Dienstag, 14. Oktober 2008

Neunter Todestag


Gestern jährte sich zum neunten Mal still und leise der Todestag meines Vaters. Still und leise, weil es nicht ein einziges Mal seit Vatis Tod ein gemeinsames familiäres Gedenken gab - wie auch in einer zerstrittenen Familie, in der sich jeder selbst der nächste ist und die Schuld immer bei den anderen liegt. Das ist in meiner biologischen Familie falsch verstandene und falsch gelebte christliche Erziehung mit der Folge, dass die Toten nun mal tot sind.

Ich selbst habe nie um meinen Vater getrauert oder trauern können. Es fällt mir schwer, um einen toten Menschen zu trauern - auch wenn es der eigene Vater ist -, der mir auch im Leben nicht nahe gewesen ist.

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