Dienstag, 25. September 2012

Apple-Partner Foxconn hetzt Arbeitnehmer gegeneinander auf


IT-Unternehmen wie Apple, HP, Dell und Sony lassen ihre Produkte bei dem chinesischen Konzern Foxconn herstellen - einem Unternehmen, bei dem widerliche und Menschen verachtende Zustände herrschen. Erst vor zwei Jahren hatte Foxconn mit einer Selbstmord-Serie für weltweites Aufsehen gesorgt. Und es wurde nie danach gefragt, ob diese Selbstmorde nicht vertuschte Morde waren. Sind sich die Käufer von iPhone und iPad eigentlich darüber im Klaren, wenn sie Hunderte von Euro für diese Geräte bezahlen?

Bei den aktuellen Massenschlägereien weist Foxconn wider besseren Wissens darauf hin, dass diese Schlägereien nichts mit dem Betrieb zu tun hätten, sondern rein privater Natur seien. Vorsätzlich falsch gedacht: Bei Menschen, die unter Menschen unwürdigen Bedingungen arbeiten und leben müssen, stauen sich nun mal Aggressionen auf. Und bedauerlicherweise entladen sich diese Aggressionen dann mitunter in "privaten" Schlägereien, obwohl der dahinter steckende Zorn sich nicht gegen die Kolleginnen und Kollegen richtet, sondern gegen gegen Foxconn und seine Auftraggeber. Würde sich diese Wut gegen Foxconn-Manager und die Firmeninhaber richten, dann würden die Folgen nicht "nur" aus 40 Verletzten bestehen, sondern dann hätte die chinesische Polizei und das Militär für weitaus mehr Verletzte und vielleicht sogar Tote gesorgt. Aber so sind die Verantwortlichen und Verursacher für diese Massenschlägereien mal wieder fein raus.

Diese Hintergründe sollten nicht verschwiegen werden. Und auch die deutschen Medien - soweit ich sie verfolgen konnte - waschen letzten Endes Foxconn und ihre Auftraggeber rein. Damit diese Hintergründe und Zusammenhänge nicht unter den Teppich gekehrt werden - darum habe ich diesen Artikel geschrieben.

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