Mittwoch, 17. Juli 2013

Das Geschenk der Sprache


Ein Leben ohne das geschriebene Wort kann ich mir ganz und gar nicht vorstellen. Schon als Kind habe ich lieber gelesen als draußen zu spielen - was ich im Nachhinein nicht gerade lobenswert finde, weil für Kinder das Spielen und Toben mit anderen Kindern äußerst wichtig sind für die Entwicklung ihrer sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Auch heute noch habe ich Phasen, in denen ich Bücher nur so verschlinge, weil sie mir neue Horizonte und Fantasien eröffnen und ich mich in andere Welten hinein versetzen kann. Doch brauche ich Lesen auch, um mich über sachliche Themen und über Politik zu informieren. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich leben könnte, ohne lesen zu lesen zu können. Das wäre für mich wie ein Leben ohne körperliche Nahrungsaufnahme, weil Lesen für mich geistige Nahrung ist.

Meine Begeisterung fürs Lesen führte dann Schritt für Schritt dazu, dass ich selber auch geschrieben habe - angefangen mit Presseerklärungen für die Organisationen, in denen ich in meiner Jugend engagiert war bis zu meinem "Gedankenbuch", das ich seit nunmehr fast sechs Jahren mit Herzblut gestalte und mit dem ich versuchen möchte, meine Gedanken- und Gefühlswelt anderen Menschen ein Stück näher zu bringen und ihnen vielleicht auch ein wenig von meinem Leben schenken zu können. Es macht mir sehr viel Spaß, mit Sprache zu arbeiten und zu spielen - auch im gesprochenen Wort.

Eine Frau hat mir mal gesagt, sie fände Spazierengehen und Lesen "langweilig". Beide Tätigkeiten sind für mich schöpferisch und ich kann mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen - und will es auch gar nicht. Nicht nur Essen hält meinen Körper und meine Seele zusammen, sondern auch Lesen und schöpferisches Schreiben.

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