Mittwoch, 19. September 2012

Ein schwieriges Unterfangen


Berichte über Armut und Altersarmut, über Sozialabbau, über die Verschwendung von Steuergeldern, über steigende Preise, fallende Einkommen und die Verletzung von Persönlichkeitsrechten gibt es viele und sie werden - davon gehe ich bei den öffentlichen Medien aus - immer wieder und gerne gelesen. Doch wenn ich darüber schreibe, gibt es nur wenig Anklang und noch weniger Meinungsäußerungen. Nach meiner Beobachtung liegt das daran, dass solche Berichte in den Medien "sachlich" gehalten sind und den Eindruck vermitteln, der jeweilige Autor hätte als Außenstehender frei von persönlichen Vorlieben und Erfahrungen und mit "sachlichem" Abstand geschrieben. Eine solche Schreibe kommt bei den Menschen an, weil sie los gelöst ist von den persönlichen, den menschlichen und gefühlsmäßig berührenden Gesichtspunkten einer solchen Berichterstattung.

Meine Blogeinträge jedoch schildern auch diese Themen. Aber ich schreibe nicht nicht als ein Berichterstatter von einem anderen Stern, sondern als ein Mensch, der mitten in all diesen Geschehnissen steht und daher auch mit seinen Gedanken und seinen Gefühlen eingebunden ist. Darum sind meine Auseinandersetzungen auch sehr persönlich geprägt und aus dieser sehr persönlichen Prägung heraus für den einen oder die andere zu nahe gehend, weil ich meine Erfahrungen gar nicht für so einzigartig halte, wie es möglicherweise manches Mal den Eindruck macht.

Mit meiner Schreibe will ich meine Leserinnen und Leser nicht nur auf der Sachebene ansprechen, sondern auch auf ihrer Gefühlsebene. Ich will niemanden verletzen, aber alle Leserinnen und Leser ansprechen - nicht als Objekte, sondern als Subjekte, sprich: als denkende und fühlende Menschen und als Teile dieser unserer Gesellschaft.

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