Donnerstag, 3. Dezember 2009

Welche Angabe ist denn nun richtig?


Am 1. Oktober 1990 begann meine langjährige Arbeitslosigkeit. Allerdings bin ich seitdem nicht durchgehend arbeitslos, sondern hatte immer wieder geringfügige und zeitlich begrenzte Arbeitsverhältnisse zwischen sieben und vierundzwanzig Monaten.

Zuletzt war es meine Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen, die ich im Januar 2006 nach 21 Monaten Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe. Zum seinerzeitigen Zeitpunkt hat von den 13, die bestanden haben, nur eine eine Stelle bekommen. Selbst habe ich mich bei verschiedenen Arbeitgebern erfolglos beworben. Während ich mich früher auf "Teufel komm raus" beworben habe, habe ich während der Umschulung gelernt, dass es keinen Sinn macht, sich auf ein Stellenprofil zu bewerben, wenn ein bis zwei Anforderungen schon nicht erfüllt werden - gewusst habe ich es im Grunde genommen auch schon davor. Es ist einfach sehr schwierig, mit 58 Jahren noch eine Stelle zu finden, wie auch meine aktuellen Bemühungen beweisen.

Von meinem Gefühl her fühle ich mich seit dem 01.10.1990 arbeitslos, weil alle zwischenzeitlichen Bemühungen und Anstrengungen im Sande verlaufen sind. Darum spreche ich auch grundsätzlich von meiner achtzehnjährigen Arbeitslosigkeit.

Aus formaler und vielleicht auch tatsächlicher Dauer bin ich seit dem erfolgreichen Abschluss meiner Umschulung im Januar 2006 "erst" knapp vier Jahre arbeitslos. Es fällt mir schwer, hier zwischen formalen/tatsächlichen Gesichtspunkten und meinen Gefühlen klar zu trennen.

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