Freitag, 26. Dezember 2008

Spenden und Alternativen


Der vierte Jahrestag des Tsunamis in Südostasien macht mich auch heute noch sehr betroffen. Auch hier musste erst die Katastrophe geschehen, bevor von verantwortlichen Stellen konkrete Hilfe umgesetzt wurde und einige Gelder flossen, die im Promille-Bereich der Gelder liegen, die in Zerstörung und Rüstung und Banken investiert werden.

Nach solchen Katastrophen laufen dann die Spendenaktionen an. Finanzielle Hilfe ist sicherlich wichtig in solchen Situationen, auch wenn ich nach wie vor bezweifle, dass alle Spenden zu 100 % dort ankommen, wo sie wirklich helfen. Zudem ist es mir als Empfänger von Arbeitslosengeld II überhaupt nicht möglich, finanzielle Hilfe zu leisten, weil ich für mich selbst sehen muss, wie ich finanziell über die Runden komme.

Doch so manches Mal habe ich schon gedacht, dass ich durchaus bereit bin, vor Ort jede Hilfe zu leisten, die mir möglich ist - unabhängig davon, inwieweit das von Seiten der Hilfsorganisationen zu verwirklichen ist. Auch weiß ich nicht, wie ich das unmittelbare Erleben einer Katastrophe gefühlsmäßig aushalten und verarbeiten kann.

Bei einer solchen Katastrophe wäre ich sicherlich nicht der ideale Helfer, der ohne zu fragen weiß, was zu tun ist. Doch würde ich lieber 50 Steine per Hand beseitigen und die Opfer in jeglicher Form unterstützen und sie begleiten als gar nichts tun.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen