Sonntag, 2. Juni 2013

Wir werden nicht schweigen


Zum ersten Jahrestag des Brandanschlags von Solingen kamen 10.000 Menschen zur Einweihung des Mahnmals auf dem Gelände des Mildred-Scheel-Berufskollegs. Angeregt wurde dieses Mahnmal von Heinz Siering, dem Leiter der Solinger Jugendhilfe-Werkstatt. Das Mahnmal zeigt zwei große Metallfiguren – ein symbolisches Ehepaar –, die ein Hakenkreuz zerreißen. Umgeben sind diese Figuren von 7.000 handgeschmiedeten Aluminiumringen. Jeder Ring trägt einen eingravierten Namen: 
Fotos des Mahnmals

1 Kommentar:

  1. Heute hatte ich ein Gespräch mit Heinz Siering, dem Leiter der Jugendhilfe-Werkstatt. Auf Grund dieses Gesprächs möchte ich meinen Artikel um zwei Anmerkungen ergänzen:

    Es sind bisher keine 7.000 Ringe (diese irrtümliche Angabe habe ich der Presse entnommen), sondern aktuell etwas über 5.000 Ringe.

    Das heißt jedoch nicht, dass erst knapp über 5.000 Menschen sich auf diesem Weg gegen Rassismus und Faschismus ausgesprochen haben, sondern weitaus mehr, weil auf jedem einzelnen Ring bis zu zwei Namen stehen können. Zudem gibt es viele Ringe, die Klassen, Schulen oder andere Gruppen gespendet haben und für jeden Einzelnen aus der entsprechenden Gruppe stehen. Es sind also bestimmt weit über 10.000 Menschen (nach meiner vorsichtigen Schätzung), die auf diesem Mahnmal ihr Gedenken an die Familie Genc und all die anderen Opfer von Rassismus öffentlich bekunden.

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