Spuren im Sand verwehen,
Spuren in der Seele bleiben.




Freitag, 30. Januar 2009

Gerhards Gästebuch


Liebe Leserin,
lieber Leser,

mein Gästebuch habe ich jetzt hier in mein Blog eingebunden. Eure Kommentare könnt Ihr mir unten ins Feld Kommentar veröffentlichen schreiben.

Mein externes Gästebuch könnt Ihr hier noch einsehen.

Ich freue mich über jeden Eintrag und danke Euch dafür.

Lieben Gruß
Gerhard

Der Frühling naht


Hätten wir nicht noch so eisige Temperaturen, wäre die Überschrift sicherlich falsch. Doch wir haben nun mal immer noch Winter und da sind diese Temperaturen an der Tages- und Nachtordnung. Das Schöne daran ist, dass es trocken ist und ich wieder mehr Spaß und Genuss am Aufenthalt und der Bewegung in der Natur habe.

Und ich merke es an den längeren Tagen: Musste ich vor etwa zwei Wochen schon kurz nach halb Fünf das Licht einschalten, um lesen zu können, so kann ich mir heute damit Zeit lassen bis etwa viertel nach Fünf. Und das Lesen bei natürlichem Licht macht mir und meinen Augen allemal mehr Freude als das Lesen bei künstlichem Licht.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Antwort von ver.di


Ich habe diesen Vorschlag nochmals meiner Gewerkschaft geschickt mit der Bitte zu prüfen, inwiefern eine solche gemeinsame Aktion umzusetzen sei. Heute bekam ich die Stellungnahme meines zuständigen ver.di-Bezirks, die ich hier in vollem Wortlaut zitieren möchte:

"Hallo Herr Hallstein,
ich habe Ihren Vorschlag zwischenzeitlich mit meinen aktiven KollegInnen in der Agentur für Arbeit in Solingen diskutiert. Die Resonanz ist allerdings so, dass eingeschätzt wird, dass an einer derartigen Veranstaltung kein Beschäftigter der Agentur teilnehmen wird. Als Beschäftigter eines öffentlichen Arbeitgebers würde sich niemand in der Öffentlichkeit kritisch zu seinem Arbeitgeber äußern.
Mit kollegialem Gruß"

Die Angst der Beschäftigten spricht für sich!

Mittwoch, 28. Januar 2009

Ein großer Schatz


Für einen arbeitenden Menschen, der nicht auf ergänzendes Arbeitslosengeld II angewiesen ist, ist es ein Schatz, dass er sich Kultur, Reisen und andere Annehmlichkeiten leisten kann. Doch leider fehlt ihm so manches Mal die Zeit für diese entspannenden Stunden, weil er in "seinem" Unternehmen für die Menschen mitarbeiten muss, die von seinem Arbeitgeber bewusst in Arbeitslosigkeit gehalten werden.

Als arbeitsloser Mensch, der auf Arbeitslosengeld II angewiesen ist, weil es ihm verweigert wird, sich durch eigenes und angemessenes sozialversicherungspflichtiges Arbeiten sein eigenes Leben finanzieren zu können, habe ich den großen Schatz von sehr viel freier Zeit. Leider habe ich nur ziemlich wenig bis oftmals gar nichts davon, weil ich mir mit meinem Regelsatz von monatlich 351 Euro gerade mal das fürs Leben (treffender ist der Begriff Überleben) Wichtigste leisten kann. Nicht jede Freizeitbeschäftigung kostet Geld, aber ohne Geld ist in unserer Gesellschaft leider auch kein Leben möglich.

Bedauerlicherweise beurteilen viele arbeitende sowie arbeitslose Menschen ihre Mitmenschen immer noch nach dem, was sie sich materiell leisten können.

