Samstag, 28. Juni 2008

Das Peter-Prinzip


Schon häufig bin ich nach den Ursachen für meine andauernde Arbeitslosigkeit gefragt worden. Und durchweg bin ich bei meiner Antwort "Weil die Arbeitgeber Duckmäuser wollen und Angst vor Mitarbeitern haben, die hinterfragen, vernetzt denken und ihre Gedanken laut äußern" auf Unverständnis gestoßen.

In meiner letzten Stelle bei einer großen Krankenkasse im Bergischen Land, bei der angeblich "der Mensch" im Mittelpunkt steht, hat mich mein Hauptabteilungsleiter in einer vom Westdeutschen Rundfunk ausgestrahlten Fernsehsendung in den höchsten Tönen gelobt. Und knapp zwei Jahre später(!) hat er mir unter vier Augen gesagt, er hätte sich in der Befürwortung meiner Einstellung geirrt - dann verließ er schnell den Tisch und mied bis zum Auslaufen meines Vertrages jeglichen Kontakt mit mir.

Für dieses Arbeitgeberverhalten gibt es eine Erklärung, nämlich das Peter-Prinzip. Es besagt, dass es in einem Unternehmen dreierlei Typen gibt:
  • Unfähige, die bereits den richtigen Job haben.
  • Mäßig Befähigte, die sich für eine Beförderung eignen.
  • Sehr Befähigte, die eher rausgeworfen als befördert werden.
Da ich mich zum dritten Typ rechne, ist meine Arbeitslosigkeit offensichtlich durch die Arbeitgeber "vorherbestimmt". Zumindest habe ich bisher noch keinen Arbeitgeber kennen gelernt, der die berühmte Ausnahme vom Peter-Prinzip praktiziert.

Noch ein Wort zu der erwähnten krankenKasse: Fast jeder der ehemals dort Beschäftigten ist - genau wie ich - gemobbt worden.

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