Dienstag, 25. März 2008

Hartz IV und die Medien

Mittlerweile ist es auch bis zu den Medien vorgedrungen, dass es Menschen gibt, die durch Hartz IV verarmen. Deren Zahl wächst so beständig, dass die Medien es nicht mehr verschweigen können. Immer öfter liest man auch längere Berichte über Menschen, die schildern, mit welchen finanziellen und menschlichen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben, weil ihnen lebenssichernde Arbeit verweigert und - wie um die Arbeitgeber zu belohnen - mit Hartz IV dann auch noch die Existenzgrundlage entzogen wird.

Es reicht nicht, über Hartz IV-Schicksale nur zu berichten, ohne Stellung zu beziehen. Das ist nur die eine Seite der Medaille. Diese Seite zeigt einzelne Betroffene nach dem Motto Da kann man nicht viel machen, das ist nun mal so. Nein - das ist nicht "nun mal so"!

Mit dieser "neutralen" Berichterstattung wird Meinung gemacht. In diesem Fall hängen sich die Medien ein soziales Mäntelchen um und erreichen das, was sie schlussendlich erreichen wollen: Sie befürworten Hartz IV und die damit bewusst erzeugte Verarmung großer Bevölkerungskreise.Und mir soll niemand weiszumachen versuchen, diese Journalisten wüssten nicht um dieses beabsichtigte Ziel von Hartz IV.

Die Arbeitslosen werden für ihre unverschuldete Arbeitslosigkeit mit Hartz IV bestraft und gleichzeitig werden die Unternehmer mit Subventionen dazu ermuntert, ihren Mitarbeitern Löhne unter dem Existenzminimum zu zahlen (der Staat zahlt ja ergänzend Arbeitslosengeld II), sich Niedriglöhner als Ein-Euro-Kräfte aus dem Pool der Arbeitslosen zu besorgen und Arbeitgeber mit Eingliederungszuschüssen für "schwierig zu vermittelnde Arbeitslose" dafür zu belohnen, dass sie nicht bereit sind, ihre Gewinne für das Gemeinwohl zu investieren.

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