Dienstag, 28. Juli 2009

Ein Dinosaurier im 21. Jahrhundert


In der Geschichte unseres Heimatplaneten Erde hat es schon sehr viele entwicklungsgeschichtlich einschneidende Phasen gegeben - Eiszeiten, jahrelange Regenfälle, Einschläge von Meteoriten (um nur einige zu nennen). Lebewesen entstanden und wurden wieder vernichtet. Und nicht immer überlebten die Größten und Stärksten. Ich erinnere nur an das Aussterben der Dinosaurier. Und ich erinnere an die vielen Kleinstlebewesen unter unseren Füßen, die den Boden unter uns für unser Überleben pflegen.

Unsere Erde war von unserer Zeitrechnung her schon sehr alt, als wir kleine Menschenkinder in Erscheinung traten und die Welt in wahnsinnig kurzer Zeit derart nachhaltig veränderten und immer noch verändern, dass viele unserer Zerstörungen dauerhaft bis unumkehrbar sind. Man stelle sich einmal vor, wir würden unsere leiblichen Mütter derart verletzen und töten - ein Großteil der Erde müsste zu einem Gefängnis umgebaut werden.

Es ist eine der großen in unsere Köpfe getrichterten Manipulationen, dass nur die Menschen überleben, die sich anpassen können - anpassen an die veränderten Entwicklungen, die wir uns von einer Minderheit aufzwingen lassen. Gehört es denn auch zum Überleben, dass wir rücksichtslos, egoistisch, zuerst mit den Ellbogen nach vorne statt mit dem Kopf, den Mitmenschen nur als Mittel zum eigenen Zweck und unsere Umwelt - also auch unsere Mitmenschen - nach den verheerenden kaufmännischen Gesichtspunkten von Gewinn und Verlust sehen müssen, um in dieser Welt über die Gegenwart hinaus eine Zukunft zu haben?

Wenn es Das ist, dann verweigere ich mich dem Überleben und lebe lieber. Und ich bin davon überzeugt, damit nicht so ganz alleine da zu stehen. Lieber bleibe ich Mensch und Außenseiter, als mich diesen Normalitäten anzupassen und sie möglicherweise auch noch selbst zu leben. Selbst wenn ich es wollte, ich könnte es gar nicht, weil ich Mensch bin und es auch bleiben werde. Dann sterbe ich lieber dereinst als einsamer und verachteter Dinosaurier des 21. Jahrhunderts.

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