Montag, 26. Januar 2009

Der Fall Zumwinkel und das SGB II


Es kam, wie es alle erwartet hatten: Ex-Postchef Klaus Zumwinkel kommt mit Bewährung davon und einer Geldbuße, die dem armen Mann viel erscheint, für Klaus Zumwinkel aber bezahlbar ist, weil dieser Betrag seine Existenz in keiner Weise gefährdet. In trauter Eintracht halten ihm Verteidigung und Staatsanwaltschaft zugute, dass er an den medialen Pranger gestellt worden sei.

So viel Ehre wurde vor Gericht noch keinem Arbeitslosen zuteil: Die Strafen (in beschönigendem Amtsdeutsch "Sanktionen") gegen von Hartz-IV-Betroffene stellen für diese grundsätzlich eine Gefährdung ihrer Lebensgrundlage dar. Und dass die Arbeitslosengeld-II-Empfänger mittlerweile unter den Generalverdacht des Betrugs gestellt werden, ruft keinen Staatsanwalt auf den Plan. Die Vorlage der Kontoauszüge von Managern und Prominenten ohne begründeten Verdacht sollte sich ein Staatsanwalt wagen - es ginge ein Aufschrei der Empörung durchs wirtschaftspolitische Lager. Diese Leute werden bevorzugt behandelt, weil bei ihnen erstmal die Unschuldsvermutung greift.

Der Prozess war auch deshalb so kurz, weil zuvor zwischen den Beteiligten ein "Deal" vereinbart wurde. Angeblich seien solche Deals in allen Verfahrensbereichen quer durch alle Bevölkerungsschichten üblich. Dazu Martin Behrsing, Pressesprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland: "Es gibt leider immer nur Deals zwischen Gerichten und Arbeitsagenturen bzw. ARGEN. Habe noch nie einen Deal zwischen Betroffenen und Gerichten erlebt und ich habe mind. 18 Jahre Erfahrung im Sozialrecht und das sehr intensiv. Ausnahme, wenn die Kläger Ärzte sind."

Der Artikel 1 des nach wie vor gültigen Grundgesetzes garantiert die Unantastbarkeit der Menschenwürde (Sind Hartz-IV-Betroffene keine Menschen?) sowie die Bindung der staatlichen Gewalt an die weiteren Grundrechte der bundesdeutschen Verfassung. Könnte das Grundgesetz schreien, es wäre bestimmt das unüberhörbare Sprachrohr aller Arbeitslosen und Benachteiligten!

Sonntag, 25. Januar 2009

Überwindung der Arbeitslosigkeit aus Sicht der Betroffenen


Denjenigen Leserinnen und Lesern, die sich mit Fragen um die Arbeitsmarktpolitik/Hartz IV beschäftigen, möchte ich gerne dieses Thesenpapier der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen (KOS) empfehlen.

Unter anderem heißt es in These 15 Wir sehen die Beschäftigten in den Agenturen und Jobcenter als potentielle Verbündete. Diesen Vorschlag habe ich bereits im Februar 2008 meiner örtlichen Gewerkschaft ver.di gemacht und dem Personalrat der örtlichen ARGE - leider ohne Erfolg. Weder ver.di noch der Personalrat hielten es überhaupt für nötig, auf meinen Vorschlag zu antworten.

Die Forderung in These 16 nach Einbeziehung der Betroffenen in die Debatte um die arbeitsmarktpolitischen Instrumente sehe ich persönlich als unabdingbare Voraussetzung für die aktive Umsetzung der übrigen Thesen. Hier sollte meines Erachtens noch intensiver über die Vernetzung der Erwerbslosengruppen und -initiativen nachgedacht werden.

Freitag, 23. Januar 2009

Unsere Nachbarn nicht vergessen!


Als im Herbst 2007 die Mönche in Burma die Militärs das Fürchten lehrten, war die Weltpresse mit ihrer Berichterstattung zur Stelle und hat ausführlich berichtet. Doch jetzt - knapp fünfzehn Monate später - sind die Menschen in Burma wieder vergessen. Die Militärdiktatur unterdrückt nach wie vor in brutalster Weise das burmesische Volk. Und die freie und zivilisierte und westliche Welt gibt dieses Volk wieder den herrschenden Militärs preis. Es gibt ja dort weder Öl (Irak) noch Eisen- und Kupfererze, Erdgas, Kohle und Halbedelsteine zu verteidigen (Afghanistan).

