Dienstag, 19. Juli 2011

Mit dem Zug unterwegs

Mein Vater war Zeit seines Lebens ein überzeugter Eisenbahner. Mittlerweile ist er leider schon über zwölf Jahre tot. Zu seiner Zeit war die Deutsche Bundesbahn noch ein Kunden und Mitarbeiter orientierter Staatsbetrieb. Und so gab es für jedes Familienmitglied zwölf Freifahrten im Jahr in der gesamten Bundesrepublik. Damals konnte ich mit diesen Freifahrten nichts anfangen, weil ich es langweilig fand, mit dem Zug durchs Land zu fahren.

Angeregt durch viele Fersehbeiträge Mit dem Zug durch… empfinde ich meine damalige Einstellung schlichtweg als äußerst kurzsichtig. Heute habe ich zwar keine Freifahrten mehr, aber ich würde sehr gerne viel mit dem Zug verreisen – die Zeit hätte ich, doch meine finanzielle Lage lässt das nicht zu. Wenn mein Vater noch leben würde und seine Gesundheit es zuließe, würde ich mit ihm gemeinsam bestimmt so manch eine Zugreise machen. Meine 87-jährige Mutter ist schon allein aus gesundheitlichen Gründen dazu gar nicht mehr in der Lage.

So bleiben mir Zugreisen nur vor dem Fernsehen. Doch hätte ich gegen einen Gönner – es darf auch eine Gönnerin sein – nichts einzuwenden.

1 Kommentar:

  1. Das kann ich gut nachvollziehen. Mein Vater, er ist vor 4 Wochen verstorben, war auch Zeit seines Lebens bei der Bahn als Arbeiter beschäftigt und ich kenne die Freifahrten noch sehr gut. Wir nutzten sie zu Besuchsfahrten zur Verwandtschaft.

    Vieles, was man früher fast als nervig empfand, bekommt später einen neuen Stellenwert.

    Feiner Artikel.

    Beste Grüße

    Jürgen

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