Samstag, 7. Juni 2008

Mein zweites Tier...

...war Totoschka, eine Mischung aus Münsterländer und Zwergschnauzer. Er trug weiße Söckchen, hatte eine weiße Kehle und eine weiße Schwanzspitze. Bei seinem schwarzen Fell sah das recht lustig aus.

Totoschka war ein lebendes Energiebündel:
  • vier Stunden Spaziergang, zwanzig Minuten Ruhe und dann wieder raus zum Toben - kein Problem!
  • wenn der Stock in seinem Maul zwei Meter war und die Baumstämme waren nur einen Meter auseinander - das muss doch gehen!
  • bei unseren ausgiebigen Spaziergängen lief bzw. rannte er ein mehrfaches meiner Strecke
  • er war schnell wie ein Hase und konnte eben solche Haken schlagen - aus dem Stand in die Luft und dort eine Viertel Drehung
Nach der Trennung von meiner damaligen Freundin Ulrike (wir lebten zusammen mit Totoschka) habe ich Totoschka noch einige Monate bei mir gehabt, bis dass Ulrike ihn zu sich nahm. In dieser Zeit hat Totoschka mir sehr bei der Verarbeitung der Trennung geholfen, weil ich mich schon vor der Arbeit eine Stunde mit ihm bewegt habe und nachmittags und abends erneut.

Ein besonderes Erlebnis mit ihm bleibt mir unvergessen: Totoschka lebte mittlerweile bei der Mutter von Ulrike. Ich war mit ihm spazieren und er lief wie üblich ohne Leine, weil er ziemlich gut gehorchte. Doch leider war der Haufen von Fischresten so verlockend, dass er sich ausgiebig darin wälzte. Erst drei Wochen später roch die Wohnung von Ulrikes Mutter nicht mehr nach Fisch.

Ich konnte aber auch mit Totoschka ohne Leine verhältnismäßig nahe an Enten vorbei gehen, ohne dass er sie jagte, wenn ich direkt neben ihm ging und ihm dabei beständig "erklärte", dass er die Enten nicht jagen dürfe.

Totoschka hat vierzehn Jahre gelebt und ich werde die vielen Jahre mit ihm in schöner Erinnerung behalten.

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