Für den Weltpolizisten USA (vielleicht praktiziert der neue US-Präsident Obama auch hier eine bessere Politik) und seine befreundeten Regierungen waren von Militärdiktaturen unterdrückte Völker noch nie ein Grund zum Eingreifen. Militärdiktaturen wurden und werden nicht als Terroristen gesehen, die es zu bekämpfen gilt. Für zu bekämpfende Terroristen gelten ganz andere Maßstäbe.

Nun mag der ein oder andere einwenden, Burma sei weit weg und ginge ihn nichts an. Im Zeitalter von Kampfjets mit fast Schallgeschwindigkei, weit reichenden Raketen und deutschen Unternehmen überall in der Welt sind wir alle Nachbarn und zu gegenseitiger Achtung und damit verbundener Rücksichtnahme verpflichtet.
Die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Angela Davis soll während ihres Gefängnisaufenthalts auf die Frage "Was können wir im Ausland für Dich tun?" geantwortet haben "Kämpft in Eurem Umfeld für Gerechtigkeit!".
Das sehe ich genau so und gestatte mir, diese Aussage auch als allgemein gültig zu betrachten: In meinem Umfeld arbeiten und kämpfen und dabei immer meinen Blickwinkel weit über mein Gesichtsfeld hinaus offen halten. Es gibt dafür auch das Schlagwort Global denken - lokal handeln.

Wer mehr über Burma und seine Menschen lesen möchte, dem empfehle ich das Blog Burma Berichterstattung des engagierten Schweizer Journalisten Jonas M. Lanter, der seit fast zwanzig Jahren Burma bereist und über dieses abgeschottete Land berichtet.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Überforderter Bundesfinanzminster


Da war ich schon ganz neugierig auf die Antwort meines Bundesfinanzministers Peer Steinbrück und voller Vorfreude auf die erwartete Überweisung; doch oh Enttäuschung: Ich habe (bisher?) weder eine Antwort von ihm bekommen noch die Überweisungsgutschrift in meinen Kontoauszügen gefunden.

Dennoch kann ich diese gute Seele der (Groß-)Industrie auch verstehen: Schließlich kann er sich als sogenannter Volksvertreter nicht mit seinem Volk beschäftigen - er liefe dann ja Gefahr zugeben zu müssen, dass er dieses Volk nur braucht, um wieder gewählt zu werden (Achtung: Bundestagswahlkampf!) und ihm die Gelder abzupressen, die er dann seinen eigentlichen Kunden (wer hat da frecher weise den verleumderischen Ausdruck Auftraggeber eingeworfen!?!) großzügig zur Verfügung stellt.

Ob wir einfachen Menschen mit einem anderen Bundesfinanzminister wohl berücksichtigt würden? Mit Sicherheit auch nicht!

Mittwoch, 21. Januar 2009

Das Drehbuch meines Lebens überarbeiten


So manches Mal habe ich das Bedürfnis, das Drehbuch meines Lebens - das ich selbst eigenverantwortlich geschrieben habe - an vielen Stellen zu überarbeiten und an den meisten Stellen so zu belassen wie es nun mal ist.

So würde ich meinen beruflichen Weg an einigen Stellen überarbeiten, ohne damit sagen zu wollen, dass ich für die Dauer meiner Arbeitslosigkeit verantwortlich bin - da sehe ich nach wie die Arbeitgeber in der Pflicht. An meiner Arbeitslosigkeit bin ich ohne Zweifel mitverantwortlich. Und in diesen Punkten würde ich mein Drehbuch gerne umschreiben, allein schon aus der Tatsache heraus, dass einige dieser Punkte in der langfristigen Folge zu meinem Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben bis hinein ins Private geführt haben.

Meinen privaten (zwischenmenschlichen) Weg würde ich weitestgehend im Drehbuch belassen. Hier würde ich "lediglich" einige Denk- und Verhaltensweisen überdenken und berichtigen.

Mal angenommen, es wäre mir tatsächlich möglich, das Drehbuch meines Lebens beliebig umzuschreiben - was würde das bedeuten? Damit wäre ich ein Mensch ohne jede eigene Persönlichkeit: Immer wenn ich zu bestimmten Fehlern nicht mehr stehen kann oder will, würde ich sie unter den Teppich kehren, meine Rolle neu bestimmen und mit Sicherheit in den nächsten Fehler hinein geraten. Nicht nur würde ich allmählich den Bezug zu mir selbst verlieren, sondern auch meine Mitmenschen würden mich gar nicht mehr einzuschätzen wissen. Jegliche persönliche, charakterliche Persönlichkeit würde ich mir damit zerstören.

So verständlich - vielleicht auch für einige von Euch - diese Wünsche auch sein mögen: Ich ziehe es vor, zu meinem Leben so wie es gelaufen ist und wie es heute ist zu stehen und zu versuchen, mein zukünftiges Drehbuch kreativ zu gestalten - soweit es denn umsetzbar ist. Denn es heißt doch so weise Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Aber man kann ihn pflegen und zugleich so annehmen, wie er ist.

Samstag, 17. Januar 2009

Das Gejammer der Reichen


Da jammern reiche Menschen, die zum Teil über Millionen oder Milliarden in ihrer privaten Tasche verfügen, über das Zusammenbrechen "der Konjunktur" und verschweigen zugleich, dass sie selbst sehr aktiv und trickreich an diesem Zusammenbruch mit gewirkt haben. Sie fordern sogar noch von der ihnen sehr verbundenen Bundesregierung Finanzspritzen, die ihnen diese Regierung gehorsam auch gewährt - man möchte es ja gerne mit einem hoch dotierten Stuhl in diesen Wirtschafts- und Industrieunternehmen gedankt wissen. Und was ist die Konsequenz für diese Finanztrickser und -jongleure? Sie sind weiterhin geachtet, anerkannt und auch der Verlust von einigen Hunderttausend oder Millionen Euro nimmt ihnen nichts von dem Luxus und der Macht, die sie schon lange für sich beanspruchen.

Und was mache ich als langzeitarbeitsloser Mensch? Ab und zu jammern - okay. Aber ich belasse es nicht beim Jammern und Betteln, sondern nehme mein Leben eigenverantwortlich in meine Hände. Tagtäglich muss ich an den verschiedensten Fronten kämpfen, nicht nur um "einfach" zu (über)leben, sondern auch um die Kraft und das Gefühl für die kleinen Glücksmomente im Leben noch zu sehen, zu spüren und in mich hinein zu lassen.

Und dennoch muss ich auch immer wieder schmerzhaft erfahren, dass ich trotz meiner Lebensenergien und meines eigenverantwortlichen Handelns ausgeschlossen werde, weil ich wegen meiner mangelnden Finanzen (monatlich nach Abzug von Miete 351 Euro) ja ohnehin nichts mitmachen kann - nennen möchte ich hier stellvertretend nur Kultur und Reisen. Und das häufig von Menschen, denen es auch nicht gerade sehr viel besser geht als mir.

Und dabei ist es gerade mir nur zu sehr bewusst, dass materielle Gemeinsamkeiten schwierig zu verwirklichen sind, wenn einer (gut) verdient und der andere nicht. Und ich suche nicht im mindesten Menschen, die mich finanzieren, weil ich so weder denke noch fühle und es auch gar nicht leben kann. Aber mich wegen meiner finanziellen Mängel abzulehnen und meine charakterlichen Stärken nicht sehen zu wollen - das schmerzt immer wieder!

(Geschrieben mit sehr viel Wut im Bauch, aber ohne jede Resignation und Schwarzmalerei.)

