Dienstag, 14. August 2012

Es langsam angehen lassen

"Es" langsam angehen lassen – und eine neue Zweisamkeit nicht direkt von Anfang an quasi überfordern. Ein berechtigter Anspruch! Doch muss ich gestehen, dass ich gar nicht weiß, wie das "geht". Es zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, dass neue Zweisamkeiten sehr spontan entstanden sind. Und fast alle diese Zweisamkeiten haben über viele Jahre gedauert. Doch das klappt schon seit einigen Jahren nicht mehr. Und ich bin tatsächlich ungeübt darin, wie ich das machen soll. Wann merke ich, dass ich aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft und wann aus Freundschaft eine neue Zweisamkeit geworden ist? Welche Zeitspanne ist da anzusetzen, falls man das überhaupt so sagen kann?

Oft schon habe ich den Satz gelesen: "Ich habe gerade jemanden kennen gelernt und möchte nicht mehrgleisig fahren." Da kann ich nur dieselben Fragen wie oben stellen. Ist für diese Menschen in einer solchen Kennenlernphase (wie lange dauert sie? nach welchen Merkmalen wird sie beurteilt?) das Kennenlernen von anderen Männern bzw. Frauen tabu? Was spricht dagegen, "mehrgleisig" zu fahren? Auch Züge, die auf mehreren Gleisen fahren, kommen an ihr Ziel. Gut – auf Menschen bezogen, mag dieser Vergleich etwas hinken. Die meisten Menschen haben doch auch mehrere Bekannte mit unterschiedlicher Tiefe.

Unabhängig davon, wie andere es handhaben – für mich ist es kein Problem, "mehrgleisig" zu fahren.  Ich bemühe mich von Anfang an um Ehrlichkeit und Offenheit. Und ich bin davon überzeugt und habe diese Erfahrung auch schon häufiger gemacht, dass die Menschen damit umgehen können, wenn ich ehrlich und offen mit ihnen bin.

Noch eine abschließende Bemerkung zum Zeit-Faktor: Das Kennenlernen "kann" wesentlich länger dauern, wenn auch nur einer der Beiden wenig Zeit hat. Und es "kann" wesentlich kürzer sein, wenn Beide über viel Zeit verfügen.

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