Freitag, 2. Januar 2015

Erinnerungen und Sehnsüchte


Bereits Mitte Dezember des vergangen Jahres habe ich über die Schnelllebigkeit des Lebens geschrieben. Und das sind nicht die einzigen Erinnerungen an mein bisher gelebtes Leben. Gerade über Silvester gab es viele Fernsehsendungen über die Musik meiner Jugend, die mich an die schönste Zeit meines Lebens erinnert haben. Angenehm zu sehen, dass nicht nur ich, sondern auch die Künstler älter und schöner geworden sind - natürlich mehr schöner als älter. Es wurden so viele Erinnerungen in mir wach gerufen, dass ich mich so manches Mal überfordert gefühlt habe, überschwemmt von Gefühlen, die mir heute so manches Mal fehlen. Nicht jeder ist seines Glückes Schmied. Und die, die meinen ihres Glückes Schmied zu sein, haben schlichtweg Glück gemacht und weniger nicht zu reparierende Fehler gemacht als ich.

Nun sehe ich einige von euch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und sagen, ich sei aber sehr negativ drauf. Das stimmt nur teilweise. Ich stehe zu meinen Gedanken und auch zu meinen Gefühlen, auch wenn viele meinen, ich würde falsch denken und fühlen und versuchen, mir zu erzählen, wie ich mein Leben zu leben habe. Wer mich so einschätzt, mag das ruhig tun. Ich kann damit leben. Genau wie in meinem "Gedankenbuch" richte ich mich in meinem realen Leben nicht nach der breiten Masse, die sich einbildet, die Weisheit mit großen Löffeln gefressen zu haben. Ich bin ich selbst und dazu stehe ich auch, obwohl das so manches Mal wesentlich schwerer ist als mich der Masse anzupassen. Aber dieser Versuch würde mir ohnehin nicht gelingen, weil ich weder meinen Kopf noch meine Gefühle verleugnen kann und will.

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