600 Euro im Monat leben, obwohl ihr noch sehr viele Millionen verbleiben. Dieses Geld hat sie aufgrund ihrer eigenen Unfähigkeit, Überheblichkeit, Inkompetenz verloren, weil sie mit Geld offensichtlich nicht verantwortungsbewusst und sozial verpflichtend umgehen kann. Zwar räumt sie ihre Mitverantwortung für die Existenzvernichtungen, Existenzgefährdungen und Existenzängste "ihrer" Arcandor-Mitarbeiter ein, weigert sich jedoch rigoros, diesen Menschen zu helfen. Sehr verantwortungsbewusst, Lady S. - ich ziehe meinen Hut vor Ihnen und Ihrer charakterlichen Verderbtheit!
Doch ich möchte Dich nicht nur kritisieren, meine liebe Madeleine, sondern Dir noch einige tröstende und motivierende Worte mit auf Deinen weiteren Lebensweg geben: Du erfüllst zwar nicht die Voraussetzungen für Leistungen nach Hartz IV, aber Dein zuständiges Zentrum für Eingliederung in Arbeit (Arge) wird Dir sicherlich einen Prominenten-Bonus gewähren. Und an Deinem gewohnten Lebensstandard wirst Du auch nicht sparen müssen, weil Hartz IV - das pfeift ja mittlerweile die letzte Katze von ihrem Dach - (nicht nur) Deine Existenz zu 100 % sichert.
Und falls Du mal Fragen zu Hartz IV hast, kannst Du Dich vertrauensvoll an mich wenden: Im Gegensatz zu Deinem Umgang mit "Deinen" Arcandor-Mitarbeitern werde ich mich kompetent, verantwortungsbewusst und achtungsvoll um Dich und Deine Existenz kümmern und sorgen.
Meine Jugend- und Schulzeit habe ich in Wülfrath und Mettmann gelebt - zwei Städten mit sehr viel Natur. Und zur damaligen Zeit habe ich mich schon oft in der Natur aufgehalten und mir wiederholt gesagt: "Wenn die Natur hier irgendwann mal zugebaut sein sollte, möchte ich hier nicht mehr leben." Glücklicherweise hat sich der größte Teil dieser Natur bis heute erhalten und durch alte Bekannte ist mein Kontakt in diese Städte auch nie abgebrochen.
Diese Verbundenheit mit der Natur habe ich mir bis heute erhalten und weiß, dass sie auch nie abbrechen wird. Nirgends kann ich mich so gut erholen wie in der Natur. Ich nehme die Tier- und Pflanzenwelt mit all meinen Sinnen wahr. Ich sehe den eiligen Käfer vor mir auf dem Weg ebenso wie einen majestätischen Baum. Ich laufe barfuß durch einen Bach, auf einem Waldboden, auf einer Wiese und spüre über meine Füße die verschiedenen Böden. Ich lasse den Wind, die Sonne und bei warmen Wetter auch den Regen an meine Haut und genieße diese Gefühle. In der Natur fühle ich mich frei und ungebunden - und manches Mal wünschte ich, ich könnte fliegen.
Weitab in der Natur könnte ich allerdings auch nicht leben, weil ich aus Gründen der Bequemlichkeit die Nähe zu einer Stadt brauche für Einkaufsmöglichkeiten, Kultur, ein Stück gastliche Gastronomie.
Eine Großstadt oder gar Megacity würde ich gerne mal besuchen, um die Atmosphäre in mich aufzunehmen, aber wohnen könnte ich in einer solchen Stadt nie und nimmer.
So wie ich in meiner Jugend gewohnt und gelebt habe und es auch heute noch tue, ist es für mich richtig und gefällt mir: sehr nah an und zur Natur und nah an der Stadt.
Kritisches Denken und das Hinterfragen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wird nur von wenigen Menschen gepflegt. Und so kommt es, das viele Menschen kritisches Denken, Hinterfragen und zusammenhängendes Denken als Pessimismus abtun und sich in der Regel auch nicht mit diesen Menschen auseinandersetzen. Und so sehen sich diese Menschen oft dem abwertenden Vorwurf ausgesetzt, sie seien Pessimisten - und das zu Unrecht.
Das Gute in dieser Welt ist oft nicht so groß wie das Schlechte und muss deshalb manches Mal mühsam gesucht werden. Und damit meine ich keineswegs die Menschen unter uns, die nur Spaß haben, oberflächliche Gespräche führen und abfeiern wollen (und das sind nicht nur junge Menschen), sondern die Menschen, die sich bemühen, sowohl das Gute wie das Schlechte zu sehen und beides in ein möglichst angenehmes Gleichgewicht zu bringen. Die Welt und unser Leben bestehen nun mal aus Gegensätzen: Wohl niemand wird einem Menschen vorwerfen, Pessimist zu sein, der leicht friert und sich über jeden Sonnenstrahl freut.
