Montag, 25. August 2008

Ach wär´ ich doch die IKB

Es ist in unserem Land leichter, eine Bank in den Ruin zu führen und mit heiler Haut davon zu kommen als als Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) von seinen Schulden frei zu kommen:

Nachdem sich die Mittelstandsbank IKB dank ihrer klugen, kompetenten und leistungsgerecht bezahlten Manager mit faulen Hypothekenkrediten in den USA verspekuliert hatte, hat sie zwecks Rettung aus Steuergeldern eine Finanzspritze in Höhe von 8.500.000.000 Euro erhalten. Wenn diese Steuergelder tatsächlich der Rettung der IKB dienten, so muss gefragt werden: Warum wurde sie dann dennoch verkauft?

Von diesen in die falschen Hände gespielten Steuermilliarden könnten bei angenommenen 600 Euro monatlich nahezu 1.181.000 Empfänger von Arbeitslosengeld II ein Jahr bezahlt werden.

Doch zurück zu meiner in der Überschrift ausgedrückten Hoffnung: Nehmen wir einmal an, ich hätte Schulden in Höhe von 10.000 Euro und erhielte beispielsweise eine Erbschaft in derselben Höhe. Dann wäre ich nicht, wie man annehmen könnte, schuldenfrei. Vielmehr hätte ich weiterhin 10.000 Euro Schulden, weil mir diese Erbschaft in voller Höhe auf mein Arbeitslosengeld II angerechnet würde. Mir würde und wird jede Möglichkeit genommen, je wieder schuldenfrei zu werden.

Als Bankmanager könnte mir so etwas nicht passieren, weil diese Kaste sich schon mal gar nicht verschulden kann und in unserem Lande über sehr viel Macht verfügt. Zum anderen vertreten unsere Volksvertreter nicht das Volk, sondern dienen ihren Herren in den Vorstandsetagen der Großkonzerne.

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