Donnerstag, 12. Januar 2017

Lesekreis und Rätselrunde


Seit fast einem Jahr arbeite ich ehrenamtlich in einem Solinger Altenheim und veranstalte dort einmal wöchentlich einen Lesekreis und einmal wöchentlich eine Rätselrunde. Ich bin ziemlich schnell in diese Tätigkeiten hinein gewachsen, weil ich offen auf die Oldies (mittlerweile nenne ich sie liebevoll meine Oldies) und das Team zugegangen bin und Oldies und Team ebenso offen auf mich. Fast von Anfang an kann ich sehr selbständig und eigenverantwortlich arbeiten, was mich freut und stolz macht. Vom Team bekomme ich jede nur mögliche Unterstützung.

Bei meinen Oldies hat sich ein fester Stamm heraus gebildet, der sich immer wieder auf mich freut und aktiv und engagiert den Lesekreis und ebenso die Rätselrunde mit gestaltet. Vor allem die Geschichten über die Nachkriegszeit wecken immer wieder viele Erinnerungen. Es war eine Zeit, die den Menschen jener Zeit sehr viel Kreativität abverlangte. Auch das Vertrauen zwischen den Menschen war damals noch verhältnismäßig stark ausgebildet. Und wenn mir am Schluss sowohl von Lesekreis wie auch von Rätselrunde gedankt wird - oft mit Beifall - so geht mir das runter wie Butter.

Was ich in meinem seinerzeitigen Artikel geschrieben habe, hat sich auf der ganzen Linie bestätigt. Es zeichnet sich ab, dass ich möglicherweise ein weiteres Tätigkeitsfeld übernehmen werde.

Ein störendes Element möchte ich an dieser Stelle dennoch erwähnen: Es stört mich von Anfang an, dass Literatur für diese Altersgruppe grundsätzlich unter Demenz zu finden ist. Sachlich betrachtet kann ich das nicht nachvollziehen und moralisch ist es für mich grenzwertig. Aber das wird mich nicht hindern, meine Oldies auch weiterhin als erfahrene und lebenskluge Menschen zu behandeln. Und genau so empfinde ich sie auch.

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