Freitag, 17. Oktober 2008

Porto selbst drucken


Es ist zwar bequem, sich seine Briefmarken am heimischen Computer selbst zu drucken, doch macht die Deutsche Post dieses Angebot nicht für Ihre Kunden, sondern für sich selbst - sie will damit noch mehr Kosten sparen. Darum möchte ich dieses Angebot näher beleuchten:

Die Post schließt schon seit Jahren ihre eigenen Postämter und gibt ihre Tätigkeiten an zumeist kleinere, selbständige Filialen ab. Wenn nun die Kunden in verstärktem Maße ihre Briefmarken selbst drucken und nicht mehr in den Filialen kaufen, sinken deren Umsätze und die Post schließt dann auch solche Filialen auf Grund von sinkenden Umsätzen, die sie selbst (vorsätzlich) verursacht hat.

Der selbst druckende Kunde muss zusätzliche Kosten für den Kauf der entsprechenden Etiketten aufbringen und auch die Tinte für deren Druck selbst zahlen.

Es gilt ein verbindlicher Mindestbestellwert von zehn Euro, auch wenn der Kunde nur wenige Briefe verschicken will. Er bezahlt die Post also für eine noch nicht erbrachte Leistung und gewährt diesem Unternehmen somit ein zinsloses Darlehen.

Mögliche Rückerstattungen müssen über eine 01805-Sonderrufnummer abgewickelt werden, deren Kosten auch der Kunde allein zu tragen hat.

Schlussendlich und als Krone der Kundenfeindlichkeit schließt die Deutsche Post in den entsprechenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ansprüche des Kunden ihr gegenüber grundsätzlich aus.

Kommentare:

  1. sehr schön, einmal nicht nur die technische seite betrachtet!

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  2. Lieber Gerhard. Vielen Dank für Deine Berichte; sehr sozial.

    Gruss Birmaberichterstattung

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  3. Hallo Frauke,

    ich möchte Dir noch eine verspätete Antwort schicken:

    So klar hatte ich das noch gar nicht betrachtet, weil ich technisch ziemlich unbeholfen bin und eher an die Zusammenhänge und Hintergründe von Technik denke.

    Viele Grüße
    Gerhard

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