Dienstag, 18. September 2012

Diskriminierungen sind mir fremd


Vor meiner Geburt waren es die Juden und nach meiner Geburt unsere ausländischen Mitbürger, Schwule. Lesben, Andersgläubige und noch eine Reihe von Gruppen, die gesellschaftlich herabgestuft worden sind und es auch heute oft noch werden. Die Gesellschaft - und dazu gehört auch der Mann auf der Straße - braucht immer wieder Menschengruppen, die sie für Alles und Jedes verantwortlich machen kann, was auf der Welt und im eigenen Leben schief läuft. Und diese menschliche Schwäche - keine Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen - wird von den Mächtigen in Politik und Wirtschaft immer wieder so geschickt und manipulativ ausgenutzt, dass der Mann auf der Straße auch noch glaubt, diese Diskriminierungen wären seine eigenen Meinungen.

Schon manches Mal habe ich versucht, mich in solche Menschen hinein zu versetzen, die die Diskriminierung von anderen Menschen für die selbstverständlichste Sache der Welt halten. Aber es ist mir nie gelungen. Für mich ist das Herabsetzen von Menschen, die anders leben und anders denken und fühlen als ich, einfach vollkommen fremd und nicht im geringsten nachvollziehbar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen