Donnerstag, 18. November 2010

Warum pflege ich mein Gedankenbuch?


Angeregt durch die Rubrik Private Homepages der Forenuser in einem der von mir besuchten Foren habe ich meinen Ersteintrag vom 20. August 2007 aktualisiert:

Mein Blog, das ich "Gerhards Gedankenbuch" genannt habe, pflege ich seit August 2007. Ich habe es bewusst "Gerhards Gedankenbuch" genannt, weil ich dort meine Gedanken und Gefühle zu den verschiedensten Bereichen des Lebens aus meiner Sicht und Erfahrung heraus nieder schreibe. Diese Gedanken sollen meine Leserinnen und Leser anregen – zum Lesen, zum Nachdenken und sehr gerne auch zum Kommentieren.

Meine Einträge erheben keinen Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit. Das liegt mir ganz und gar fern. Vielmehr dienen sie dem Gedankenaustausch meiner Leserinnen und Leser mit meinen Gedanken. Ich habe mal versucht, meine Einträge verschiedenen Kategorien zu zu ordnen. Das hat sich allerdings als unmöglich herausgestellt, weil meine Einträge in der Regel sehr komplex sind.

Ich beschäftige mich mit sehr vielen Lebensbereichen – das reicht von ganz persönlichen Erfahrungen und den damit verbundenen Gefühlen bis hin zur großen Politik, die sich letztlich immer auch auf das ganz persönliche Leben eines jeden Einzelnen von uns auswirkt.

Auch in meinem Sprachstil nutze ich verschiedene Mittel wie Sachlichkeit, das "unsachliche" Aussprechen meiner persönlichen Erfahrungen, feine Ironie und manches Mal auch Provokation. Mit meinen Provokationen möchte ich niemals verletzen, sondern mittels zugespitzter Übertreibung bestimmte Sachverhalte aus meiner Sicht verdeutlichen.

Es gibt Blogs mit weitaus mehr Besuchern und Kommentaren als mein Gedankenbuch. Und das ist auch nachvollziehbar: Mein Gedankenbuch ist sehr persönlich und für manche Menschen streckenweise zu persönlich. Darum ist auch nicht so das ganz große Interesse da wie bei gut gepflegten Blogs beispielsweise aus den Bereichen Internet, Technik oder Politik – um nur diese drei Beispiele heraus zu greifen. Und ähnlich verhält es sich mit den Kommentaren. Auf meine oft sehr persönlichen Gedanken möchte oder kann mancher Leser/manche Leserin aus den verschiedensten Gründen nicht antworten – und das kann ich auch akzeptieren. Nur zwei "Argumente" kann ich schlecht annehmen: Ich würde so gut formulieren, dass man/frau sich im Kommentar nicht blamieren möchte – so gut drücke ich mich nun auch wieder nicht aus. Jeder sollte einfach so schreiben, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Und das zweite "Argument", ich hätte ja schon Alles gesagt und man könne zu meinem Eintrag nichts mehr schreiben. Meine Einträge sind immer auch Gedankensplitter, weil ich sonst ausgefeilte Romane schreiben würde. Und ich bemühe mich in der Regel, meine Einträge nicht allzu lang werden zu lassen, damit die Lust am Lesen nicht vergeht.

Mit der Pflege meines Gedankenbuchs schaffe ich mir zudem die Möglichkeit, gedachte Gedanken durch das Schreiben nochmals genauer zu begreifen und zu hinterfragen. Und ich liebe es, mit Sprache zu spielen und zu arbeiten.

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