Dienstag, 24. April 2012

Nach vierzig Jahren noch nicht rehabilitiert


Die Mitgliederzeitung der Gewerkschaft ver.di - ver.di Publik - macht in ihrer aktuellen Ausgabe 03/2012 dankenswerterweise darauf aufmerksam, dass wir auch in unserer Demokratie unselige Zeiten hatten (und natürlich zur Zeit mitten in einer solchen Zeit leben). Deshalb erinnert sie an den Radikalenerlass von 1972, mit dessen Hilfe der Staat demokratische Menschen aus dem öffentlichen Dienst fern gehalten hat. Diese Zeit ist auch als die Zeit der Berufsverbote bekannt.

Und ver.di weist darauf hin, dass viele Betroffene bis heute nicht rehabilitiert sind und auf Grund dieser Gesinnungsschnüffelei auch noch vierzig Jahre später an den Folgen zu tragen haben. So gehen die Verantwortlichen in unserer Demokratie mit Verantwortung um - sie versuchen immer wieder, die Gesetze zu ihrem eigenen Vorteil zu machen und sich und ihre Menschen verachtende Politik in Wahlen durchwinken zu lassen.

Für interessierte Frankfurter sei darauf hingewiesen, dass zu diesem Thema am 5. Mai im Frankfurter Gewerkschaftshaus eine Veranstaltung stattfindet (siehe verlinkter Artikel).

Mir ist es wichtig, abschließend darauf aufmerksam zu machen, dass wir auch heute noch mit Hartz IV, Sozialabbau und Niedriglohnsektor massenhaft von Berufsverboten betroffen sind.

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