Mittwoch, 14. Januar 2009

Deutsche Kriegsgewinne und Sozialabbau


Deutschland ist ein armes Land, das vor allem an den Kosten für soziale Leistungen sparen muss, um die "Wirtschaft" (wer oder was auch immer das sein mag) wieder in Schwung zu bringen. So jedenfalls lautet der gebetsmühlenartige Vorwand für den beständigen Abbau von sozialen Leistungen und dem gleichzeitigen Erfinden von Konjunkturpaketen für besagte "Wirtschaft".

Deutschland ist ein armes Land und zugleich nach den USA und Russland drittgrößter Waffenlieferant weltweit. Damit ist Deutschland - oder genauer die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Rüstungskonzernen - einer der Hauptverantwortlichen für viele in Kriegen ermordete Zivilisten. Das ist der moralisch-politische Gesichtspunkt.

Doch es gibt auch noch - um auf mein ursprüngliches Anliegen zurück zu kommen - den finanziellen Aspekt: Die Rüstungskonzerne machen dabei Milliardengewinne, die sie selbstredend privatisieren. Subventionen und Steuererleichterungen werden dem Wahlvolk aufgezwungen, das sich ohnehin nicht wehren kann (und will?). Wo ist denn hier die angeblich soziale Verantwortung der Bundesregierung? Und welche Rüstungskonzerne bittet sie mit wie vielen Milliarden zur Kasse für Konjunkturpakete und soziale Gerechtigkeit? Wie viele Rüstungslobbyisten hat die Bundesregierung in ihren Ministerien sitzen, damit auch alle Gesetze und Verordnungen wunschgemäß umgesetzt werden? Wie viele kompetente Langzeitarbeitslose sitzen eigentlich im Bundesministerium für Soziales und Gesundheit?

Bei dieser Gelegenheit möchte ich gerne den Menschen, die noch an die unabhängige Rechtssprechung in unserem Land glauben, die beiden folgenden Quellen empfehlen: Quelle A und Quelle B.

Sonntag, 11. Januar 2009

Eine Kinderträne


Der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski hat einmal gesagt

Wenn wegen einer Idee auch nur eine Kinderträne vergossen wird,
dann ist es keine gute Idee.

Tagtäglich sehr viele Kindertränen - seien sie offen oder innerlich geweint - zeugen von sehr vielen schlechten Ideen:
  • Kinder, denen von Wirtschaft und Politik keine ausreichenden Kindergarten- und Kinderkrippenplätze zugestanden werden,
  • Kinder, die weder genügend Kleidung noch genügend Essen haben, weil ihre Mütter zu Hartz IV-Betroffenen degradiert werden,
  • Kinder, die von ihren Eltern und unserem fürsorglichen Staat vernachlässigt werden,
  • Kinder ohne Eltern, die in Heimen aufwachsen müssen,
  • Kinder, die in Kriegen verstümmelt werden,
  • Kinder, die auf der Flucht sind,
  • Kinder, denen die Schulbildung verweigert wird und die zu harter Arbeit gezwungen werden,
  • Kinder, die als Kindersoldaten missbraucht werden - widerlichstes und abschreckendstes Beispiel ist die Militärdiktatur in Burma, die weltweit die meisten Kinder als Soldaten missbraucht und in den Tod schickt,
  • Kinder in armen Ländern, die krank sind und denen von den Regierungen und der Pharmaindustrie ausreichende Gesundheitsfürsorge und -vorsorge verweigert wird.
Haben ich weinende Kinder hier vergessen?

Freitag, 9. Januar 2009

Ein altes Lied - und immer noch brandaktuell


Dieses alte Friedenslied ist vom Text her immer noch brandaktuell. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, wie die begleitenden Fotos belegen. Mir geht es tief unter die Haut.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Hartz IV-Verbesserungen - nein danke


Erwerbsloseninitiativen, Sozialverbände und jetzt sogar der Deutsche Gewerkschaftsbund fordern Verbesserungen der Hartz IV-Gesetze, insbesondere mehr Geld für unsere Kinder und die Erhöhung des Regelsatzes. Das ist für den Augenblick ja gut und schön. Aber es ist nur eine halbherzige Forderung, weil Kosmetik weder aus einem Menschen eine Schönheit macht noch diese Verbesserungen aus den menschen verachtenden, zynischen und auf Armut der Betroffenen ausgerichteten Hartz-Gesetzen ein gutes Gesetzeswerk.