Wenn ich Hartz IV als eine durch und durch miese Sache sehe und empfinde, so kann mich ernsthaft niemand pessimistisch nennen, weil ich zu den Millionen Menschen zähle, die hier nun mal nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und wenn ich mir nur die Tatsache hinzuziehe, dass an den Hartz-Leistungen genauso großzügig gespart wird wie die Subventionen für Konzerne bzw. deren kriminelle Manager mehr als großzügig zum Fenster hinaus geworfen werden, so kann ich das nur als menschen verachtende Ausbeutung im erfolgreichen Zusammenspiel von Politikern und den hinter ihnen stehenden Prominenten und Managern betrachten und empfinden.
Mich nach 18 Jahren Arbeitslosigkeit, einer erfolgreichen Umschulung und mehreren 1.000 Absagen als Pessimist abzutun, nur weil ich von meiner Suche nach einem Leben in Arbeit und Einkommen losgelassen habe, ist vermessen und zeugt von Denken mit Scheuklappen. Ein solches Leben anzunehmen und zu managen beweist vielmehr meinen Optimismus und meine geistige wie seelische Beweglichkeit und meinen Lebensmut.
Kritisches Hinterfragen, Schlechtes als schlecht zu bezeichnen und Tabuisiertes, nicht so gern Wahrgenommenes offen auszusprechen, beweist ein hohes Maß an Optimismus, weil ehrliche und offen gesprochene Worte von mir zu verantworten sind und auch verantwortet werden. Mir nahe stehende und mich schätzende Menschen werden das bestätigen können.
Mein Denken, Fühlen und Handeln sind das Ergebnis - man kann es auch Weisheit nennen - der von mir zurück gelegten Wege. Diese Wege waren und sind selten gerade, sondern meistens gekrümmt und mit manchen Umwegen. Und auf diesen Wegen habe ich so manches Schöne erlebt und für mein Leben mitgenommen.
Ich bin Optimist - und welcher Pessimist möchte schon 115 Jahre jung werden?
Zitat 1: Eine bis drei Milliarden Euro für Leistungen, die niemand kontrolliert, deren Indikation nicht überprüft wird, deren Nutzen oder Schaden für den Patienten nicht bekannt ist.
Gilt das nur für die individuellen Gesundheitsleistungen? Wer kontrolliert denn wirksam und im Sinne der Patienten die Indikationen und deren Nutzen und Schaden der "Kassenleistungen"? Hier kann sich doch die Pharmaindustrie noch immer zum Schaden der Patienten erlauben, unnütze und vermutlich auch schädliche Medikamente auf den Markt zu werfen. Und es gibt immer noch viel zu viele Ärzte, die sich von der Pharmaindustrie kaufen lassen. Als Kassenpatient wage ich sogar zu behaupten, dass die ein oder andere individuelle Gesundheitsleistung vermutlich wirksamer ist als die entsprechenden Kassenleistungen. Doch zählt leider hier in erster Linie das Geschäft und dann erst das Wohl und die Gesundheit des Kassenpatienten.
Zitat 2: Direkte Bezahlung von Leistungen verführt die Ärzte zur Erbringung von unnötigen Leistungen. Sie untergräbt das Vertrauensverhältnis von Arzt und Patient
Bis vor einigen Monaten habe auch ich noch geglaubt, dieses Vertrauensverhältnis sei zweiseitig. Doch ich hatte mich getäuscht, weil dieses Vertrauensverhältnis ausschließlich einseitig ist. Ich als Patient brauche Vertrauen zu den mich behandelnden Ärzten, was mir nach meinen jahrzehntelangen Erfahrungen äußerst schwer fällt. Der Arzt braucht zu mir als Mensch und Patient gar kein Vertrauen zu haben, weil ich sein Kunde bin, mit dessen Behandlung er sein Geld verdient. Er hält sich in der Regel für den "Experten" und mich als Patient für den Unwissenden - und die Ärzte, die Vertrauen in meine Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortung haben, kann ich an einer Hand abzählen.
Zitat 3: Der Arzt ist kein Kaufmann.
Vom juristischen Begriff des Kaufmann mag das stimmen. Aber das ist meines Erachtens nur Augenwischerei, weil Kaufmann wie Arzt Gewinn machen wollen. Auch mit und an Menschen kann man Gewinn machen. Das zitierte Argument steht daher auf sehr wackeligen Beinen.
Zitat 4: Die Patienten wurden inzwischen daran gewöhnt, neben Chipkarte auch das Portemonnaie zum Arztbesuch mitzubringen. Sie werden dadurch schon heute darauf vorbereitet, zukünftig weitere Zuzahlungen zu akzeptieren.
