Montag, 25. Februar 2008

Neun Prozent Gehaltskürzung

Während die Gewerkschaft ver.di und die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes um acht Prozent mehr Gehalt kämpfen, muss ich damit klar kommen, dass mir mein Gehalt (Arbeitslosengeld 2 betrachte ich auch als eine Form von Gehalt) ab nächsten Monat um neun Prozent gekürzt wird. Mit Ende dieses Monats läuft nämlich der befristete Zuschlag nach § 24 SGB II aus. Auch wenn ich das seit zwei Jahren weiß, so ist das Wissen die eine Seite der Medaille, das tägliche Jonglieren mit Euro und Cent die andere Seite.

Ich will hier auch nicht jammern, weil sonst zu leicht die engstirnige Forderung des öffentlichen Dienstes untergehen würde. Vielmehr möchte ich darauf aufmerksam und sensibel dafür machen, dass es auch die große Gruppe der Almosenempfänger von Arbeitslosengeld 2 gibt, die keine aktive gewerkschaftliche Interessenvertretung haben.

Und auch für die noch in Brot und Arbeit stehenden Menschen ist die Gewerkschaft solange keine echte Interessenvertretung, solange sie ausschließlich für mehr Geld kämpft. Zwar habe ich auf diese Missverhältnisse in meinem Gedankenbuch schon mehrfach hingewiesen. Doch ich bin der festen Überzeugung, dass diese Missverhältnisse noch viel zu wenig in den Köpfen der Menschen verankert sind und dass diese Verankerung ganz dringend vonnöten ist.

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