Mittwoch, 5. Februar 2014

Ausländische Geheimdienste oder unser Staat - wer ist für uns gefährlicher?


Immer mehr gewinne ich in den letzten Monaten den Eindruck, dass sich seit den Enthüllungen von Edward Snowden Staat und Medien auf die ausländischen Geheimdienste einschwören. Damit kann man so wunderbar von der innerdeutschen Ausspähung von uns Bürgern ablenken, die schon seit Jahren gang und gäbe ist:

Was unser Staat von uns Bürger wissen will, das findet er heraus. Dazu bedarf es keiner Geheimdienste, es reichen Gesetze und Verordnungen. Empfänger von Sozialleistungen müssen sich oft schon nackt ausziehen, um überhaupt eine "soziale" Leistung zu erhalten. Privatheit wird im Internet immer wieder gefordert. Doch wo bleibt die Privatheit, die unser Staat uns zugesteht? Auch unsere Wirtschaft ist sehr emsig im Abgreifen unserer Daten: Online-Shops erstellen Profile von uns und Werbetreibende im Internet ebenso. Mit jeder Kartenzahlung hinterlassen wir Spuren.

Eine der schlimmsten Bespitzelungen durch den Staat offenbart sich in den Menschen verachtenden und zynischen Hartz-Gesetzen. Was sind dagegen das Abgreifen meiner Emails durch ausländische Geheimdienste? Harmlos.

Was habe beispielsweise ich davon, dass ich mir einen sicheren und anonymen Email-Provider ausgesucht habe, wenn BND, NSA & Co hier in meinem Gedankenbuch mehr über mich erfahren als durch alle meine Emails, die ich je geschrieben habe? Vergessen wir eins nicht: Wenn uns einer dieser Vereine oder der Staat Böses antun wollen, so tun sie es und schrecken dabei auch nicht vor Lügen und Verleumdungen zurück, wie es der Radikalenerlass in der 1970er Jahren beweist.

Neu ist diese Thematik der Bespitzelung von uns Bürgern durch den eigenen Staat und die eigene Wirtschaft auch nicht: Bereits in meinem Eintrag vom 5. Juni 2010 habe ich darauf hingewiesen.

1 Kommentar:

  1. Einen "kleinen" Einblick in die Gefahr, die allein von den Kommunen für den Einzelnen ausgeht, zeigt dieser WDR-Artikel.

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