Mittwoch, 24. Oktober 2007

Tägliche Verhaftungen und Folter in Burma

Die Lage der Menschen in Burma ist kaum noch ein Medienthema, obwohl sie sich verschlimmert hat. Trotz des internationalen Drucks sitzt die Militärjunta nach wie vor fest im Sattel.

Burmesische Flüchtlinge werden von Thailand nach Burma zurück geschafft und müssen dort in der Regel Zwangsarbeit leisten. Es wird weiterhin täglich verhaftet, gefoltert und gemordet. Für das Militär wird fast das 170-fache ausgegeben wie für das Gesundheitswesen. Ein burmesischer Oberst, der sich mit einem Teil seiner Soldaten nach Thailand abgesetzt hat, berichtet, er hatte den Befehl, Tausende von Mönchen nieder zu metzeln und sie dann im Dschungel zu vergraben. Seinen Auftrag haben bestimmt andere übernommen.

Der Widerstand in Burma wird erschwert durch die Tatsache, dass es über 130 ethnische Minderheiten gibt und ebenso viele Sprachen und Dialekte. Und viele dieser Menschen kämpfen seit Jahrzehnten immer wieder gegeneinander. Sie wechseln zum Teil ihre Positionen je nach den Vorteilen, die sie daraus ziehen können.

Doch die Junta kann sich dem weltweiten Druck ohne Probleme entziehen, solange ihre wichtigsten Wirtschaftspartner – China, Russland und Indien – keinen entsprechenden Druck auf die Militärs in Burma ausüben.

Wie können wir in Deutschland angesichts dieser vordergründigen Wirkungslosigkeit unseres Drucks unsere Solidarität mit dem brutal unterdrückten Volk im Burma überhaupt umsetzen? Ich denke und bin davon überzeugt, wenn wir uns im eigenen Land und vor unserer eigenen Tür für Menschenwürde, für Gerechtigkeit, für Toleranz, für ein gelebtes Miteinander einsetzen, handeln wir nicht nur für uns, sondern auch für die unterdrückten Völker überall auf der Welt.

Viele verstreute Inseln können mittel- bis langfristig zu einem großartigen Land voller Menschenwürde zusammen wachsen. Auch wenn dieser Traum schon seit Menschengedenken geträumt wird, So sage ich mir immer wieder Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Leben. Wenn ich im Kleinen nach diesem Motto leben und wachsen kann, so ist es für die Menschheit eine einmalige und einzigartige Chance auf dem Weg zu einer lebenswerten und würdevollen Welt für Alle!

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