Donnerstag, 6. März 2008

Kneipen-Kontakte

Äußerst verwundert war ich, als mir bei meinem letzten Besuch in meiner Stammkneipe sowohl der Wirt wie auch zwei von meinen Menschen sagten, sie seien meine Freunde, weil sie an mich gedacht und mich (einmal) angerufen hätten. Freunde sind für mich Menschen, die für mich da sind, wenn ich sie brauche; die den Kontakt zu mir von sich aus suchen; die einen beständigen Kontakt zu mir pflegen und für die Werte wie Vertrauen, Vertrauenswürdigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit und Loyalität mir gegenüber gelebte Werte sind.

Doch Menschen, die ich nur aus der Kneipe kenne, erfüllen diese Voraussetzungen einfach nicht. Wir tauschen uns zwar über Privates und unsere Gefühle aus, aber nur oberflächlich, weil Kneipenatmosphäre, laute Musik, laute Gäste und Alkohol einen vertieften Austausch unmöglich machen.

Noch eine Erläuterung zu dem von mir häufig benutzten Begriff meine Menschen: Das sind Menschen, denen ich mich vom Gefühl und meinen Einstellungen her verbunden fühle und in deren Anwesenheit ich mich wohl fühle. Die jedoch - aus welchen Gründen auch immer - einen vertieften und dauerhaften Kontakt mir mir nicht wollen.

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