Dienstag, 16. Oktober 2007

Gewinnspannen im "Gesundheits"-wesen

Ich brauche regelmäßig Augentropfen, um meine Augen vor übermäßigem Brennen und Trockenheitsgefühl zu schützen.

Heute habe ich dann in drei Apotheken nach dem Preis gefragt und war überrascht: In der ersten Apotheke kosteten die Tropfen 6,00 €, in der zweiten 7,50 € und in der dritten 4,95 €. Wohl gemerkt: Es ging um ein und dasselbe Produkt. Ich spare mir jetzt die enormen Preisunterschiede in Prozentangaben – die Preise sprechen für sich.

Das bestätigt die Aussage eines Dozenten während meiner zweijährigen Umschulung zum Kaufmann im Gesundheitswesen: Kein Unternehmen und kein Unternehmer im Gesundheitswesen ist vorrangig an Ihrer Gesundheit interessiert, sondern an seinem Gewinn. Dieser Dozent war lange Jahre Verwaltungsstellenleiter einer Innungskrankenkasse.

In diesem Beispiel ging es glücklicherweise nur um geringe Beträge. Aber es gibt Arzneimittel im dreistelligen Preisbereich, die sehr viele Kassenpatienten aus eigener Tasche zahlen müssen; ob sie an oder unter der Armutsgrenze leben oder nicht.

Und die "Gesundheits"-branche heimst ihre Gewinne ein und erhält sich durch ihre kranke Politik ihre Kunden und ihre Einnahmen.

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