Donnerstag, 25. Juli 2013

Sind das die Mediziner der Zukunft?


Eine BWL-Studentin hat mir heute von der folgenden gemeinsamen Veranstaltung von BWL- und Medizinstudenten erzählt:

Es ging um die Medikation von älteren Menschen mit derselben Erkrankung. Medikament A war ein alt "bewährtes" Medikament, das zwar verhältnismäßig billig war, aber nicht so wirkungsvoll. Medikament B war noch nicht so lange auf dem Markt, aber dafür teurer und wirkungsvoller, weil die älteren Menschen mit diesem Medikament eine um einige Jahre verlängerte Lebenserwartung hatten.

Bei der abschließenden Abstimmung stimmte die Mehrheit der Medizinstudenten aus "Kosten"-gründen für das Medikament A in dem Wissen, dass das Leben der betroffenen älteren Menschen mit diesem Medikament um Jahre verkürzt und ihnen so mehrere Jahre ihres Lebens gestohlen würde. Im Leben von Nicht-Ärzten wird Diebstahl bestraft, Ärzte hingegen dürfen Leben vorsätzlich und straffrei verkürzen. Da tritt kein Staatsanwalt auf den Plan. Und gegen solche verantwortungslosen Ärzte zu prozessieren - solange die Betroffenen bzw. deren Angehörigen den Beweis für die Schuld eines Arztes erbringen müssen, wird das absolut unmöglich sein.

Eine mögliche Antwort auf meine Frage in der Überschrift: Nicht unbedingt. Sie eifern nur vielen Ärzten nach, die schon lange so denken und praktizieren. Es gibt auch Nicht-Ärzte, die genau so schlimm sind; doch gegen einen Arzt kann ich mich als Otto-Normal-Verbraucher nicht wehren.

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