Dienstag, 26. August 2008

Digitale Unterschrift und Verschlüsselung


Täglich senden wir Emails übers Internet und machen uns viel zu selten klar, dass diese Nachrichten mitgelesen und verändert werden können und der Absender auch nicht immer derjenige sein muss, für den er sich ausgibt.

Ich habe mich darum entschlossen, meine Emails mit digitaler Unterschrift zu verschicken. Somit können meine Nachrichten zwar noch mitgelesen werden, aber der Empfänger hat die Sicherheit, dass sie auch tatsächlich von mir sind und dass die Nachricht nicht verändert wurde, seit sie von mir gesendet wurde.

Zuerst habe ich versucht, ein entsprechendes Zertifikat von TC TrustCenter in mein Email-Programm einzubinden. Das ist mir jedoch nicht gelungen. Mein nächster Versuch war Thawte. Hier muss man schon ein wenig Englisch verstehen. Doch die Einbindung meines Zertifikates hat dort auf Anhieb geklappt.

Das Lesen einer von mir versandten und digital unterschriebenen Email ist weiterhin wie bisher möglich. Nur das Briefsymbol im Nachrichtenkopf weist darauf hin, dass die Nachricht von mir digital unterschrieben wurde.

An die Verschlüsselung habe ich mich bisher nicht heran gewagt, weil - wenn ich die Beschreibungen richtig verstehe - hier sowohl Sender wie Empfänger über das gleiche Zertifikat verfügen müssen. Eine verschlüsselte Nachricht ist mithin nur für den lesbar, für den sie bestimmt ist.

Gegen den Bundestrojaner wurde mit Recht protestiert. Und vor Jahren gab es einen Aufstand, als der Staat eine Volkszählung durchführen wollte. Und wo ist diese Feinfühligkeit heute? Es gibt beispielsweise Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen mit intimsten Einzelheiten ihres Lebens unverschlüsselt per Email verschicken.

Seien wir auf der Hut und schützen wir unser persönliches Leben soweit wie möglich vor Eingriffen und Ausspionieren! Einmal ins Internet gestellt, bleiben unsere persönlichen Daten - ob allgemeiner oder intimer Natur - lebenslang für Jedermann zugänglich.

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