Dienstag, 10. Juni 2008

Erwerbslosen-Initiativen

Die Hartz-Gesetze und insbesondere die aktuelle Fassung Hartz IV lassen die Erwerbslosen-Initiativen nicht zur Ruhe kommen. Die immer schwieriger und umfassender werdende Rechtslage und die Schikanen manchen ARGEn verunsichern die Arbeitslosen und machen die theoretische wie praktische Hilfe der Initiativen unumgänglich. An dieser Stelle möchte ich gerne drei Initiativen vorstellen und drei (die ich selten nutze) erwähnen:

Mein Favorit ist gegen-hartz.de, weil dort ein RSS-Feed ebenso geboten wird wie ein Newsletter, die beide regelmäßig über Aktuelles aus der gesamten Hartz IV-Problematik berichten. Desweiteren sind dort Urteile zu Hartz IV nachzulesen, und ein Forum bietet die Möglichkeit zum Austausch. Mein Favorit ist dieser Internet-Auftritt auch wegen seiner gegliederten Übersichtlichkeit.

Die Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen berichtet über Aktivitäten, bietet Rechtshilfen und Broschüren als pdf-Dokumente. Für einen Jahresbeitrag von 30 Euro kann man den Förderverein der Koordinierungsstelle finanziell unterstützen.

Der Wuppertaler Vereins Tacheles e.V. wurde 1994 als Selbsthilfeeinrichtung von Betroffenen für Betroffene gegründet. Durch sein erfolgreiches Eintreten für die Rechte sozial benachteiligter Menschen hat es Tacheles e.V. zu bundesweiter Bekanntheit gebracht. Seine umfangreiche Internet-Präsenz führt nicht nur dazu, dass viele Betroffene die Seiten nutzen, sondern es ist bekannt, dass auch zahlreiche Mitarbeiter von ARGEn sich dort informieren.

Drei weitere Seiten für Hartz IV-Betroffene möchte ich im folgenden unkommentiert erwähnen, weil ich diese Seiten nicht näher kenne, aber sie für empfehlenswert halte:
1) das Erwerbslosen-Forum Deutschland
2) die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V.
3) die Seite ver.di Erwerbslose, die laut eigenen Angaben eine "Vielzahl von Informationen" für Erwerbslose und Erwerbstätige bietet.

In solidarischer und konstruktiver Kritik möchte ich mit den folgenden Anregungen abschließen:
  • Es fehlt die bundesweite Vernetzung dieser und anderer Erwerbslosen-Initiativen, um die vorhandenen Energien im Kampf gegen die Hartz-Gesetze zu bündeln und auf diese Weise die zynischen Hartz-Gesetze zu bekämpfen.
  • Es ist ohnehin schon ein schwieriges Unterfangen, die komplexe Hartz IV-Materie zu verstehen, zu vermitteln und im alltäglichen und politischen Kampf umzusetzen. Ich würde mir wünschen, dass alle diese Initiativen sich zusätzlich auch den Kampf für die Abschaffung der Hartz-Gesetze auf die Fahnen schreiben und immer wieder in die politische Diskussion einbringen würden.

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