Donnerstag, 27. Februar 2014

Ein neuer Lebensabschnitt


In wenigen Monaten bin ich kein Langzeitarbeitsloser mehr, sondern ein Rentner. Vom Kopf her ist das "gehüpft wie gesprungen". Finanziell dürfte sich nicht viel ändern, weil ich jetzt von 750 Euro Arbeitslosengeld 2/Monat (über-)leben muss und als Rentner habe ich mit ergänzender Grundsicherung dann wohl denselben Betrag.

Gefühlsmäßig ist dieser Übergang schon ein neuer Lebensabschnitt für mich, weil ich mich - wie bei einem Berufswechsel - in die neue Materie einarbeiten muss. Komme ich tatsächlich letztendlich auf denselben Betrag wie heute oder gibt es Einschränkungen? Ist die Grundsicherung in ihren Auswirkungen mit Hartz IV vergleichbar? Wie lange wird sie jeweils gewährt? Dieselbe Frage gilt für den Rentenbezug. Inwiefern gelten die Urlaubseinschränkungen und entsprechenden Meldefristen aus dem SGB II (Hartz IV) bei der Grundsicherung? Fragen, die sich teilweise bestimmt von selbst beantworten. Und Fragen, für die ich noch Antworten finden muss. Am Besten lasse ich das alles mal in Ruhe auf mich zukommen. Meine vielen Initiativen bei meiner zwanzigjährigen Arbeitssuche haben schließlich auch nur den Spruch bestätigt "Außer Spesen nichts gewesen".

Auf eine Antwort bin ich jedoch sehr gespannt: Arbeitgeber stellen Langzeitarbeitslose nur äußerst ungern (falls überhaupt) für Nebenbeschäftigungen ein. Wie werden sie reagieren, wenn sie hören, dass ich Rentner bin? Mir noch ein paar Euro hinzu zu verdienen, wäre schon eine feine Sache - sowohl für meine Finanzen wie für mein Gefühl.

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