Samstag, 24. Januar 2015

Die Verwirrnis des Lebens


Manchmal möchte ich mich nur noch in eine Höhle verkriechen - ganz weit hinten, wo ich meine Ruhe habe zumindest vor äußeren Ereignissen. Allein schon all die politischen Ereignisse, von denen die Welt voll ist, überfordern mich geistig und seelisch. Da ich politisch sozialisiert bin, kann ich davor auch nicht meine Gedanken verschließen, obwohl ich es manches Mal so gerne würde. Es ist so vieles, das ich gerne verstehen würde und doch nie verstehen könnte. So stelle ich mir immer mal wieder vor, ich würde meinen Kopf so hart vor eine Wand schleudern, dass er platzt und alle überflüssigen Gedanken heraus geschleudert würden. Doch das ist nur eine hilflose Ersatzvorstellung ohne jegliche gelebte Auswirkung.

Zu diesen äußeren Einwirkungen kommen dann noch meine ureigenen persönlichen Probleme. Mit ihnen allein hätte ich schon genug zu tun. Doch auch sie überfordern mich oft und ich möchte nur noch weg laufen. Wohin? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich möchte ich einfach nur laufen, laufen, laufen . . . - solange, bis dass ich irgendwann einmal tief hinten in meiner Höhle vollends übermüdet einschlafen und für die Stunden des Schlafs "vergessen könnte".

Doch mit dem Vergessen ist es wie mit Urlaub: Sie lösen die Probleme nicht, sondern geben ihnen nur einen Aufschub.

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