Sonntag, 3. August 2014

Flucht vor Grundsicherung bzw. Sozialhilfe


Offenbar erhalte ich zu meiner kleinen Rente keine Grundsicherung, sondern lediglich "Hilfe zum Leben" (eine äußerst treffende Bezeichnung), weil es Grundsicherung angeblich erst ab dem 65. Lebensjahr gibt. Und das dauert noch bis Ende nächsten Jahres.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt empfinde ich diese Abhängigkeit vom Sozialamt als schlimmer und erniedrigender als meine letzten Jahren beim Jobcenter. Und eins ist mir klar: Ich will raus aus dieser Abhängigkeit. Das geht aber nur mit einer 450-Euro-Stelle - und die ist leider nicht so einfach zu finden. Gerade auch im kaufmännischen Bereich, in dem ich bevorzugt arbeiten möchte. Denn leider werden auch im Niedriglohnbereich schriftliche Bewerbungen erwartet. Und dazu bin ich nicht bereit. Damit käme ich wieder in dieselbe missliche Situation wie zuvor: schriftlich bewerben und Absagen erhalten. Zudem darf das monatliche Einkommen von 450 Euro nicht schwanken, weil ich nicht einen einzigen Monat wieder auf Grundsicherungs-/Sozialhilfeniveau absinken will. Ein guter Geschäftsführer bzw. eine gute Personalabteilung muss in der Lage sein, meine Fähigkeiten auf Grund eines persönliches Gesprächs einschätzen zu können anstatt sich auf schriftliche Dokumente zu "verlassen". Nach einer Einstellung wäre es für mich selbstverständlich, die entsprechenden Papiere nach zu reichen.

Erst einmal muss ich jetzt überlegen, wie ich vorgehen will, ohne mich zu verzetteln. Eine Möglichkeit sind die Angebote auf der Seite der Arbeitsagentur und auf kalaydo.de habe ich auch schon rein geschaut - gerade letztere Seite ist nicht das Gelbe vom Ei. Die Stellenangebote in der Regionalpresse - ich werde rein schauen, habe zu diesen Angeboten aus Erfahrung jedoch kein besonderes Vertrauen. Über weitere Möglichkeiten muss ich noch nachdenken, weil mir im Augenblick nichts Sinnvolles und nichts Effektives einfällt.

1 Kommentar:

  1. Mein größter Wunsch wäre - das möchte ich an dieser Stelle gerne ergänzen -, mit einem Nebenjob so viel zu meiner Rente hinzu zu verdienen, dass ich auch dann von Sozialhilfe/Grundsicherung unabhängig bleiben würde, wenn der Nebenverdienst mal so stark schwanken sollte, dass ich "vom Grunde her" wieder Sozialhilfe/Grundsicherung beanspruchen könnte.

    AntwortenLöschen