Montag, 30. Dezember 2013

Tage wie diese


Ich bin davon überzeugt, dass es im Leben eines jeden Menschen Zeiten gibt, die er nicht mehr missen möchte. Und dass es ebenso Tage gibt, die es besser nicht gegeben hätte. So liegt die schönste Zeit meines Lebens weit zurück in meiner Jugend (mittlere Spalte "Geschichte") - einer Zeit, in der ich weder Angst vor dem Heute noch Angst vor dem Morgen kannte. In den Jahren danach - vor allem in den letzten etwa 20 Jahren - schlich sich die Angst vor dem Heute und vor dem Morgen ein: berufliche und private Lebens- und Sichtweisen zerbröckelten, konnten mir aber dennoch nicht den Mut zum Leben nehmen (oder sollte ich vom Über-Leben sprechen?).

In letzter Zeit fällt mir das Alleinsein immer schwerer. Es reicht nicht, in irgendwelche Gruppen zu gehen, nur um "unter Menschen" zu sein. Auch und gerade unter Menschen kann der Mensch sehr einsam sein. Das merke ich in den Tagen seit dem 23. Dezember wieder sehr einschneidend. Die Erinnerung an diese Tage würde ich sehr gerne vollständig aus meinem Denken und Fühlen löschen. Doch leider nicht möglich - der "liebe Gott" hat diese Funktion dauerhaft deaktiviert.

Neid auf andere Menschen ist mir trotz gegenteiliger Behauptungen fremd. Darum fällt es mir auch sehr leicht und ich mache es sehr gerne, meinen Leserinnen und Lesern einen guten Jahresausklang zu wünschen und für 2014 vor allem Gesundheit, Zufriedenheit, eine gehörige Portion Glück und inneren und äußeren Frieden.

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