Zumindest den Erwerbsloseninitiativen will ich gerne zugute halten, dass sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Aber der Deutsche Gewerkschaftsbund sollte besser schweigen, weil er dieses widerliche Gesetzeswerk mit zu verantworten hat und bis heute nicht zu dieser Verantwortung steht.

Die Bundesregierung und die sie tragenden Wirtschaftsverbände können dieses Gesetzeswerk gar nicht verbessern, weil sie sich damit selbst und ihre angebliche soziale Politik ad absurdum führen würden. Solange es die Hartz-Gesetze noch gibt, ist diese Kosmetik mit Sicherheit nötig. Aber letztendlich muss hinter jeder dieser Forderungen die Kernforderung stehen:

Die Hartz-Gesetze - und Hartz IV ist nur die augenblickliche Spitze dieser Gesetze - müssen abgeschafft werden!

Wenn mir einer ein Messer an die Kehle setzt und mich fragt Willst Du 351 oder 420 Euro monatliche Regelleistung? kann ich nur antworten Schneid durch! Denn mit beiden Beträgen kann ich genauso wenig menschen würdig leben wie eine Familie, die für ihre Kinder 30 oder 60 Euro mehr bekommt.

Dienstag, 6. Januar 2009

Ein Winterspaziergang


Nachdem ich mich mit einem wohl schmeckenden Mittagessen gestärkt hatte, habe ich diesen wunderbaren Wintertag für einen längeren Spaziergang im Naherholungsgebiet Neandertal genutzt.

Ein strahlend blauer Himmel mit der Sonne als größter und bedeutendster Besucherin haben mich auf meinem erholsamen Weg durch den Schnee begleitet. Immer wieder bin ich stehen geblieben, habe mich der Sonne zugewandt, meine Augen geschlossen und die wärmenden Strahlen der Sonne in mich hinein gelassen. Die von der Sonne beschienene Winterlandschaft war eine Wohltat für meine Augen.

Dieser wohl tuende Spaziergang war - wie meine Spaziergänge bei trockenem Wetter und mit Sonnenschein überhaupt - ein Genuss nicht nur für meine Augen, sondern auch für meinen Kopf, meine Nase, meine Haut, meine Seele, meinen Körper und meinen Geist.

Samstag, 3. Januar 2009

Meine innere Stimme


Schon in meiner Jugend wusste ich von meiner inneren Stimme, meinem inneren Gefühl. Doch ich habe mich selten darauf verlassen (hätte ich doch mal!), weil ich immer dachte, Gefühl sei zwar sehr wichtig, aber was mir mein Verstand sagt, sei wichtiger. Weit gefehlt! Woher sollte auch in so jungen Jahren Lebenserfahrung kommen, die sich mir als innere Stimme dann wieder zeigte? Doch mit dem heutigen zeitlichen Abstand kann ich auch Kindern schon sehr gut eigene Erfahrungen und ihre eigenen inneren Stimmen zugestehen.

Heute ist meine innere Stimme die Summe meiner vergangenen und gegenwärtigen Lebenserfahrungen. Jede Erfahrung ist bei mir gespeichert - nicht immer bewusst und abrufbereit, aber als Teil meiner inneren Stimme vorhanden:

Ob mir beispielsweise ein Mensch spontan sympathisch oder unsympathisch ist, kann ich in der Regel mit meinem Kopf gar nicht erklären. Und ich kenne das auch aus meinem Berufsleben, dass ich für manche Menschen und Situationen einfach ein Gespür hatte - und dieses Gespür war in der Regel dann auch stimmig.

Welches Verhältnis habt Ihr zu Eurer inneren Stimme und welche Erfahrungen habt oder macht ihr damit?