Donnerstag, 13. März 2014

Hoeneß Urteil ist ein Quasi-Freispruch


Jeder von Hartz IV Betroffene muss damit rechnen, dass ihm nach dreimaligem Terminversäumnis das vollständige Arbeitslosengeld II gestrichen wird. Und dabei hat ein solcher Mensch nicht einen einzigen Cent an Steuern hinter zogen. Da gibt es weder mildernde Umstände noch Bewährung, sondern ausschließlich die gnadenlose Härte des Gesetzes. Und da interessiert es kein Amt und keinen Richter, dass ein derart brutal getroffener Menschen ohne Geld dasteht und unter Umständen in die Obdachlosigkeit oder gar Kriminalität abrutscht.

Aber dem Prominenten und Reichen Uli Hoeness werden Milde gewährt: Für hinter zogene Steuern von mindestens 30.000.000 Euro bekommt er eine sanfte Haftstrafe von lediglich dreieinhalb Jahren. Und mir ist nicht bekannt, ob diese Strafe zur Bewährung ausgesetzt ist. Und in dieser Strafe sind weder Zinsen noch sonstige Gebühren enthalten.

Und keinesfalls darf außer Acht gelassen - um damit an den ersten Absatz anzuschließen -, dass Hoeneß mit noch genügend Geld da steht, um seinen exklusiven Lebensstandard aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Und die Anwälte werden sich auch nicht mit 2,50 Euro zufrieden geben. Da werden auch noch einmal Millionen über den Tisch gehen. Und ein von Hartz IV betroffener Mensch hat nicht einmal das Geld für nur einen Anwalt.

1 Kommentar:

  1. Dieser aktuelle stern-Artikel untermauert meine Schlussfolgerung: Hoeneß hat sein Urteil aus Berechnung sofort angenommen aus Angst, die wahren Ausmaße seiner Steuerverbrechen würden ans Licht der Öffentlichkeit kommen.

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