Mittwoch, 10. September 2008

Barmer in altem Fahrwasser


Sie sind Arbeitgeber und möchten eine schwangere Mitarbeiterin oder einen schwer behinderten Mitarbeiter auf die Straße setzen? Keine Problem: Die Barmer Ersatzkasse hilft Ihnen. Für die größte deutsche Krankenkasse, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, sollte das ja wohl selbstverständlich sein.

Dieser Zynismus hat einen praktischen Hintergrund: Als ehemaliger Mitarbeiter der Barmer habe ich am eigenen Leib erfahren müssen, wie wenig der Mensch dort gilt. Als Mitarbeiter war ich der Barmer zu gut, weil ich konsequent über den Tellerrand gesehen und das, was ich sah, auch ausgesprochen habe (mehr Positives als Negatives, jedoch immer mit solidarischem Hintergrund) und auch in der praktischen Arbeit konnte mir nichts Negatives nachgewiesen werden - ich wurde dennoch rausgemobbt. Übrigens äußern sich ehemalige Mitarbeiter, mit denen ich gesprochen habe, in der gleichen Weise.

Das war der Barmer aber noch nicht genug. Sie hat mir sogar widerrechtlich mein Krankengeld eingestellt auf Grund eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK). Dieses Gutachten jedoch wurde erst vier Wochen nach dem Einstellungsbescheid erstellt. In dem anschließenden Klageverfahren musste die Barmer dann logischerweise unterliegen.

Mit den genannten "Angeboten" an die Arbeitgeber hat die Barmer aus meiner Sicht lediglich versucht, ihre eigene interne Politik auch nach außen zu tragen. Hat wohl mal wieder nicht geklappt.

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