Während raffgierige und unfähige Manager aus Banken und Industrie Milliarden Euro aus Steuergeldern erhalten, erhöhen dieselben Politiker die Regelleistungen für Hartz IV-Betroffene um lächerliche acht Euro pro Monat. Das könnte genau so gut anders herum laufen, wenn die Politiker nicht im Auftrage der hinter ihnen stehenden Mächtigen aus Banken, Industrie und Versicherungen arbeiten würden, sondern im Auftrage der Menschen, die sie gewählt haben.
Warten wir die Bundestagswahlen ab und wir werden erleben, wie diese Schere sich noch weiter öffnet: Weitere Milliardensubventionen sind schon genau so sicher wie die Senkung der Leistungen für Hartz IV-Betroffene. Da spielt es auch keine Rolle, welche Parteien-Zusammensetzung letztlich an die Macht kommt. Und Die Linke spuckt auch nur große Töne, weil sie weiß, dass sie ihre Wahlversprechen gar nicht einhalten muss, da sie ohnehin nicht an die Macht kommt. Und selbst wenn sie eines Tages an die Macht kommen würde - Die Grünen haben uns den Weg von Basis- und Volksnähe hin zum rücksichtslosen Machterhalt und weg von Volksnähe hin zu Industrienähe vorgeführt.
Für mich als von Hartz IV Betroffener und Abhängiger bedeutet das noch mehr wirtschaftliche, soziale und zwischenmenschliche Ausgrenzung. Denn nach wie vor gibt es Menschen, die mir die Schuld für meine unverschuldete Arbeitslosigkeit in die Schuhe schieben. Und es gibt Menschen, die mich meiden, weil ich mir finanziell so gut wie gar nichts leisten kann.
Im Tal ist es nun mal dunkler, enger und kälter als auf der Höhe!
Die reale Kommunikation ist für mich der Austausch zwischen Menschen, die sich in der Wirklichkeit wahrnehmen. Die virtuelle Kommunikation hingegen der Austausch zwischen Menschen, die sich lediglich von Maschine zu Maschine gegenüber sitzen.
Im virtuellen Austausch fehlen sehr viele Möglichkeiten, die den realen Austausch erleichtern, spannender und ehrlicher machen: Ich kann mein Gegenüber weder sehen noch hören, seine Gestik, Mimik, seine Augen und seine Haltung kann ich nicht wahrnehmen. Ich kann auch seinen Tonfall, sein gesprochenes Wort, das Zögern im Gespräch, das Suchen nach Worten und die Gefühle nicht wahrnehmen, die mein Gegenüber ins Gespräch einbringt.
Ein ganz wesentliches Element von Kommunikation fehlt der virtuellen Kommunikation: die Möglichkeit des sofortigen Nachfragens und der zeit- und situationsnahen Berichtigung von nicht so glücklich gewählten Worten. So manches Mal hat es daher für mich schon unangenehme Internetbeiträge gegeben, bei denen die Sachlichkeit auf der Strecke blieb. Meistens konnte ich dazu beitragen, zur Sachlichkeit zurück zu finden. Aber auch nicht immer.
Der virtuelle Austausch wird meines Erachtens nie die Authentizität und Lebendigkeit des tatsächlich gelebten Miteinanders erreichen. So wie Hell und Dunkel zusammen gehören, so gehören auch das geschriebene und das gesprochene zusammen. Und mein Bestreben wird es immer bleiben, in beiden authentisch zu sein und zu bleiben.
Viele Menschen vergessen während ihres biologischen Älterwerdens, dass sie einmal Kinder waren mit sehr viel Natürlichkeit, Spontaneität, Lebensfreude. Lebenswitz, ehrlichen Tränen und ansteckendem Lachen. Und ich übersehe dabei nicht die Kinder, denen ihre Kindheit von den Erwachsenen geraubt wurde und wird. Ich möchte hier einmal glauben, dass es noch sehr viele Kinder gibt, die Kind sein dürfen und die von den Erwachsenen in ein weitgehend selbstbestimmtes Leben begleitet werden.
Glücklicherweise gibt es auch noch eine Reihe von Erwachsenen, die sich ihre Kindheit bewahrt haben und auch als Erwachsene noch so richtig kindlich sein können und es sich auch trauen. Dazu gehört in unserer hektischen und Leistungsgesellschaft mitunter sehr viel Mut.
Ich mag solche Menschen, weil sie sehr viel Natürlichkeit und Authentizität ausstrahlen und in der Regel auch offene, ehrliche und zuverlässige Menschen sind.
Hallo Gerhard,ich lese gerne immer wieder Dein Gedankenbuch. Deine Themen sind nicht immer einfach, aber ich spüre, dass Du nicht nur mit Deinem Kopf, sondern auch mit Deinem Herz schreibst... weiterlesen
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