Mittwoch, 3. Oktober 2007

Hilfe für Burma

Während USA und NATO in Afghanistan, im Irak und wohl bald auch im Iran angeblich gegen den Terrorismus kämpfen, lassen sie die Terroristen, die in Myanmar (Birma) mit äußerster Brutalität gegen ihr eigenes Volk vorgehen, in Ruhe Terroristen sein. Kein militärisches Eingreifen im "Kampf gegen den Terrorismus". Das wäre auch inkonsequent, weil Militärs in den Augen dieser Organisationen keine Terroristen sind, sondern die Bewahrer von Demokratie.

Zwei äußerst perverse Meldungen vom heutigen Tag: In Myanmar droht eine Hungersnot und US-Präsident Bush stoppt die Ausgaben für arme Kinder – da erübrigt sich die Frage, wo denn die wahren Terroristen sitzen und handeln.

Um es klar auszusprechen: Ich verurteile nicht nur Bombenanschläge, die Menschen körperlich töten, sondern weise darauf hin, dass auch vorsätzlich herbeigeführter Hunger Mord ist. Kein Geld für arme Kinder und andere arme Menschen, aber Milliarden für Waffen und Krieg – das bedarf keines weiteren Kommentars!

Der brutale, zynische und menschenverachtende Vernichtungskrieg des Militärs in Myanmar ist bestimmt nicht mit militärischen Mitteln zu lösen! Ein solcher Schritt würde wahrscheinlich weit reichende Folgen haben. Was lange tabuisiert worden ist und jetzt durch den mutigen Kampf der einheimischen Menschen weltweit in den Mittelpunkt der Berichterstattung gekommen ist, lässt sich nicht von Heute auf Morgen lösen. Einen idealen Weg wird es bestimmt nicht geben, es werden mehrere Wege parallel beschritten werden müssen.

Meine Solidarität gilt den Menschen in Myanmar, die unter Einsatz ihres Lebens der Zerstörungswut und Arroganz der dortigen Militärs trotzen. Ich weiß nicht, ob ich in einer solchen Situation diese Zivilcourage hätte.

Auch wenn mir jeder gefallene Soldat als Mensch leid tut, so sind nicht im Krieg gestorbene Soldaten Helden, sondern Menschen wie in Myanmar – Menschen, die ihr Leben für ihre Freiheit einsetzen.

Wer jetzt kritisch anmerken sollte, dass meine Solidarität nur Theorie ist, die keinem Freiheitskämpfer in Myanmar nutzt, dem muss ich Recht geben. Statt diese Worte ins Internet zu bringen, wäre ich jetzt viel lieber in Myanmar, um den Menschen, so gut ich eben helfen könnte, zu helfen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen