Dienstag, 7. April 2009

Meine persönliche Wahlentscheidung


In den nächsten Monaten stehen eine Reihe von Wahlen an. Und so langsam kommen Politiker - unterstützt von den Geldern und Aufträgen ihrer Herren aus Industrie und Wirtschaft - aus ihren Löchern, um uns Wählerinnen und Wählern weis zu machen, dass nur ihre Partei die Interessen des einfachen Mannes und der einfachen Frau vertritt. In einem bekannten Theaterstück heißt es The same procedure as every year. Dasselbe gilt schon seit Jahrzehnten für alle Wahlen: Da wird Wein versprochen und zu trinken gibt es letztendlich nur Wasser - da wird "Mehr Demokratie wagen" versprochen und nach den Wahlen wird dieses Gebäude Stein für Stein abgetragen; da wird das angeblich so vorbildliche deutsche soziale Netz beschworen, von dem schon vor den Wahlen die Löcher größer sind als das Netz, damit möglichst viele Menschen von diesem Netz erst gar nicht aufgefangen werden. Da werden (nicht nur) im Wahlkampf nach meiner festen Überzeugung die Wähler vorsätzlich belogen und nach den Wahlen tut man ganz entgeistert, wenn die Wähler die Einhaltung der Versprechen fordern (so beispielsweise der SPD-Politiker Franz Müntefering am 29. August 2006).

Parteien gleich welcher Art haben meine Interessen noch nie vertreten. Darum habe ich mich schon vor Jahren entschieden, Wahlen zu boykottieren, weil sie kein Ausdruck von Demokratie sind, sondern lediglich ein "demokratisches" Aushängeschild von macht- und geldhungrigen Politikern, denen nicht im mindesten daran liegt, Interessen von Menschen wie mir zu vertreten und für sie zu kämpfen.

Letztendlich bin ich doch für mein Wohlergehen allein zuständig, aber nicht in vollem Umfang verantwortlich, weil ich in Zwänge eingebunden bin (beispielsweise Hartz IV mit allen finanziellen und menschlichen Folgen), für die ich nicht verantwortlich bin. Darum steht auf meinem persönlichen Wahlzettel auch einzig und allein mein Name, weil nur ich die Gewähr dafür biete, dass meine Interessen und mein Wohlergehen einen sehr hohen Wert haben, für den zu kämpfen es sich lohnt!

1 Kommentar:

  1. Gut gesagt, Wählen hat seinen Sinn schon seit langem verloren. Es wird vielmehr Zeit, dass sich endlich etwas bewegt. Ich habe bei mitgemacht; die wollen endlich den bundesweiten Volksentscheid haben. Warum dürfen z.B. die Iren über Europa mitbestimmen und wir nicht?

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